3:2! Tim Krückemeier rettet SV Schermbeck den Sieg

Es hat eingeschlagen: Jannis Scheuch, Evans Ankomah-Kissi, Tim Krückemeier und Lucas Kwiatkowski (von links) brachten die 3:0-Führung gegen TuS Dornberg beim 3:2-Sieg noch so gerade übe die Zeit.
Es hat eingeschlagen: Jannis Scheuch, Evans Ankomah-Kissi, Tim Krückemeier und Lucas Kwiatkowski (von links) brachten die 3:0-Führung gegen TuS Dornberg beim 3:2-Sieg noch so gerade übe die Zeit.
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma
Was wir bereits wissen
Mit 3:0 lag Fußball-Westfalenligist SV Schermbeck gegen TuS Dornberg zur Pause vorne. Doch der Tabellenzweite musste noch kräftig zittern, ehe das 3:2 amtlich war.

Schermbeck..  Für den Fußball-Westfalenligisten SV Schermbeck zählten allein die drei Punkte, alles weitere – ganz schnell abhaken. Der Tabellenzweite bezwang die Elf des TuS Dornberg, die sich aus dieser Klasse freiwillig zurückzieht und auch nur mit einem Auswechselspieler angereist war, mit 3:2 (3:0). Dabei zitterte sich das Team zum Abpfiff. Am Ende wäre für die Gäste sogar ein Zähler drin gewesen, aber SVS-Schlussmann Tim Krückemeier rette den „Dreier“ gegen den frei vor ihm auftauchenden Sherif Alassane (85.).

Das Daumen drücken der Schermbecker am Samstag zugunsten des Regionalligisten Wattenscheid 09 hatte sich gelohnt. Dem Bochumer Vorort-Klub gelang der Klassenerhalt, damit gibt es am 18. Juni ein Entscheidungsspiel zwischen den Tabellenzweiten der beiden Westfalenliga-Gruppen um den Oberliga-Aufstieg. Dabei besitzen die Schermbecker die besten Karten in der Gruppe 1, liegen sie doch drei Zähler vor Preußen Münster II. In der Gruppe 1 läuft alles auf TSV Marl-Hüls oder Westfalia Wickede hinaus. Beide Teams liegen punktgleich an der Tabellenspitze und sieben Zähler vor dem DSC Wanne-Eickel.

Drei Spieltage vor dem Saisonende nimmt der Druck naturgemäß zu, Ausrutscher sind kaum noch auszubügeln. Vielleicht lähmte dies die Platzherren. Trainer Christoph Schlebach stellte seinen Kickern zur Pause aber eine ganz andere Frage. „Ich wollte wissen, ob sie jetzt schon feiern wollen“, erzählte der Coach nach dem Abpfiff. Einerseits den Klassenerhalt der Wattenscheider oder eventuell den 36. Geburtstag ihres Teamkollegen Marek Klimczok? Denn trotz der drei Treffer in Durchgang eins wusste der SVS alles andere als zu überzeugen.

So haben sie gespielt

Immerhin konnten sich die Schermbecker eine nahezu hundertprozentige Chancenverwertung auf die Fahnen schreiben. Torjäger Tim Dosedal nutzte zwei Assists vom Dominik Milaszewski eiskalt aus (26./42.) und Lucas Kwiatkowski war ebenfalls Nutznießer einer gelungen Vorarbeit Milaszewskis (45.). „Diese drei Tore täuschten aber gewaltig“, meinte Christoph Schlebach. Bis auf eine gefährliche Standardsituation des Dornberger Spielertrainers Ersin Gül ließ der Gastgeber wenigsten hinten nichts anbrennen.

Das sollte sich in Hälfte zwei grundlegend ändern. Alassane (47.) und Ferhat Kurtulus (57.) brachten den Gast schnell auf 2:3 heran. Nun bettelte der SVS oft um den Ausgleich, Ordnung und bis zum Ende durchdacht ausgespielte Konter blieben eine Ausnehme. Dosedal (55./70./78), Milaszewski (62.) und Kilian Niewerth (72.) kamen eher zufällig zu ihren Chancen. Die Defensive schwamm gewaltig, ging aber nicht baden.

„Das war eines der schlechtesten Spiele, die wir in dieser Saison abgeliefert haben“, gestand Schlebach. Und der Abpfiff kam keine Sekunde zu früh, denn „das wäre nicht mehr lange gut gegangen“, so der 47-Jährige.