Caroline Friedrich schwimmt in Berlin zu DM-Gold

Das „Kraulen“ ist die Lieblingsdisziplin von Caroline Friedrich, war aber nur ein Baustein des DM-Erfolges in Berlin.
Das „Kraulen“ ist die Lieblingsdisziplin von Caroline Friedrich, war aber nur ein Baustein des DM-Erfolges in Berlin.

Wesel..  Es war das Ereignis, auf das Caroline Friedrich quasi ein Jahr gezielt hingearbeitet hat. Aber Schweiß und Muskelkater nach über 900 Trainingskilometern seit August 2014 sollten sich lohnen. Nach ihren acht NRW-Jahrgangstiteln im Schwimmen vor drei Wochen krönte die Büdericherin ihre Saison bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin mit dem Titel im Mehrkampf.

„Es war möglich, aber dann war ich doch überrascht“, so die Zwölfjährige nach dem größten Erfolg ihrer noch jungen, aber vielversprechenden Laufbahn. „Die Atmosphäre in der großen Olympiahalle und die Siegerehrung mit der Begleitung zum Podest waren toll.“ Die Medaille gab es stilsicher von einem Kissen gereicht.

Der Deutsche Schwimmmehrkampf ist jedes Jahr für alle qualifizierten Zwölfjährigen der erste Auftritt auf der nationalen Bühne und findet im Rahmen der Deutschen Jahrgangsmeisterschaften statt. Qualifiziert hatte sich die für den SC Delphin Geldern startende Caroline dafür mit ihrem Sieg über die 200m Lagen bei den NRW-Jahrgangsmeisterschaften. Im Schwimmmehrkampf müssen die Athleten an vier Tagen in fünf Disziplinen antreten. Die erzielten Zeiten werden nach dem Schlüssel des Weltdachverbandes der Schwimmer (FINA) in Punkte umgerechnet und addiert.

Grundstein zum Erfolg war der Sieg über die 400m Freistil in neuer persönlichen Bestzeit von 4:40,13 Minuten. Tag zwei brachte 44,40s für die 50m Beintechnik sowie den zweiten Sieg über 100m Freistil in 1:01,84min, ebenfalls neue Bestzeit. Freistil war auch ihre gewählte Lieblingsschwimmart. Über die 200m unterstrich Caroline dies mit dem Sieg in 2:13,46min und einem neuen NRW-Jahrgangsrekord.

Am letzten Tagen wurden die Talente über 200m Lagen auf ihre Allroundfähigkeiten geprüft. Carolin schaffte es mit der siebtschnellsten Zeit in Deutschland, 2:33,64min, ihren Vorsprung noch weiter auszubauen. Sie gewann die Deutsche Meisterschaft am Ende mit insgesamt 2830 Punkten souverän vor ihren Konkurrentinnen aus Hannover (2720) und Offenbach (2711).

„Mein nächstes großes Ziel ist das European Youth Olympic Festival 2017“, blickt die Hansestädterin weit voraus nach Ungarn, hat sich nach dem Ratinger Lagenpokal-Schwimmwettkampf in zwei Wochen aber erst einmal eine Pause verdient. Ende September geht die neue Saison für die NRW-Kaderschwimmerin mit den Kurzbahn-Verbandsmeisterschaften in Remscheid wieder los. Natürlich nicht untrainiert.

Külkens verpasst Endlauf knapp

Christian Külkens vom Weseler SV wurde bei der DJM in Berlin über die 50m Brust mit seiner guten Zeit von 31,24 Sekunden undankbarer Elfter und verpasste um zwei Hundertstel den Endlauf. Ärgerlich war zudem, dass im Finale einige Starter über seiner Zeit geblieben waren. Für den Weseler war es trotzdem ein großartiges Erlebnis und er ist schon wieder hochmotiviert, sich auch 2016 für die DJM zu qualifizieren.