5:0! SV Schermbeck im Endspiel zum Oberliga-Aufstieg

Herzliche Umarmungen, in diesem Fall aber nicht zum Abschied: Christopher Schlebach, Innenverteidiger Evans Ankomah-Kissi und der SVS haben als Vize-Meister noch ein Relegationsspiel um den Oberliga-Aufstieg vor sich.
Herzliche Umarmungen, in diesem Fall aber nicht zum Abschied: Christopher Schlebach, Innenverteidiger Evans Ankomah-Kissi und der SVS haben als Vize-Meister noch ein Relegationsspiel um den Oberliga-Aufstieg vor sich.
Foto: FUNKE Foto Services

Schermbeck..  Der SV Schermbeck bekommt sein „Bonusspiel“, wie es Coach Christoph Schlebach formulierte. Mit einem hochverdienten 5:0 (2:0)-Heimsieg am letzten Spieltag gegen Absteiger DJK Eintracht Coesfeld sicherten sich die Rot-Weißen die Vize-Meisterschaft in der Staffel 1 der Fußball-Westfalenliga. Am kommenden Sonntag geht es für den SVS gegen das Pendant der Staffel 2, Westfalia Wickede. Den neutralen Austragungsort muss der Verband noch festlegen, denn bis gestern hätte die Reserve der Münsteraner Preußen die Schermbecker noch abfangen können. Doch die sicherte sich den letzten fehlenden Zähler eindrucksvoll dreifach.

„Die Mannschaft hat sich noch einmal hier zu Hause von ihrer besten Seite gezeigt und ein Feuerwerk abgebrannt“, lobte Schlebach. „Angesichts der Chancen hätte der Sieg natürlich höher ausfallen können. Aber darüber wollen wir jetzt nicht meckern, sondern uns über die Vize-Meisterschaft und unser Bonusspiel freuen.“

Wie der Coach wird ein kleiner Teil der Mannschaft unter der Woche einen Kurz-Urlaub einlegen, spätestens am Freitag sind aber alle wieder an Bord. Der größere Teil der Schermbecker wird von Co-Trainer Kenan Osma auf Trapp gehalten, obwohl dieser vor dem Anpfiff wie die Kicker Hakan Osma, Dean Peters, Mirko Urban, Inan Basar, Lucas Kwiatkowski und Dominik Milaszewski offiziell verabschiedet wurden. Gerne würden sie als Oberliga-Aufsteiger gehen.

Zurück an alter Wirkungsstätte war Eintracht-Trainer Erdal Dasdan, der mit den Coesfeldern aber auch zurück in die Landesliga muss. „Ich bin dem SVS immer noch dankbar für das Vertrauen damals, es hat sich für meinen Weg ausgezahlt“, so der Weseler Dasdan, der fünfeinhalb Jahre in Schermbeck tätig war, zumeist als Co-Trainer von Martin Stroetzel. Die DJK hatte er im vergangenen Jahr in der Relegation in die Verbandsliga geführt. „Jetzt drücke ich den Schermbeckern die Daumen, dass auch sie es im letzten Spiel schaffen.“

Vor der guten Kulisse von 250 Zuschauern erspielten sich die Platzherren vom Anpfiff an Chancen fast im Minutentakt, doch sie brachten das Leder nicht über die Linie. Nicht nur beim Volleykracher von Milaszewski an die Innenkante des Winkels gab es ein Raunen (16.).

Gebührend gefeiert, allen voran vom Torschützen selbst, dann die Führung. Verteidiger Kevin Ewald köpfte einen Freistoß von Marek Klimczok ins lange Eck und zelebrierte seinen ersten Saisontreffer mit einer Turneinlage (27.). Kurios das 2:0: DJK-Keeper Medding hatte bis dato hervorragend gehalten, doch einen nicht voll erwischten Milaszewski-Schuss ließ er durch die Beine rutschen (41.).

Nach dem Seitenwechsel kamen auch die beiden Sturmspitzen zu ihren Erfolgserlebnissen. Tim Dosedal sorgte mit dem 3:0 (55.) für die Vorentscheidung, Nikolai Nehlson (59./79.) legte nach.

„Die Chancen auf den Aufstieg stehen bei 50:50“, sagte Schlebach. Ein SVS-„Spion“ sah in Wickede ein 2:2 gegen Brünninghausen.