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Dancing Rebels krönen eine einzigartige Saison

10.06.2012 | 20:15 Uhr
Dancing Rebels krönen eine einzigartige Saison
Die Dancing Rebels des TC GW Schermbeck machten beim Heimturnier den direkten Aufstieg in die 1. Bundesliga perfekt. (Foto: Jo Gernoth)

Schermbeck. Heimsieg, Titel und direkter Aufstieg in die 1. Bundesliga: Die Jazz- und Modern-Dance-Formation Dancing Rebels des TC Grün-Weiß Schermbeck erfüllte beim Turnier in der Dreifachsporthalle an der Erler Straße alle Erwartungen.

Eine Szene, die womöglich noch mehr über die Erfolgsmannschaft und ihren Trainer verrät als der souveräne Sieg, ereignete sich jedoch abseits der großen Tanzfläche. Das kleine Finale war gerade gestartet, als sich die Schermbeckerinnen auf ihren letzten Auftritt vorbereiteten. Sebastian Spahn schritt mit geradem Oberkörper durch die Reihen, beobachtete genau und wirkte dabei ein wenig wie ein Feldherr: Hier korrigierte der Coach, da forderte er größere Körperspannung ein. Und die jungen Frauen schienen jede von Spahns eleganten Bewegungen aufzusaugen. „Die Platzierung ist nicht so entscheidend. Wichtiger ist, dass ich zufrieden bin“, sagte der Aufstiegstrainer. Beim Abschlussturnier der 2. Bundesliga Nord/Ost-West im Jazz- und Modern Dance stimmte beides.

450 Zuschauer sehen starke Vorstellung

Mit zwei starken Vorstellungen vor rund 450 Zuschauern krönten die Dancing Rebels zu Hause ihre außergewöhnliche Liga-Saison. Alle vier Turniere gewannen die Grün-Weißen, die sich damit nicht nur die Qualifikation für die deutschen Meisterschaften in Frankfurt am 3. Oktober sicherten, sondern auch direkt in die Eliteklasse aufstiegen. Eine Leistung, die in den vergangenen Jahren aus Nordrhein-Westfalen einzig dem ASV Wuppertal gelungen war. „Das macht die Saison einzigartig“, meinte Spahn gestern Morgen. Ein Autokorso in weißen Cabriolets durch Schermbeck und eine lange Partynacht in Üfte lagen da hinter dem Coach und seinem Team.

Spahn ist nicht dafür bekannt, seine Gruppe mit Lob zu überschütten. „Ich bin immer kritisch, aber das haben sie gut gemacht“, erklärte er bereits nach der Vorrunde. Das Timing an zwei Stellen hatte dem Weltmeister im Solo-Bereich nicht gefallen. „Für die Mädchen ist es aber auch schwierig und ungewohnt, sich auf dieser großen Fläche zu bewegen.“ Der neue, schwarze Tanzboden in Schermbeck besaß mit 20 x 16 Metern die maximale Ausdehnung.

Dem Druck stand gehalten

Im Finale steigerten sich die Gastgeberinnen nochmals in ihrer Synchronität und hielten dem Druck stand: Die fünf Wertungsrichter belohnten die von Straßengeräuschen angetriebene Choreographie „I question mark“ zur Musik von Wade Robson mit drei Einsen und zwei Zweien. „Es passt alles“, sagte die Grün-Weiß-Vorsitzende Eva-Marie Zimprich.

Mit viel Liebe fürs Detail griffen sie und ihre Kollegen das Motto „The Muppet Show“ beim Zweitliga-Finale auf. Es war der perfekte Abschied aus einer Saison, die den Grün-Weißen einen Durchmarsch einbrachte. Auf ein Wiedersehen in der Beletage im nächsten Jahr!

Niklas Preuten



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