3:1! Wechsel-Mut des Dingdener Trainers zahlt sich aus

Maike Schmitz findet sich im Drittliga-Team der Blau-Weißen immer besser zurecht. Sie stand zweieinhalb Sätze lang auf dem Feld.
Maike Schmitz findet sich im Drittliga-Team der Blau-Weißen immer besser zurecht. Sie stand zweieinhalb Sätze lang auf dem Feld.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
In der Hinrunde hätten sie so ein Spiel verloren, meinte Trainer Olaf Betting. Doch mit neuer Taktik siegten die Drittliga-Volleyballerinnen von BW Dingden in Hannover mit 3:1.

Hamminkeln..  Die Volleyballerinnen von BW Dingden haben nach der Winterpause einen optimalen Start hingelegt. Auch wenn der Drittligist nach Einschätzung von Trainer Olaf Betting „kein schönes Spiel“ geboten hatte, so stand als Gast von GFL Hannover am Ende doch ein 3:1 (25:19, 15:25, 25:23, 25:22)-Erfolg. Und dies in einer Partie, die „wir in der Hinrunde noch verloren hätten“, wie der Coach anmerkte.

Doch was hat sich gegenüber den ersten neun Auftritten des Aufsteigers geändert? „Das Trainer-Gespann ist in der 3. Liga angekommen“, sagte Olaf Betting, der zusammen mit Carsten Schmeink die Blau-Weißen betreut. Nun seien sie mutiger geworden und trauten sich zu, häufiger zu wechseln. „Sonst haben wir oft gedacht, die sechs Spielerinnen auf dem Feld, die schaffen das noch“, erläuterte Betting. Diese Einschätzung gehöre jetzt der Vergangenheit an.

Den neuen Mut stellten Betting und Schmeink auch in der niedersächsischen Landeshauptstadt unter Beweis. Sobald es nicht rund lief, reagierten die Übungsleiter. „Dabei kam durch die Wechsel nie ein Bruch ins Spiel, sondern es wurde besser“, erzählte Olaf Betting. Alle zwölf Spielerinnen verzeichneten in Hannover Einsatzzeiten. Dieser ausgeglichen besetzte Kader habe letztlich auch den Unterschied gegenüber den Gastgeberinnen ausgemacht. „Das war der Schlüssel zum Erfolg. Uns zeichnet aus, dass der gesamte Kader passt“, lobte der Dingdener Trainer nach dem sechsten Saisonsieg im zehnten Meisterschaftsspiel.

Vollsperrung wegen Malandas Unfall

Erstmals entschieden die Blau-Weißen dabei auch die richtig knappen Sätze zu ihren Gunsten. Durchgang eins verlief allerdings noch maßgeschneidert für die Gäste und ohne große Probleme. „Da haben wir Hannover von Anfang an erfolgreich unter Druck gesetzt“, analysierte Betting. Diese Dominanz war jedoch im zweiten Satz verflogen. Annahme- und Abstimmungsprobleme bestimmten nun den Auftritt.

Es wurde umgestellt und wieder zurückgewechselt – so fand BWD zurück in die Erfolgsspur. Auch als beispielsweise Vera Koopmann im vierten Durchgang beim Blocken einen Ellbogen ins Gesicht bekam und für kurze Zeit raus musste, der Rhythmus ging nicht verloren. Anna Wißmann fügte sich nahtlos ins Spiel ein.

„Diejenigen, die reingekommen sind, wollten sich beweisen und haben gezeigt, dass sie ins Team gehören“, sagte Betting. Auch höhere Rückstände wie das 16:20 im dritten Satz wurden so aufgefangen. Trotz des Sieges wollte Olaf Betting aber noch nicht von einem großen Schritt in Richtung Klassenerhalt sprechen. „Es war nun ein Schritt, mehr nicht.“