5:4! GW Lankern gibt 4:0 fast noch aus der Hand

Körperlich zwar über 90 Minuten auf dem Platz, waren die Grün-Weißen aus Lankern beim 5:4 gegen Rheingold Emmerich zwischenzeitlich aber mental „an der Tankstelle“ und kassierten vier Treffer binnen acht Minuten.
Körperlich zwar über 90 Minuten auf dem Platz, waren die Grün-Weißen aus Lankern beim 5:4 gegen Rheingold Emmerich zwischenzeitlich aber mental „an der Tankstelle“ und kassierten vier Treffer binnen acht Minuten.
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma
Was wir bereits wissen
In der Fußball-Kreisliga A leistete BW Dingden durch das 4:1 über Lowick Schützenhilfe für GW Lankern. Der neue Tabellenzweite kassierte nach einem 4:0 gegen Rheingold das 4:4, aber legte noch das 5:4 nach.

Hamminkeln..  „Völlig unfassbar“ nannte Uli Kley-Steverding das, was er kurz zuvor auf dem heimischen Kunstrasen erlebt hatte. Der von ihm trainierte Fußball-A-Ligist GW Lankern führte gegen den abstiegsbedrohten VfB Rheingold Emmerich bereits mit 4:0, kassierte dann innerhalb von acht (!) Minuten vier Gegentreffer, um durch einen Handelfmeter drei Minuten vor dem Abpfiff doch noch mit 5:4 (3:0) zu gewinnen.

„Wir waren nach den vielen Feierlichkeiten in dieser Woche mal zehn Minuten an der Tankstelle, um die Akkus aufzuladen. Eine andere Erklärung habe ich nicht für das, was da eben passiert ist“, so Kley-Steverding, dessen Elf völlig verdient mit 4:0 geführt hatte. Patrick Moschner (10./58.), Maximilian Venhuis (22.) und Marco Lohkamp-Schmitz (43.) trafen. Zudem verschoss Marco Bott noch einen Foulelfmeter (50.).

Doch nach dem 1:4 (65.) waren die Platzherren noch dreimal (68./ 70./73.) orientierungslos. „Wir hätten sogar noch verlieren können“, merkte Kley-Steverding an. Doch Frank Loskamp (87.) sorgte mit seinem verwandelten Handelfmeter dafür, dass die Lankerner nach den Pleiten der Konkurrenz wieder von der Bezirksliga träumen dürfen. Ärgerlich ist allerdings, dass die Grün-Weißen die große Chance ungenutzt ließen, ihr Torverhältnis nicht auch noch deutlich zu verbessern.

BW Dingden - DJK SF Lowick 4:1 (1:1). Vor über 100 Zuschauern zeigten die Blau-Weißen eine tolle Reaktion nach der 1:9-Klatsche in Bocholt und halfen zudem ihrem Nachbarn aus Lankern im Aufstiegskampf. „Das letzte Ergebnis können wir nicht wettmachen. Aber es nagte im Körper“, so BWD-Trainer Dirk Juch. Seine Elf habe bewiesen, dass sie mit solchen Mannschaften mithalten könne. Lowick, das siegen musste, war optisch überlegen. Doch die Blau-Weißen konterten clever.

Juch: „Sind zu einer Mannschaft geworden“

Dabei gerieten die Hausherren bereits nach neun Minuten gegen den spielstarken Favoriten ins Hintertreffen. Aber Sebastian Klein-Schmeink glich noch vor der Pause aus (31.). Nach dem Seitenwechsel waren es Georg Wolberg (52.), Steffen Buers (76.) und Timo Ameling (80.), die mit ihren Treffern die Überraschung perfekt machten.

DJK SF Lowick II - SV Brünen 0:1 (0:1). Einen Pflichtsieg im Abstiegskampf fuhren die Brüner beim Schlusslicht in Lowick ein. Ben Hutmacher vollendete eine schöne Kombination mit dem entscheidenden Treffer bereits nach 32 Minuten. „Wir haben die erste Hälfte deutlich dominiert, aber leider nur ein Tor erzielt“, so der Brüner Interimscoach Wolfgang Schanzmann nach dem ersten Sieg unter seiner Regie. Die zweite Hälfte bezeichnete er als relativ zerfahren. In der Schluss-Viertelstunde geriet der SVB noch mal unter Druck, ließ jedoch keine richtig große Torchance zu. „Aber bei so vielen Standards kann natürlich immer etwas passieren“, so Schanzmann, der froh war, als die Partie inklusive fünfminütiger Nachspielzeit endlich beendet war. Damit hat der Neuling den Ligaverbleib weiter selbst in der Hand.