Ausgerechnet Björn Bennies
15.11.2009 | 22:13 Uhr 2009-11-15T22:13:00+0100Wesel. Sie hatten aufopferungsvoll gekämpft, standen am Ende aber erneut mit leeren Händen da. Mit 2:3 (2:2) unterlag Fußball-Landesligist PSV Lackhausen beim Aufstiegsanwärter 1. FC Bocholt.
Während die Gastgeber am Hünting nach der Pleite der Sonsbecker beim Duisburger SV wieder bis auf zwei Zähler an den Primus herangerückt sind, muss der Aufsteiger nach der dritten Niederlage in Serie den Blick nach unten richten. Die Abstiegszone ist nur noch sechs Zähler entfernt.
Allerdings stimmte diesmal die Leistung. Mit diesem Einsatz und dieser Körpersprache hätten die Postler kaum eine Woche zuvor gegen Dinslaken verloren. „Ob ein Punkt hier verdient gewesen wäre oder nicht, lasse ich mal dahingestellt. Jedenfalls haben wir unglücklich verloren”, resümierte PSV-Trainer Franz Raschid. „Wir machen gerade in der Defensive zu viele Fehler, aber ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat gut gespielt und gekämpft.”
Dabei fanden die Gäste nur zögerlich ins Spiel. Vielleicht auch beeindruckt von der Kulisse von rund 700 lautstarken Fans im Bocholter Stadion, unterliefen ihnen Schnitzer, die Patrick Erhart im Tor zweimal noch glänzend ausbügeln konnte (5./16.). Beim Versuch von Björn Bennies, der nach einem Pass in den Rücken der Abwehr frei zum Schuss kam, hatte er jedoch keine Chance – 1:0 (18.). Ausgerechnet Bennies wird so mancher PSV-Anhänger gedacht haben, denn der Bocholter Kapitän hatte einst beim PSV das Fußball spielen erlernt.
Kapitän David Meyer konnte seiner Elf in Bocholt erneut nicht helfen. „Ich habe am Dienstag einen Termin beim Spezialisten”, so Meyer, der nach einer „normalen” Trainingseinheit vor zwei Wochen am darauffolgenden Tag starke Knieschmerzen hatte.
Dann der Schock, als FC-Abwehrspieler Sebastian Eul nach einem Kopfballduell für kurze Zeit das Bewusstsein verlor und vorsichtshalber mit einem Krankenwagen abgeholt wurde. Bei der ersten Aktion nach der achtminütigen Pause, einer Giesen-Ecke, war Youngster Oliver Vos mit dem Kopf zur Stelle und nickte zum 1:1 ein (32.). Dann ging es Schlag auf Schlag: Ebenfalls per Kopf traf Ex-WSVler Dennis Charlier zum 2:1 für die Platzherren (36.), ehe Eray Tuncel aus kurzer Distanz wiederum ausglich (37.).
Nach dem Seitenwechsel machten die Bocholter viel Druck, verzogen aber aus guten Positionen. Dann die große Chance auf der anderen Seite. Stefan Giesen hatte nach einer Flanke von Daniel Schild die Überraschung auf dem Kopf, seinen Versuch parierte FC-Schlussmann Ladermann aber glänzend (66.).
Die Gäste waren nun ebenbürtig – bis Bennies erneut frei vor Erhart auftauchte, diesen umkurvte und auch Timur Sürek das Leder nicht mehr aufhalten konnte (79.). Die Wende wurde durch die „Ampelkarte” für Sören Gems (83.) erschwert und blieb aus. Glück im Unglück. Seine Aktion hätte auch als Notbremse geahndet werden können.
Genau die muss der PSV auf seiner Talfahrt in zwei Wochen bei TuB Bocholt ziehen.
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http://www.myvideo.de/watch/7094887/FC_tv_1_FC_Bocholt_PSV_Wesel_3_2_2_Halbzeit
und http://www.myvideo.de/watch/7094786/FC_tv_1_FC_Bocholt_PSV_Wesel_3_2_1_Halbzeit