22:29! HSG Wesel im Pokalfinale ohne Chance

Fabian Gorris hat seine Zusage bei der HSG Wesel für die nächste Saison bekräftigt, sich in Friedrichsfeld aber am Knie verletzt.
Fabian Gorris hat seine Zusage bei der HSG Wesel für die nächste Saison bekräftigt, sich in Friedrichsfeld aber am Knie verletzt.
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma
Im Pokalfinale standen die Verbandsliga-Handballer der HSG Wesel auf verlorenem Posten und unterlagen dem Oberligisten Jahn Hiesfeld mit 22:29.

Wesel..  Die Überraschung blieb aus, die Vorzeichen dafür waren allerdings auch nicht gerade günstig. Mit 22:29 (11:15) verlor Verbandsligist HSG Wesel das Finale des Handball-Kreispokals gegen den Oberligisten TV Jahn Hiesfeld. Den Einzug in das letzte Spiel dieses als „Final Four“ ausgetragenen Turnieres in der Halle des Gymnasiums Voerde Nord hatten sich die Hansestädter mit einem 39:28 (12:15)-Sieg im Halbfinale gegen die gastgebende SV 08/29 Friedrichsfeld gesichert.

„Wir kamen heute für einen Sieg gegen Hiesfeld zu keinem Zeitpunkt in Frage“, räumte HSG-Trainer Sven Esser offen ein. „Wir hatten durch die ganzen Ausfälle schnell nur noch einen Auswechselspieler. Das ist natürlich zu wenig, so war die Luft aus diesem Spiel schnell raus.“ Die beiden Keeper Philip Busjan und Richard Kalus verhinderten mit jeweils zwei parierten Siebenmetern eine noch deutlichere Niederlage.

Ohne den verhinderten Fynn Walla, den verletzten Oliver Rühl, den erkrankten Michael Nölscher sowie den pausierenden Christopher Timmermann, der am Samstag seinen Polterabend unter anderem mit seinen Mitspielern gefeiert hatte, saßen im Finale schon nur noch zwei Auswechsel-Feldspieler auf der HSG-Bank. Als dann auch noch Haupttorschütze Fabian Gorris sich das Knie verdrehte, war es nur noch einer.

Fabian Gorris bekräftigt Zusage

„Wir hoffen sehr, dass es bei Fabian nichts Schlimmeres ist. Das Knie ist immerhin nicht dick geworden“, so Esser, der in Sachen Fabian Gorris aber auch gute Neuigkeiten hat: „Er hat uns für die nächste Saison noch einmal fest zugesagt.“ Gorris war zuletzt kräftig vom künftigen Liga-Konkurrenten MTV Rheinwacht Dinslaken „angebaggert“ worden.

Dass es die HSG überhaupt ins Endspiel geschafft hatte, war einer deutlichen Leistungssteigerung in der Partie gegen Friedrichsfeld zu verdanken. Nach einem 12:15-Rückstand gewann der Favorit gegen den Bezirksligisten Durchgang zwei mit 27:13. „Wir haben in der ersten Halbzeit richtig schlecht gespielt, die Dinge angesprochen und die Abwehr komplett umgestellt“, erläuterte Sven Esser, der den Weselern eine offensive 5-1-Deckung mit Youngster Matthias Kalus als Spitze verordnete. Zudem drückte die HSG ab da richtig aufs Tempo gedrückt. Dieses konnte der Bezirksligist aus Friedrichsfeld dann irgendwann nicht mehr mitgehen.

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Zum erstmals als „Final-Four“-Turnier ausgetragenen Pokal-Finale mit Damen und Herren an einem Wochenende in einer Halle meinte Sven Esser: „Die Grundidee finde ich gut und ausbaufähig, sie hätte allerdings mehr Zuschauer verdient gehabt. Friedrichsfeld hat sich als Gastgeber sehr viel Mühe gegeben und drumherum einiges organisiert. Aber die Fußball-Entscheidungen im Fernsehen dürften auch einige Leute ferngehalten haben.“