Björn Bennies wird neuer Trainer beim TuS Gahlen

Gespielt hat Björn Bennies (l.) wie hier 2012 im Niederrheinpokal-Endspiel mit dem SV Hönnepel/Niedermörmter gegen RW Essen (2:3) öfters vor großer Kulisse. Im Sommer wird der 34-jährige Weseler Coach beim TuS Gahlen.
Gespielt hat Björn Bennies (l.) wie hier 2012 im Niederrheinpokal-Endspiel mit dem SV Hönnepel/Niedermörmter gegen RW Essen (2:3) öfters vor großer Kulisse. Im Sommer wird der 34-jährige Weseler Coach beim TuS Gahlen.
Foto: WAZ FotoPool

Schermbeck..  Mit Fußballplätzen im westfälischen Verband betritt er kein Neuland, mit seiner Aufgabe schon. Björn Bennies wird im Sommer neuer Trainer des Bezirksligisten TuS Gahlen. Dort löst er Frank Frye ab, der nach vier Jahren an der Lippesportanlage zusammen mit dem (noch-) A-Jugend-Trainer des SV Schermbeck, Andreas Kotter, dann RW Deuten übernimmt.

„Es ist meine erste Station als Trainer und ich freue mich sehr darauf“, so der 34-Jährige, der seine Karriere beim PSV Lackhausen begann. Ab der C-Jugend ging es ins Ruhrgebiet, MSV Duisburg, RW Essen und SG Wattenscheid 09 hießen die Stationen. Im Seniorenbereich kehrte er auch für ein Jahr in seine Heimatstadt Wesel zurück.

Der Spielverein in der Landesliga war lange seine einzige Station unterhalb der Verbandsebene. Nach dem SV Schermbeck, SW Essen, SuS Stadtlohn und 1. FC Bocholt ging es zum Oberligisten SV Hönnepel-Niedermörmter, wo er seine Karriere in der Bezirksliga-Reserve ausklingen ließ. Zuletzt trat er noch freundschaftlich beim BVH Dorsten oder bei Blau-Weiß in Dingden vor den Ball, wo Bennies mit seiner Familie lebt.

Nicht als Spielertrainer

Trotz seines jungen Alters und seiner enormen höherklassigen Erfahrung als torgefährlicher Mittelfeldmotor stellt Bennies klar, nicht als Spielertrainer nach Gahlen zu gehen. „Als Spielertrainer musst du mindestens eine Klasse besser sein als deine Mannschaft. Und das gibt mein Körper nicht mehr her“, so der Weseler, der bereits dreimal am Knie operiert wurde, einen Bandscheibenvorfall hinter sich hat und an chronischen Achillessehnenbeschwerden laboriert.

Der neue Mann an der Linie möchte trotzdem halbwegs fit bleiben und die Laufeinheiten zumindest in der Vorbereitung mitmachen. Für die berühmte „Not am Mann“-Situation will Bennies gewappnet sein. „Aber mein Hauptaugenmerk liegt ganz klar auf dem Trainerposten. Von außen sieht man einfach viel mehr und kann auch mehr Einfluss nehmen.“

Beobachtet hat er seine künftige Mannschaft bereits. „Eine homogene Truppe, ein eingeschworener Haufen“, nennt der künftige Coach die Schwarz-Weißen, die bereits zum großen Teil signalisiert haben, auch nach dem Trainerwechsel in Gahlen weiter zu kicken. „Wir werden uns sicherlich aber auch noch mit zwei, drei Leuten punktuell verstärken. Ich habe ein großes Netzwerk an guten Kontakten“, so Bennies, der „offensiv, organisiert und erfolgreich“ spielen lassen möchte.

„Der TuS hat sich für Björn unter den Kandidaten entschieden, da er aufgrund seiner Laufbahn genug Erfahrung hat, um die Mannschaft zu festigen, weiter zu entwickeln und zu dem jungen Team als junger Trainer passt“, erläutert Carsten Klein, Geschäftsführer des Seniorenfußballs in Gahlen.

Nachfolger für Eckold

In diesem Bereich stand mit der Trainerposition nicht die einzige wichtige Neuerung an. Conny Eckold legt aus privaten Gründen und schweren Herzens ihr Amt als Abteilungsleiterin nieder. „Ich habe das immer nicht nur als Hobby, sondern mit voller Kraft versucht auszuüben. Das schaffe ich aber nicht mehr“, so Eckold über ihre Entscheidung.

Als ihr Nachfolger wird sich auf der Abteilungsversammlung am 24. Februar (20.30 Uhr) der langjährige Jugendleiter Vincenzo Marrali zur Wahl stellen. „Durch diese Personalie verspricht man sich weitere Synergien im Fußballbereich. Jugend und Senioren werden näher zusammen geführt, da er auch Jugendleiter bleibt“, erläutert Klein. „Zudem haben wir jemanden gefunden, der den Verein bestens kennt sowie eine große Erfahrung in der Vereinsarbeit hat.“