Assfelder lässt PSV mit Dreierkette experimentieren

Traf dreifach: Necati Güclü.
Traf dreifach: Necati Güclü.
Foto: WAZ FotoPool / Gerd Hermann

Wesel..  Mit einem 6:2 (2:1)-Sieg kehrte Fußball-Landesligist PSV Lackhausen von seinem Testspiel beim ambitionierten A-Ligisten SV Orsoy zurück.

„Wir haben dort ein wenig experimentiert“, erläuterte der neue Weseler Coach Björn Assfelder, der seine ehemaligen Mannschaftskollegen und jetzt Spieler mit einer Dreierkette in der Defensive auf das Feld schickte.

Und damit ist nicht wie im Amateurbereich häufiger eine „Kette“ gemeint, in der sich der mittlere Verteidiger recht schnell als letzter Mann zurück fallen lässt. „Nein, schon auf einer Linie“, so Assfelder. „Das ist natürlich sehr offensiv und laufintensiv. Aber der Wunsch nach Veränderungen kam auch aus der Mannschaft. Wir wollen damit eine mögliche Alternative einstudieren. Zurück auf das alte 4-2-3-1-System wechseln können wir jederzeit.“

Die sportliche PSV-Führung erhofft sich von der Umstellung vor allem frühere Ballgewinne. „Es ist einfach ein riesen Unterschied, ob ich 70 oder 30 Meter vor dem gegnerischen Tor an den Ball komme. Natürlich passten da jetzt die Abstimmungen noch nicht. Aber wir haben ja noch Zeit“, so Assfelder. Nach einer halben Stunde beim Stande von 0:0 erklärte der Coach das Experiment diesmal für beendet. Anschließend brachten Enrico Floris (37.) und Necati Güclü (40.) die Gäste in Führung, kassierten aber noch vor der Pause das 1:2 (43.).

Auch auf das Tor von Viktor Klejonkin (54.) hatten die Platzherren noch eine Antwort (62.). Als dem Tabellendritten der Moerser A-Liga aber so langsam die Puste ausging, schraubten erneut Güclü (65./73.), dessen Wechselgedanken ad acta gelegt zu sein scheinen, und Enrico Floris (90.) das Ergebnis in die Höhe.