Das Abenteuer 2. Bundesliga kann für BW Dingden kommen

Freuen sich über den Sprung in die 2. Bundesliga und die neue Herausforderung in der kommenden Saison: die Volleyballerinnen von BW Dingden.
Freuen sich über den Sprung in die 2. Bundesliga und die neue Herausforderung in der kommenden Saison: die Volleyballerinnen von BW Dingden.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Mit einer Entscheidung war eigentlich frühestens Anfang Mai zu rechnen. Doch schon jetzt gab der DVV grünes Licht für den Aufstieg der Volleyballerinnen von BW Dingden in die 2. Bundesliga.

Hamminkeln..  Die Hängepartie hat ein vorzeitiges, positives Ende gefunden – sehr zur Freude von BW Dingden. Der Aufstieg der Volleyball-Damen in die 2. Bundesliga ist amtlich. „Wir sind überglücklich, dass wir das geschafft haben“, strahlt Trainer Olaf Betting. Er hat mit dem Neuling direkt den zweiten Platz in der 3. Liga belegt, der nun zum Sprung in die Zweitklassigkeit berechtigt. Per Whatsapp war der 49-Jährige am Samstag über den Beschluss des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) informiert worden, die am Freitagnachmittag an ihn geschickte E-Mail hatte er noch nicht gelesen.

Eigentlich sollte die Entscheidung über die Klassenzugehörigkeit erst Anfang Mai fallen, wenn die Unterlagen zur Lizenzierung eingereicht werden müssen. Doch aus der 1. Bundesliga wird es keinen Absteiger in die 2. Liga Nord geben, da der eigentlich abgestiegene Köpenicker SC Berlin einen Antrag zum Verbleib in der Eliteliga gestellt hat. Und dem wird wohl bei nur einer aufstiegswilligen Mannschaft (Nawaro Straubing) auch stattgegeben. Kiel steigt aus der 2. Liga ab, die dann nur zehn Teams plus der außer Konkurrenz spielenden Truppe des Bundesleistungsstützpunktes VCO Schwerin zählt. Die Soll-Stärke beträgt aber zwölf Mannschaften (plus Schwerin), so dass zwei Plätze frei sind. Die sind für die Meister der 3. Liga West und Nord reserviert, doch aus dem Norden will kein Verein hoch. So kann neben dem RC Sorpesee nun auch BWD jubeln.

Nach den Spielzeiten 1989/1990 und 1990/91 schlagen die Blau-Weißen in der kommenden Saison also zum zweiten Mal in der zweithöchsten Klasse auf. Dabei können sich Maike Schmitz und Inga van Gemmeren Tipps in der eigenen Familie holen. Denn die Mütter Stefanie Schmitz und Ingrid van Gemmeren gehörten damals schon dem erfolgreichen Dingdener Team an.

Apropos erfolgreich: Seit zwei Jahren coacht Olaf Betting hauptverantwortlich die Dingdener Damen. Nach der ersten Saison stand der Sprung in die 3. Liga, nun ist der Durchmarsch in die 2. Bundesliga perfekt. „Das ist doch eine ganz gute Quote“, meint er grinsend. Dabei stellt er die Bedeutung seines Co-Trainers Carsten Schmeink besonders heraus. „Einer allein ist höchstens ein guter Oberliga-Trainer. Nur zusammen sind wir gut für die dritte oder auch zweite Liga“, sagt der 49-Jährige. Deshalb hofft er darauf, dass Schmeink weiter macht und sie zusammen die Herausforderung 2. Bundesliga angehen. Aus privaten Gründen hat sich der „Co“ aber noch etwas Bedenkzeit erbeten.

Einen erneuten Aufstiegscoup in der nächsten Saison schließt Olaf Betting aus. „Wir reden jetzt über ein ganz anderes Niveau. Da kann das Ziel nur der Klassenerhalt sein“, so der Coach. Trotz der 2. Bundesliga will er der Vereinsphilosophie treu bleiben und es mit eigenen Spielerinnen wagen. Voraussichtlich kommt Simone Winkelmann nach einer Babypause hinzu, allein Simone Heynck geht. „Wir werden auch weiterhin nicht offensiv an externe Spielerinnen ran gehen“, so Betting.

Bis zum 4. Mai muss BWD nun die Lizenzunterlagen für die 2. Bundesliga einreichen. „Es gibt noch ein paar Kleinigkeiten. Aber aus unserer Sicht sind das keine größeren Hürden, das wird kein Problem“, sagt Abteilungsleiter Johannes Dickmann. Dem Abenteuer 2. Bundesliga steht also nichts im Weg.