2:3! SV Bislich fühlt sich vom „Schiri“ betrogen

Angelo Sicurello, Matthias Boland und Paul Kerzel (v.l.) können den Schiedsrichter weder beim Tor, noch bei „Rot“ gegen Sven Scholten umstimmen.
Angelo Sicurello, Matthias Boland und Paul Kerzel (v.l.) können den Schiedsrichter weder beim Tor, noch bei „Rot“ gegen Sven Scholten umstimmen.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Zwei Minuten vor dem Abpfiff kochten die Gemüter über: Der Fußball-Bezrksligist SV Bislich kassierte das 2:3 nach einem vermeintlichen Handspiel.

Wesel..  Der SV Bislich kassierte am Samstag einen Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga. Das Team von Trainer Dennis Lindemann, das zuletzt drei Mal in Serie ohne Niederlage geblieben war, verlor das Heimspiel gegen den Titelaspiraten SV Hönnepel-Niedermörmter II unglücklich mit 2:3 (1:1). Dabei platzte dem SVB-Coach nach dem Abpfiff der Kragen. Sein Zorn richtete sich gegen den Schiedsrichter, der seiner Meinung nach krasse Fehlentscheidungen getroffen hatte. Auch am Gegner ließ er anschließend kein gutes Haar.

Der Auslöser war die 88. Spielminute, die die Gemüter der Bislicher Kicker und Trainer erhitzte. Beim Stande von 2:2 leitete der Gast einen Angriff über die linke Seite ein und Stürmer Daniel Beine kam zum Abschluss. Zunächst parierte SVB-Schlussmann Sven Scholten, der ohnehin eine gute Leistung abgeliefert hatte, den Ball. Doch den Nachschuss verwandelte Beine zum 3:2-Endstand. Der Treffer löste unmittelbar wütende Proteste bei den Akteuren des SV Bislich aus. Ihrer Meinung nach habe Beine den Ball zuvor deutlich mit der Hand berührt und damit ein irreguläres Tor erzielt.

Die SVB-Spieler und Torwart Scholten stürmten deshalb auf den Schiedsrichter los, reklamierten lautstark das Handspiel. Der Unparteiische wurde dabei stark bedrängt. Er erhielt einen leichten Stoß, der allerdings unbeabsichtigt gewesen war. „Übeltäter“ Scholten war gestolpert und gegen den Schiedsrichter gefallen, der ihm daraufhin die Rote Karte zeigte. „Wir sind verpfiffen worden. Doch auch was der Gegner veranstaltet hat, war äußerst unsportlich“, sagte Bislichs Trainer Dennis Lindemann. Seine Spieler wollten gehört haben, wie Beine sein Handspiel im Kreise seiner Teamkollegen zugegeben habe.

In der ersten Hälfte hatte der Favorit klar das Geschehen bestimmt. Doch auch die Entstehung des 1:0 fiel in die Kategorie umstritten, da sich Torschütze Mehmet-Ali Cengiz im Luftduell gegen Angelo Sicurrelo klar aufgestützt hatte (17.). Danach vereitelte Scholten gleich mehrere gute Chancen des Gastes (17./32./33.). Der Bislicher Routinier Hakan Isik markierte unerwartet mit der ersten Torchance der Hausherren das 1:1 (44.). „Wir hatten zu Beginn zu viel Respekt“, räumte Lindemann ein.

Das änderte sich nach dem Wechsel. Der SVB ging mit breiter Brust voran und war fortan ein ebenbürtiger Gegner. Doch in der besten Bislicher Phase markierte Cengiz das 2:1 für den Gast (54.). Der SVB wehrte sich gegen die drohende Niederlage, auch wenn seine Angriffe oft zu harmlos waren. So war es ein sehenswerter Freistoß von Kai Sprenger, der den Ball zum verdienten 2:2 in den Winkel zirkelte (72.). Doch letztlich wurde die tolle Moral nicht belohnt – zum Ärger von Dennis Lindemann.

SVB: Scholten; Sprenger, Boland, Buhners, Sicurello (88. Sextro), Kerzel, Cagatay, Mansfeld, Cosgun, Isik (83. H. Wissing), Samoura (75. Beenen).