Bollwerk TSG frühzeitig knacken
11.08.2009 | 18:40 Uhr 2009-08-11T18:40:00+0200Schermbeck. NRW-Ligist erwartet heute ab 19 Uhr zum zweiten Meisterschaftsspiel den Neuling aus Sprockhövel. Dominik Milaszewski droht beim Gastgeber mit einer Muskelverhärtung auszufallen.
Der neutrale Zuschauer hatte seinen Spaß: Sieben Tore, jede Menge Strafraumszenen – was will man als Fußballfreund mehr? Ganz anders fiel das Fazit von Martin Stroetzel aus. „Ich habe klare Worte im Training gefunden”, erzählt der Trainer des NRW-Ligisten SV Schermbeck. Schließlich sei seine Elf beim 3:4 zum Saisonauftakt als Gast des MSV Duisburg II „überhaupt nicht in die Zweikämpfe gekommen”. Also steht Wiedergutmachung an, und die kann bereits heute betrieben werden. Denn um 19 Uhr stellt sich Aufsteiger TSG Sprockhövel zum zweiten Meisterschaftsspiel am Waldsportplatz vor.
Dabei wird der offene Schlagabtausch von Duisburg wohl keine Fortsetzung erfahren. „Fakt ist, dass wir gegen ein Bollwerk spielen werden”, meint der Schermbecker Übungsleiter. Der 43-Jährige hat Sprockhövel beim 0:1 gegen Fortuna Köln unter die Lupe genommen. „Das war schon sehr defensiv, da hat jeder Spieler seinen Bereich abgearbeitet”, so Stroetzel. Damit ist das Patentrezept auch klar: „Ich hoffe, wir können den Riegel so früh wie möglich knacken!”
Der SVS hat die Eintrittspreise gesenkt. Bei den Erwachsenen (7 Euro) und bei Jugendlichen, Rentnern, Frauen sowie Klubmitgliedern (4 Euro) ist der Klub um einen Euro günstiger geworden. Auch kann zu den Preisen jetzt die Tribüne genutzt werden. Die Dauerkarten-Kosten für alle 19 Spiele liegen nun bei 99 beziehungsweise 59 Euro. Zum ersten Heimspiel heute Abend gegen Sprockhövel erhalten alle Damen zur Begrüßung ein Glas Sekt.
Doch gerade im Offensivbereich treten Probleme auf. Seyit Ersoy muss nach seiner Fußprellung weiterhin pausieren. In Duisburg hat es nun auch noch Dominik Milaszewski erwischt. Der ständige Unruheherd in der MSV-Abwehr, der allerdings zu selten konsequent den Abschluss sucht, plagt sich mit Wadenproblemen herum. „Vielleicht klappt es ja doch”, hofft der Trainer auf eine kurzfristige Genesung des 24-Jährigen. Als Alternativen neben Vlado Drincic („Er muss noch den absoluten Willen bekommen, den Torabschluss zu suchen!”) stehen Sascha Siebert und Tuncay Turgut bereit.
Sicherlich in die Startformation wird Nedim Djuliman rücken, der in Duisburg wegen der Hochzeit seines Bruders fehlte. Großartige Umstellungen angesichts des katastrophalen Defensivverhaltens sind aber nicht zu erwarten. „Ich werde doch nicht die komplette Mannschaft auseinander pflücken”, versichert Martin Stroetzel.
So hält er auch an Keeper Lukas Fronczyk fest. „Er konnte sich noch gar nicht auszeichnen”, so der Coach, der damit der langjährigen Nummer 1, Stefan Schröder, jedoch keinen Stammplatz auf der Reservebank verordnet hat. „Der Posten ist noch nicht vergeben”, erklärt Stroetzel.
Für das heutige Gastspiel der TSG in Schermbeck verspricht der Coach ein „anderes Zweikampfverhalten der Mannschaft”. Sollte es trotzdem wieder vier Mal im SVS-Gehäuse einschlagen, hat Mittelfeldakteur Yakup Köse ein einfaches Rezept parat: „Dann müssen wir eben fünf schießen!” Den Fan würde dies sicherlich nicht stören.
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