2:2! PSV Lackhausen kommt ordentlich aus den Startlöchern

Feierte beim PSV Lackhausen nach Muskelbündelriss sein Comeback im Test bei Hamborn 07: Christopher Abel (l.). Matthias Boland und der SV Bislich siegten mit 5:2 bei Viktoria Wesel.
Feierte beim PSV Lackhausen nach Muskelbündelriss sein Comeback im Test bei Hamborn 07: Christopher Abel (l.). Matthias Boland und der SV Bislich siegten mit 5:2 bei Viktoria Wesel.
Foto: WAZ FotoPool / Gerd Hermann
Was wir bereits wissen
Die Ansätze waren schon recht vierversprechend: Mit einen 2:2 bei Hamborn 07 startete Fußball-Landesligist PSV Lackhausen seine Testspielserie.

Am Niederrhein..  In seinem ersten Test zur Vorbereitung auf den Rückrundenstart der Fußball-Landesliga am 8. März beim SV Burgaltendorf trennte sich der PSV Lackhausen von den gastgebenden Sportfreunden Hamborn 07 mit 2:2 (1:0). „Ein flottes Spiel mit viel Bewegung“, so PSV-Trainer Roger Rütter nach dem Kick auf dem Kunstrasen des Bezirksliga-Vierten. Dabei habe ihm die aggressive Balleroberung gefallen, aus der die Elf aber zu wenig gemacht habe. Denn die Passsicherheit fehle noch. „Aber wo soll die auch herkommen, wenn man nie auf einem kompletten Platz trainieren kann?“, so Rütter. Zudem sei es das erste Spiel gewesen. „Bislang lag der Fokus auf Ausdauer, die einen so hohen Wert wie noch nie besitzt. Und die Mannschaft zieht gut mit.“

Kevin Kirstein besorgte das 1:0 per Freistoß selbst (32.) und bereitete das 2:1 durch Ismail Hamzaoglu (51.) vor, der noch den Torwart umkurvte. Sein Comeback nach einem Muskelbündelriss feierte Christopher Abel. „Er hat auf der rechten Seite schon wieder ordentlich Palaver gemacht, das brauchen wir“, freute sich Rütter. Spürbar sind beim PSV allerdings noch die Folgen der Hallen-Stadtmeisterschaft. Während Viktor Klejonkin (doppelter Bänderriss im Sprunggelenk) in zwei Wochen wieder einsteigen möchte, ist die Rückkehr von Keeper Valentin Leber (Innenbandriss im Knie) ungewiss. Dennis Sengbusch wartet mit seiner Fußblessur noch auf einen MRT-Termin.

Viktoria Wesel - SV Bislich 2:5 (0:2). Sabri Bulut (10.), Sebastian Buhners (20./73.), Marc Ressel (76.) und Angelo Sicurello (77.) – so liest sich beim SVB im Gegensatz zur Hinrunde nicht die Ausfall-, sondern die Torschützenliste beim Erfolg des Bezirksligisten beim B-Ligisten. „Uns haben zwar immer noch drei, vier Leute gefehlt. Aber mit dieser Aufstellung zur Rückrunde wären wir schon einen Schritt weiter“, sagte SVB-Trainer Dennis Lindemann. Besonders Bulut ist nach seiner Leisten-OP wie ein Neuzugang bei den Schwarz-Weißen. „Die erste Halbzeit hat mir gefallen, in der zweiten Hälfte haben wir zu viele Fehler gemacht“, so Lindemann. Am Freitag absolvieren die Bislicher Kicker auf eigenen Wunsch ein Extra-Training. „Ich hatte ihnen eigentlich karnevalsfrei gegeben, aber das freut mich natürlich.“

Viktoria-Trainer Rocco Steinert konnte personell nicht viel beziehungsweise nur unfreiwillig ausprobieren: „Es haben viele Leute gefehlt. Ich selbst und Torwart Manuel Werdelmann mussten nachher noch rein.“ Es traf für die Viktoria neben Demir Talic (80.) Neuzugang Hussein Balhas (50.). „Er kommt vom VfL Bocholt 45, kennt bei uns ein paar Leute und wollte mal was Neues ausprobieren“, erzählte Rocco Steinert.

