Coach Bennies hat klare Vorstellungen für den TuS Gahlen

Der Bezirksliga-Kader des TuS Gahlen für die kommende Saison, hinten (v. l.): Dennis Rarek, Thiemo Kersting, Fabian Dahlhaus, Fabrice Werner, Florian Peschen, Sven Igelbüscher, Manuel Lindner, Trainer Björn Bennis; mitte (v. l.): Dennis Gendolla, Kevin Lachs, Manuel Käfer, Jens Dahlhaus, Kevin Vengels; unten (v. l.): Jens Wischerhoff, Anton Kötter, Dominik Wrobel, Danny Kittner, Wilhelm Schulte-Kellinghaus und Marco Marrali.
Der Bezirksliga-Kader des TuS Gahlen für die kommende Saison, hinten (v. l.): Dennis Rarek, Thiemo Kersting, Fabian Dahlhaus, Fabrice Werner, Florian Peschen, Sven Igelbüscher, Manuel Lindner, Trainer Björn Bennis; mitte (v. l.): Dennis Gendolla, Kevin Lachs, Manuel Käfer, Jens Dahlhaus, Kevin Vengels; unten (v. l.): Jens Wischerhoff, Anton Kötter, Dominik Wrobel, Danny Kittner, Wilhelm Schulte-Kellinghaus und Marco Marrali.
Foto: FUNKE Foto Services

Schermbeck..  Björn Bennies lächelt für das Profilfoto in die Kamera, parallel gibt er seinen Spielern mit entschlossener Stimme Anweisungen. Der neue Coach des Fußball-Bezirksligisten TuS Gahlen hat eine klare Vorstellung davon, wie er seine Mannschaft formen will. Dabei ist die Lippesportanlage seine erste Trainerstation. „Ich fordere Disziplin auf und neben den Platz“, so der 34-Jährige.

Der Weseler, der mit seiner Familie in Dingden lebt, bringt jede Menge höherklassige Erfahrung mit. Der Offensivkicker spielte beim Weseler SV, SV Schermbeck, SW Essen, SuS Stadtlohn, 1. FC Bocholt oder dem SV Hönnepel-Niedermörmter, wo er zuletzt als Talentscout tätig war, stets Landes- bis Oberliga. Drei schwere Verletzungen inklusive Knieoperationen hatten seine Spielerkarriere frühzeitig beendet, daher will Bennies beim TuS Gahlen sich auch voll und ganz auf die Aufgaben an der Seitenlinie konzentrieren.

Zweiter Torwart fehlt

Das Team, das vor zwei Jahren unter der Regie des kurz dem jüngsten Saisonende zurückgetretenen Frank Frye den Wiederaufstieg in die Bezirksliga geschafft hatte, ist über die Sommerpause größtenteils zusammengeblieben. „Die Truppe ist völlig intakt, weil sich die Spieler auch schon seit einigen Jahren kennen. Das ist ein großes Plus“, so der neue Coach. Bis auf Fabian Brom (RW Deuten) und den zweiten Torhüter Christopher Bieda, der sich aus beruflichen Gründen kurzfristig abgemeldet hat und für den noch ein Nachfolger gesucht wird, gab es keine weiteren Abgänge.

Der TuS Gahlen hat sich zudem gezielt verstärkt. Über Anton Kötter (PSV Lackhausen II) sagt Bennies: „Er kann offensiv überall spielen, das ist seine große Stärke.“ Florian Peschen (TV Voerde) erzielte vergangene Saison stolze 24 Treffer in der A-Liga, ist daher ebenfalls eine gute Ergänzung in der Offensive. Dort halten konnten die Schwarz-Weißen mit Sven Igelbüscher auch den aktuellen Gewinner der NRZ-Torjägerkanone (23 Tore). Zudem überzeugte der neue TuS-Trainer Schlussmann Dominik Wrobel und Flügelspieler Kevin Wenderdel (beide Rhenania Bottrop) von einem Wechsel. „Ich habe die beiden beobachtet. Sie passen optimal in den Kader“, so der 34-Jährige.

Agieren, nicht reagieren

In den kommenden Wochen der Vorbereitung will der neue Gahlener Coach seinen Schützlingen seine Spielphilosophie vermitteln. „Wir werden nicht auf Konter lauern – das ist überhaupt nicht mein Ding, weil ich selbst immer Offensivspieler war“, kündigt Bennies an. Der TuS-Trainer will agieren, nicht reagieren. Dazu brauchen seine Kicker eine solide Fitness, die beim Großteil des Kaders vorhanden ist. „Wir haben einen Leistungstest absolviert. Ich war überrascht, wie gut die Mannschaft in Form ist“, so Bennies, der bereits am 1. Juli zur ersten Einheit bat.

Der 34-Jährige will im Vorfeld kein konkretes Ziel für die kommende Saison ausgeben. Vergangene Spielzeit hatte das Team den neunten Rang erreicht. „Ein Platz im gesicherten Mittelfeld sollte wieder machbar sein. Es wäre schön, wenn ich in meiner ersten Saison als Trainer nicht direkt in den Abstiegskampf geraten würde“, sagte Bennies.

Neu in der Gruppe 11 sind neben den Aufsteigern Westfalia Osterwick, SuS Olfen und FC Marl sowie dem Landesliga-Absteiger SV Gescher auch der VfB Hüls. Der Verein, der sein Team aus der Oberliga zurückgezogen hatte, dürfte für den einen oder anderen Zuschauer mehr am Sportplatz sorgen.

Der Kader:

Tor: Dominik Wrobel (Rhenania Bottrop).

Abwehr: Fabian Dahlhaus, Jens Dahlhaus, Thiemo Kersting, Manuel Lindner, Kevin Vengels, Fabrice Werner.

Mittelfeld: Kevin Wenderdel (Rhenania Bottrop), Manuel Käfer, Danny Kittner, Kevin Lachs, Wilhelm Schulte-Kellinghaus, Dennis Rarek, Marco Marrali.

Angriff: Florian Peschen (TV Voerde), Anton Kötter (PSV Lackhausen II), Dennis Gendolla, Sven Igelbüscher, Jens Wischerhoff.