Blamabler Bislicher Test vor „feurigem“ Duell in Praest

Doppelte Gemeinsamkeit: Yasin Cagatay (l.) und Alpha Samoura waren beide Torschützen beim 2:1-Sieg des SV Bislich im Hinspiel. Allerdings fallen auch beide gesundheitlich bedingt für das Rückspiel am Sontag in Praest aus.
Doppelte Gemeinsamkeit: Yasin Cagatay (l.) und Alpha Samoura waren beide Torschützen beim 2:1-Sieg des SV Bislich im Hinspiel. Allerdings fallen auch beide gesundheitlich bedingt für das Rückspiel am Sontag in Praest aus.
Foto: WAZ FotoPool / Gerd Hermann
Was wir bereits wissen
Das Aufeinandertreffen zwischen dem RSV Praest und SV Bislich hat es meist in sich. Die Generalprobe des Weseler Bezirksligisten ging voll daneben.

Wesel..  Nach dem Ausfall des Rückrundenstarts auf der eigenen Asche beginnt der Abstiegskampf für den SV Bislich (9. Platz/21 Punkte) in der Fußball-Bezirksliga am Sonntag mit dem Gastspiel beim RSV Praest (16./15). Geographisch ist dieses Duell sicherlich kein Derby. Trotzdem war bei Partien in dieser Konstellation in den letzten Jahren jede Menge „Feuer“ drin.

„Ich verstehe mich gut mit dem Roland Kock, wir werden anschließend auf jeden Fall wieder ein Bierchen zusammen trinken“, hat SVB-Trainer Dennis Lindemann seinem RSV-Pendant schon einmal verraten, was es nach dem Schlusspfiff zu trinken gibt. Was davor passiert, darauf ist auch Lindemann sehr gespannt. Denn von einer „feurigen“ Vorstellung war seine Elf bei der Generalprobe weit entfernt. In einem kurzfristig vereinbarten Freundschaftsspiel beim B-Ligisten Wesel Anadolu Spor unterlagen die Bislicher mit 1:3 (0:1). Für die Platzherren trafen Burak Gümüs, Bervedan Mengülogul und Firat Samhal. Der eingewechselte A-Jugendliche Simon Mai hatte zwischenzeitlich zum 1:1 ausgeglichen.

„Das war absolut blamabel und so kurz vor dem Start in den Abstiegskampf habe ich für so eine Vorstellung auch kein Verständnis. Da hätten wir besser noch um den Auesee spazieren gehen können“, schimpft Lindemann. „Und eigentlich sollte das bereits die Startelf für Sonntag sein, aber das wird sie mit Sicherheit nicht! Bis auf Kai Sprenger und mit Abstrichen Sabri Bulut müssten die Leute sich am Sonntag alle auf der Bank wiederfinden.“

Zweifel bei Dennis Lindemann

Dabei ist der Konkurrenzkampf im kleinen Kader der Schwarz-Weißen im Winter immerhin ein wenig größer geworden. „Trotzdem glaube ich nicht, dass jeder begriffen hat, in welcher Situation wir uns befinden“, so Lindemann. Schließlich gehe es zu einer Mannschaft, für die ein Sieg zu Hause schon fast Pflicht sei. „Die letzten Spiele gegen Praest waren immer hitzig und sportlich auf der Kippe. Zuletzt hatten wir das Glück auf unserer Seite – aber das muss man sich auch jedes Mal neu erarbeiten“, so Lindemann.

Das ereignisreiche Hinspiel bot den Zuschauern unter anderem jeweils einen Strafstoß und zwei Platzverweise auf jeder Seite, eine Regenunterbrechung und am Ende einen 2:1-Erfolg der Bislicher. Auch beim vorletzten Duell in der vergangenen Saison in Praest (3:1 für Bislich) vor über 500 Zuschauern gab es auf jeder Seite einen Feldverweis.

Roland Kock: Müssen weiter dran glauben

„Wir müssen in erster Linie sehen, dass wir die Ruhe bewahren, uns auch von der Hektik von außen nicht anstecken lassen und mit elf Mann vom Platz gehen“, fordert Lindemann, der den RSV jüngst bei seiner 3:5-Niederlage beim Primus in Friedrichsfeld beobachtet hat. „Praest hat eine kampfstarke Mannschaft, die auch Fußball spielen kann. Allerdings stehen sie jetzt schon ein wenig mit dem Rücken zur Wand.“ Umso wichtiger sei es, sie am Sonntag zumindest auf die sechs Punkte Abstand zu halten, die es momentan sind.

Fehlen werden den Gästen neben den Langzeitverletzten Moritz Schiermeister und Keeper Timo Theißen auch die Torschützen aus dem Hinspiel, Yasin Cagatay (Nasenbein) und Alpha Samoura (Fuß).