29:30! SVS nähert sich Tabellenkeller
12.02.2012 | 19:38 Uhr 2012-02-12T19:38:00+0100
Schermbeck.Da wurden Erinnerungen wach. „Der Sieg war glücklich. Ein Unentschieden wäre sicher gerecht gewesen“, meinte Jürgen Pannenbecker. Er ist der Trainer des Handball-Verbandsligisten Hülser SV.
Und wie vor zwei Wochen schon Peter Wiedemann, Coach des TV Schwafheim, sagte auch er am Samstag diese Worte nach einem Auswärtsspiel beim SV Schermbeck. Im dritten Anlauf wurde es wieder nichts mit dem ersten Heimsieg der Rot-Weißen in diesem Jahr. Und wie schon beim zweiten Versuch gegen Schwafheim verlor der SVS auch gegen den bis dato um zwei Punkte schlechteren Tabellenelften aus Krefeld beim 29:30 (14:14) nach einem ausgeglichenen Spiel mit nur einem Tor Unterschied.
Erneut hat ein Konkurrent aus der unteren Tabellenhälfte die Schermbecker überholt. Der SVS rutscht von Platz neun weiter ab. „Grundsätzlich gehören wir von der Qualität her nicht da unten hin“, glaubt Michael Nölscher an sein Team. Der Coach stellt aber auch klar: „Es wäre vermessen, zu sagen, wir bräuchten uns keine Sorgen zu machen. Wir müssen uns mit der Situation auseinander setzen und Punkte sammeln für den Abstand nach unten.“
Diese Aufgabe stellt sich seit der langen Auswärtsspielfolge aber gerade zu Hause als sehr schwierig für den SVS heraus. „Wir haben noch acht Heimspiele. Aber wir dürfen nicht glauben, dass das ein Selbstläufer wird“, warnt Philip Busjan davor, „in eine Lethargie zu verfallen“. Dabei war es der Keeper der Schermbecker, der am besten beobachten konnte, dass das Spiel rein theoretisch unentschieden hätte enden müssen. „Der Ball war eindeutig nicht drin“, sagte Busjan zu der Szene, die zum 27:25 für Hüls führte. Der Ball sprang gegen den Innenpfosten und Busjan nahm ihn vor der Linie auf. Die Schiedsrichter entschieden auf Tor. „Wir hatten aber auch schon mit drei Toren geführt“, merkte Busjan, der es selbst auf 19 abgewehrte Bälle brachte, den 21:18-Vorsprung an (41.), den die Hausherren nicht über die Zeit brachten. Stattdessen gelang dem SVS ab dem 24:24 (48.) keine Führung mehr.
So langte es im fünften Spiel in Folge erneut nicht zum Sieg. „Wir stehen wieder mit leeren Händen da“, so Nölscher, „aber ich habe ein Team gesehen, dass 60 Minuten gefightet hat“, ist dem Coach nicht bange. Auch Jürgen Pannenbecker meinte: „Ich glaube nicht, das Schermbeck am Ende unten drin stehen wird.“ Und darauf gab ihm Nölscher dann gleich mal die Hand.
SVS: Philipp Busjan, Niklas Bell; Frederik Bell (11/4), Sebastian Seibel (4), Felisiak (4), Janduda (3), Hermann (3), Kuhn (2), von Berg (1), Hinz (1).
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