4:2! SV Schermbeck klettert auf den zweiten Platz

Brachte den SVS in Maaslingen in Führung, ließ aber auch einige Möglichkeiten liegen: SVS-Torjäger Tim Dosedal.
Brachte den SVS in Maaslingen in Führung, ließ aber auch einige Möglichkeiten liegen: SVS-Torjäger Tim Dosedal.
Foto: WAZ FotoPool / Gerd Hermann
Was wir bereits wissen
Fußball-Westfalenligist SV Schermbeck siegte beim Schlusslicht SC RW Maaslingen mit 4:2 und liegt nun auf Rang zwei, der nach derzeitigem Stand Relegationsspiele bringt.

Schermbeck..  Spitzenreiter SC Paderborn II marschiert unbeirrbar vorne weg, doch der SV Schermbeck ist seit gestern alleinige zweite Kraft in der Fußball-Westfalenliga. Mit dem 4:2 (2:0)-Erfolg beim Schlusslicht SC RW Maaslingen schob sich die Elf von Trainer Christoph Schlebach am bisherigen Tabellenzweiten Preußen Münster II (1:3 in Hiltrup) vorbei. „Der zweite Rang ist unser neue Ziel“, sagte der Coach nach dem „Dreier“ am fünftletzten Spieltag. Und diese Vizemeisterschaft ist nach derzeitigem Stand mit einem zusätzlichen Bonbon versehen.

Denn dem Tabellenzweiten winkt eine Relegationsrunde um den Oberliga-Aufstieg gegen den Zweitplatzierten der Gruppe 2. Allerdings hängt dies noch von der Abstiegskonstellation in der Regionalliga West ab. Ein Spieltag vor dem Saisonende liegt Wattenscheid 09 auf einem Nicht-Abstiegsplatz, zwei Zähler vor dem KFC Uerdingen. Bleibt es bei dieser Reihenfolge auch nach dem nächsten Samstag, wird noch ein zusätzlicher Platz in der Oberliga Westfalen frei.

Diesen kann der SV Schermbeck nach dem Ausrutscher von Münster II nun aus eigener Kraft erreichen. Dabei verpasste es der neue Tabellenzweite, beim Schlusslicht Maaslingen frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. „Schließlich haben die hinten teilweise offen wie ein Scheunentor gespielt“, konstatierte Christoph Schlebach. Der SVS kreierte ohne die beiden gelbgesperrten Marek Klimczok und Jannis Scheuch auch zahlreiche Chancen, ging damit aber fahrlässig um.

Bereits vor der Pause hätten die Schermbecker alles klar machen können. Tim Dosedal markierte nach 13 Minuten zwar die Führung, doch der Torjäger scheiterte auch vollkommen freistehend vor dem Keeper der Platzherren (26.). Sturmpartner Nikolai Nehlson erhöhte zur scheinbar sicheren 2:0-Halbzeitführung (40.).

Nach dem Seitenwechsel ging es zunächst Schlag auf Schlag. Evans Ankomah-Kissi leistete sich ein Foul im Strafraum, Robert Kleine verwandelte zum Anschlusstreffer (51.). Inan Basar stellte den alten Abstand wieder her (55.), aber erneut Kleine verkürzte (59.). „Danach waren wir zehn Minuten lang etwas unsortiert“, räumte Schlebach ein. Anschließend tauchten Dosedal (77.), Dominik Milaszewski (81.) und Aykut Akyildiz (87.) alleine vor dem Maaslinger Keeper auf, brachten den Ball aber nicht im Netz unter. Erst Milaszewski erlöste den SVS (90.). „Das war ein hochverdienter Sieg, der aber höher hätte ausfallen müssen“, bilanzierte Trainer Christoph Schlebach.

SVS: Krückemeier; Akyildiz, Ankomah-Kissi, Kwiatkowski, Helling, Turgut, Niehoff (75. Niewerth), Basar (88. Ewald), Milaszewski, Nehlson (80. Osma), Dosedal.