Auf die Warnsignale des Körpers hören

Letztes Jahr war es beim Abendlauf in Drevenack „nur“ warm, diesmal wird es wohl richtig heiß am Buschweg.
Letztes Jahr war es beim Abendlauf in Drevenack „nur“ warm, diesmal wird es wohl richtig heiß am Buschweg.
Foto: WAZ FotoPool

Hünxe..  Einmal mehr das Wetter droht beim Abendlauf der TuS Drevenack zum Gesprächsthema Nummer eins zu werden. Wenn die Schwarz-Weißen selbst zu fortgeschrittener Stunde am Freitag zum zwölften Mal hinter dem Stadion am Buschweg auf die Strecke einladen, werden dort wohl immer noch Temperaturen jenseits der 30 Grad herrschen.

„Mit den Wetter-Extremen haben wir nicht zum ersten Mal Pech, ideal ist das derzeit sicherlich nicht. Aber immerhin weht ein leichter Wind und es ist nicht so schwül wie beispielsweise 2010“, sagt Chef-Organisator Manfred Franz. Damals mussten zwei Starter auf Grund von Kreislaufproblemen ins Krankenhaus gebracht werden, überstanden die Situation aber unbeschadet.

Da den Teilnehmern neben der Zeit mit der Hitze ein zweiter Gegner droht, hofft der Ausrichter, dass die Läufer auf Warnsignale des Körpers wie Kopfschmerzen, Krämpfe, Kalt-Warm-Schauer und Magenschmerzen hören und reagieren. Die Bedingungen laden auch nicht dazu ein, seine Bestzeit zu steigern. „Wir sind mit 100 Helfern im Einsatz“, erläutert Franz. Duschen und Wasserstände an der Strecke sollen Schlimmeres verhindern.

Ansonsten war der zwölfte Durchgang der „Marktlücke“, wie der Organisator das Event auch gerne beschreibt, im Vorfeld bei weitem nicht so stressig wie im vergangenen Jahr. 2014 musste die TuS auch noch dafür sorgen, dass Fußballfans den 1:0-WM-Sieg der Deutschen gegen Frankreich zu sehen bekamen. „Das hatte schon viel Arbeitskraft gebunden“, so Franz, dessen Team aber weiterhin ein logistisches Problem hat. „Dass die Parkplätze teilweise innerhalb der Laufstrecke sind, ist gerade vor dem Hauptlauf problematisch“, räumt der Organisator ein. „Stressfrei für alle Beteiligten wäre es, wenn die Teilnehmer über zehn Kilometer eine Stunde vor dem Start hier wären.“

Der Popularität tut dieser Umstand keinen Abbruch. Mit 971 Voranmeldern, davon 385 für den 5km-Durchgang (18.30 Uhr) und 344 für den 10km-Hauptlauf (19.30 Uhr), steuert die TuS wieder auf die Anzahl von knapp 1100 Meldern des vergangenen Jahres hin. „Gerade im Hinblick auf die Tatsache, dass bereits Ferien sind, können wir damit sehr zufrieden sein“, so Manfred Franz. „Der Termin an sich ist einfach günstig, weil viele Leute sowieso freitagabends ihre Runden drehen. Eine Teilnahme hier nimmt keine Zeit des Wochenendes weg.“

Im Angebot am Freitag sind zudem der Bambinilauf über 350 Meter (17.45 Uhr) und der Schülerlauf über 1000 Meter (18 Uhr). Ab 17.30 Uhr lädt Kerstin Hoffmann die kleinsten Starter zu einem unterhaltsamen Lockerungsprogramm ein.

Zum neunten Mal ist der Abendlauf auch die dritte Station des Lippe-Issel-Cups. Die Vorjahressieger der Serie, das Laufduo Anna-Lina Dahlbeck und Christoph Verhalen (TuS Xanten), starten erneut in Drevenack. Da beide nach ihrem Start in Schermbeck anschließend Raesfeld ausgelassen haben, müssen sie auch noch am 23. August beim Hamminkelner Citylauf flott unterwegs sein, um erneut den Wanderpokal mit nach Hause zu nehmen.

Dahlbeck „brannte“ im vergangenen Jahr in Drevenack mit 37:15 Minuten einen neuen Rekord auf die Strecke und siegte zuletzt auch in Schermbeck souverän. Für sie wäre es am Ende sogar der Lippe-Issel-Hattrick. Verhalen dagegen wurde in der Tabelle in Raesfeld von zwei Startern aus Essen und Dorsten mit starken 32er-Zeiten überholt. Beide sind aber in Drevenack nicht in der Starterliste zu finden. Noch nicht.

Der Anfahrtsweg

Der empfohlene Weg zum Drevenacker Abendlauf aus Wesel und Schermbeck ist über die B58, dann 500m hinter, bzw. vor der Autobahnanschlussstelle Wesel gegenüber dem Autohaus in den Hunsdorfer Weg. Teilnehmer aus den Richtungen Hünxe und Dinslaken werden gebeten, den Hinweisschildern an der L1 und im Ort zum Parkplatz Ecke Römerweg/Schwarzensteinerweg zu folgen.

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