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Handball-Verbandsliga

22:23! Happy End für SVS bleibt aus

29.01.2012 | 16:14 Uhr
22:23! Happy End für SVS bleibt aus
war zusammen mit Heiko Kreilkamp und Frederik Bell erfolgreichster Torschütze des SVS. jeder aus dem Trio brachte es auf vier Treffer, doch am Ende hieß es unglücklich 22:23 gegen den TV Schwafheim. (Foto: Jo Gernoth)

Schermbeck.Christopher Seibel schüttelte den Kopf: „Es soll einfach nicht klappen“, schnaufte der Kapitän des SV Schermbeck. Auch im zweiten Heimspiel in diesem Jahr – und dem erst vierten in dieser Saison – gingen die Verbandsliga-Handballer leer aus.

Mit dem Debakel vor Wochenfrist war die Partie gegen den TV Schwafheim am Samstag aber keineswegs zu vergleichen. Diesmal sahen die eher spärlich erschienenen Zuschauer einen Handballkrimi an der Erler Straße. Aus ihrer Sicht nur ohne Happy End. Zwei Sekunden vor Schluss traf Christian Rakebrand nach einem Freiwurf zum 23:22 (10:10)-Sieg der Gäste.

„Auf die Sechs“, hatte Michael Nölscher noch vor dem Freiwurf über das Feld gerufen. Die Spieler folgten dem Trainer, doch Rakebrand fand die Lücke. Die Stimmung in der Halle hatte längst ihren Siedepunkt erreicht. Denn nicht wenige Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns sorgten für Unmut bei den Rot-Weißen. Kurz vor dem Siegtreffer hatte Tobias Hermann die Führung für den SVS in der Hand. „Der Gegner läuft klar durch den Kreis“, zürnte Hermann später und trat vor die Kabinentür. Denn die Schiedsrichter hatten es anders gesehen. So traf Hermann in Bedrängnis den Fuß des Schwafheimer Torwarts. Nur ein Beispiel für die oft fragwürdigen Entscheidungen des Gespanns.

Auch Michael Nölscher war nicht einverstanden, besann sich aber auf das Sportliche. Als „sehr konzentriert und sehr motiviert“, beschrieb der Coach das Spiel seiner Sieben: „Wir haben allen Unkenrufen zum Trotz gezeigt, dass wir ein funktionierendes Team sind. Durch eine starke Abwehrleistung haben wir uns nach einem Vier-Tore-Rückstand wieder ins Spiel gebracht.“ Ab der 40. Minute setzte sich der TVS erstmals ab. Der bullige Kevin Wiedemann hatte den SVS trotz Manndeckung vor Probleme gestellt. Doch nach dem 15:19-Rückstand (45.) stellte der SVS auf eine 5-1-Deckung um und kam durch Tempogegenstöße wieder zum Ausgleich (21:21/56.).

Zuvor war das Spiel bei permanentem Führungswechsel so unentschieden, wie Nölscher es „lange nicht erlebt“ hatte. Und auch sein Gegenüber Peter Wiedemann gestand ein: „Ein Remis wäre gerecht gewesen. Der Sieg war glücklich.“

Doch so stand am Ende auch im zweiten Heimauftritt die Null beim SVS. In einer Woche geht’s bei den Moerser Adlern zu einem der drei letzten Auswärtsspiele. „Endlich wieder“, nahm dann auch Christopher Seibel die Heimpleite später mit Humor.

SVS: Niklas Bell, Busjan; Janduda (4), Kreilkamp (4), Frederik Bell (4/1), Felisiak (3), Hermann (3), Christopher Seibel (2), von Berg (1), Kerbstadt (1).

Sven Kowalski

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