BW Dingden IV feiert vorzeitig den Bezirksliga-Aufstieg

Dieses Team machte den Bezirksliga-Aufstieg perfekt (hinten, von links): Sophia Overkamp, Kim Hübers-Buchmann, Marie Angenendt, Julia Himmelberg, Jessica Nienhaus und Silke Klein-Hitpaß; (vorne, von links): Betreuerin Stefanie Schmitz, Linda Overkamp, Ann-Kathrin Krämer, Lara Kruse und Heike Kruse.
Dieses Team machte den Bezirksliga-Aufstieg perfekt (hinten, von links): Sophia Overkamp, Kim Hübers-Buchmann, Marie Angenendt, Julia Himmelberg, Jessica Nienhaus und Silke Klein-Hitpaß; (vorne, von links): Betreuerin Stefanie Schmitz, Linda Overkamp, Ann-Kathrin Krämer, Lara Kruse und Heike Kruse.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Die Oberliga-Volleyballerinnen von BW Dingden II stehen kurz vor dem Abstieg, die „Dritte“ wird wohl den Aufstieg verpassen. Aber BWD IV jubelt.

Hamminkeln..  Während für zwei Mannschaften die Chancen auf Klassenerhalt und Aufstieg nur noch theoretischer Natur sind, durfte ein Team bereits ausgelassen feiern. Die vierte Volleyball-Garnitur von BW Dingden sicherte sich durch einen 3:1 (25:19, 21:25, 25:18, 25:13)-Erfolg über FS Duisburg II bereits vier Spieltage vor dem Saisonende den Sprung in die Bezirksliga. „Das ist unsere Aufbautruppe“, sagt Markus Bünker. Der Trainer der Dingdener Oberliga-Damen leiht sich schon mal Talente wie Greta Klein-Hitpaß oder Jessica Nienhaus aus. Das Gros des Kaders ist zwischen zwölf und 14 Jahre alt. „Ältere Spielerinnen helfen da außerdem noch aus“, weiß Bünker.

Gerade bei den Youngstern offenbarte sich im Wissen, den Aufstieg vorzeitig perfekt machen zu können, eine gewisse Nervosität. Hinzu kam, dass Greta Klein-Hitpaß erneut in der „Zweiten“ aushalf und Lara Kruse sowie Ann-Kathrin Krämer gesundheitlich stark angeschlagen in die Begegnung gehen mussten. Diese Handicaps erwiesen sich im zweiten Durchgang als zu groß. Doch danach fingen sich die weiter ungeschlagenen Blau-Weißen.

Zusätzlichen Ansporn brachten einige Äußerungen der gegnerischen Spielerinnen. „Die haben uns mit ihren Sticheleien aggressiv gemacht und mussten die Rechnung dafür bezahlen“, sagte Betreuerin Stefanie Schmitz, die zusammen mit Heike Kruse und Silke Klein-Hitpaß diesen Job übernommen hatte. Trainer Christian Schmelting hatte sein Amt bekanntlich aus beruflichen Gründen aufgeben müssen, der eingesprungene Coach Arne Ohlms war oft zeitgleich mit der „Dritten“ unterwegs.

Keinen Grund zur Freude besaß hingegen Markus Bünker. Der Trainer musste mit ansehen, wie sein Oberliga-Team BW Dingden II mit 1:3 (20:25, 25:17, 17:25, 12:25) gegen den TV Salchendorf und auch im Nachholspiel bei Bayer Leverkusen II mit 1:3 (18:25, 19:25, 25:17, 22:25) den Kürzeren zog. „Rechnerisch ist noch etwas möglich, aber die Wahrscheinlichkeit ist verschwindend gering“, räumt der Coach des Schlusslichtes ein. Bei noch vier Spielen beträgt der Rückstand acht Zähler auf den Relegationsplatz acht.

Eine derartige Entwicklung hatte der Coach schon vor dem Saisonbeginn befürchtet, da alles auf die erste Mannschaft in der 3. Liga fokussiert war. „Wir sind bei der Kader-Zusammenstellung der Verlierer“, sagt Bünker, der bei seinem Team in der Rückrunde eine spielerische Steigerung festgestellt hat. „Aber sobald es mal schlechter läuft, fällt das Team oft in ein Loch“, so der Coach.

Er kann sich vorstellen, auch eine Klasse tiefer weiter zu machen. „Aber nicht alleine, wenn dann als Duo“, erläutert Markus Bünker. Es werde auf jeden Fall Änderungen bei den Trainern geben, verrät er. Wie die Konstellationen genau aussehen werden, darüber müsse noch gesprochen werden. Bünker wünscht sich einen zweiten Mann auch, „da vier Augen einfach mehr als zwei sehen“.

Fünfte Garnitur als Rumpfteam chancenlos

Einen herben Rückschlag im Aufstiegsrennen erfuhr BW Dingden III in der Bezirksliga. Im Heimspiel gegen den Spitzenreiter MTV Rheinwacht Dinslaken kassierte der Tabellendritte eine 0:3 (18:25, 20:25, 20:25)-Heimniederlage. Auf sieben Zähler ist damit der Rückstand angewachsen, aus eigener Kraft können die Blau-Weißen den Aufstieg nicht mehr schaffen.

Durch Schwächen in der Annahme und auch beim Aufschlag geriet die Truppe von Trainer Arne Ohlms entscheidend ins Hintertreffen. Die Schlappe nahm der Coach nach der Begegnung mit auf die eigene Kappe. Er habe die Eigenfehler seiner Schützlinge zu sehr bemängelt und damit zu einer Verunsicherung beigetragen, so Ohlms. Davon allerdings unbeeindruckt zeigte sich Mira Kruse, die im Angriff eine überzeugende Leistung bot.