GW Lankern - PSV Lackhausen II 2:0 (0:0). Die dritte Niederlage in Folge auf dem Kunstrasen des Gegners kassierte die PSV-Reserve – oder was davon übrig war. Betreut wurden die Postsportler von Co-Trainer Nuri Talay, Coach Aycin Özbek hütet mit einer Grippe das Bett. „Wir haben dank der dritten und vierten Mannschaft 13 Leute zusammenbekommen“, so Talay. „Dafür war das in der ersten Halbzeit in Ordnung.“ Danach habe die Kraft gefehlt, zumal der PSV II verletzungsbedingt am Ende nur noch zu zehnt war. Pech hatte Orkay Güclü mit einem Pfostenschuss.

„In der ersten Hälfte hatte der Gegner leichte Vorteile. Aber nach der Pause besaßen wir gute Konterchancen, sind in der Schlussviertelstunde allerdings auch noch unsortiert geworden“, sagte GWL-Trainer Uli Kley-Steverding. Es trafen Rudi Graef (66.) und Daniel Bott (90.). Für die Lankerner war es der letzte Test vor dem Start am 22. Februar mit dem Derby bei BW Dingden.

BW Dingden - SC Bocholt 26 1:3 (1:1). Der blau-weiße Nachbar der Lankerner bestritt sein drittes Testspiel gegen einen Bezirksligisten binnen einer Woche und unterlag nach zwei Siegen erstmals. „Die erste Hälfte war noch gut. Aber in der zweiten Halbzeit konnten wir uns öfter nicht mehr befreien“, so der Dingdener Coach Dirk Juch. „Das macht aber nichts, die Mannschaft ist auf einem guten Weg.“ Carsten Bleise (22.) hatte BWD in Führung geschossen.

Hamminkelner SV II - SV Brünen 3:2 (1:1). Sogar das dritte Spiel innerhalb von nur vier Tagen bestritt der SVB. Gegen SuS Isselburg hatte der A-Ligist noch mit 8:1 (4:0) dank der Treffer von Torsten Bongers (3), Dionisios Broumas, Ben Hutmacher, Marcel Dahm, Antranik Kodak und Maurice Schnigge gewonnen. „Das ist natürlich ein hartes Programm. Trotzdem hätte ich von den sogenannten Leistungsträgern noch ein wenig mehr Engagement erwartet“, so Trainer Steffen Herden. „Zudem sind wir überhaupt nicht mit dem schnellen, rutschigen Kunstrasen zurechtgekommen.“

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Zufrieden war HSV II-Coach Dennis Reddmann: „Es hat mich positiv überrascht, dass die Mannschaft mit dem Experiment Dreierkette über 60 Minuten so gut klargekommen ist.“ Für sein Team trafen Jens Altmann (29.) und Carsten Schneider (55./69.), für die Gäste Jan Rother (9.) und der Trainer in spe Marcel Kirsch (81.).

Weseler SV - VfR Mehrhoog 5:2 (2:0). „Wir hatten mal fast alle Leute beisammen und haben das gut gemacht“, so WSV-Trainer Bernd Pagojus, dessen C-Liga-Primus im Sommer gegen den VfR noch mit 4:5 unterlegen war. „Darauf lässt sich aufbauen.“ Lediglich die Pause verhinderte den Hattrick von Marvelle Frugé (10./25./55.). Zudem trafen für den Spielverein Wadim Liske (61.) und Jonas Rösner (80.), für den Gast Christian Bückemeyer (70.) und Pascal Brill (82.).

Deren Trainer Thomas Ridder war von seiner höherklassigen Elf enttäuscht: „Der WSV hat gute Jungs dabei, aber wir haben es ihnen zu lange auch zu einfach gemacht. Wenn man im Test bei Kälte auf Asche die Zweikämpfe nicht richtig annimmt, macht man das in der Meisterschaft nachher auch nicht.“