2:0! SV Bislich besiegt 1. FC Kleve II in Unterzahl

Fehlentscheidung: SVB-Torhüter Sven Sextro(Mitte) sah zu unrecht wegen einer „Notbremse“ die Rote Karte.
Fehlentscheidung: SVB-Torhüter Sven Sextro(Mitte) sah zu unrecht wegen einer „Notbremse“ die Rote Karte.
Foto: WAZ FotoPool

Wesel..  Tobias Engels war nach dem Schlusspfiff zunächst sprachlos. Der Co-Trainer des Fußball-Bezirksligisten SV Bislich brauchte nach einem aufregenden Mittwochabend einige Minuten, um die passenden Worte über den Auftritt seiner Mannschaft zu finden, die zuvor einen großen Kraftakt erfolgreich abgeschlossen hatte. Der SVB schaffte im Heimspiel auf matschiger Asche gegen den 1. FC Kleve II einen 2:0 (0:0)-Erfolg und das in rund 60-minütiger Unterzahl. „Das war ein Sieg des Willens und er war einfach nur hochverdient“, freute sich Engels.

Es war nicht nur der erste dreifache Punktgewinn im Fußballjahr 2015, der SVB erzielte damit nach vier torlosen Partien seinen ersten eigenen Treffer. Auch die Tabellensituation hat sich für die Schwarz-Weißen deutlich verbessert. Sie verließen die Abstiegsränge und kletterten auf Platz neun. „Der Abstiegskampf ist Kopfsache. Da ist so ein wichtiger Triumph sehr wichtig für die Moral“, so Engels.

In der ersten Halbzeit erhitzte eine Szene die Gemüter. Bislichs Verteidiger Kai Sprenger passte den Ball in der 33. Minute auf Keeper Sven Sextro. Doch das Spielgerät blieb beinahe in einer großen Pfütze stecken und verlangsamte sich stark. Der SVB-Schlussmann eilte heraus, grätschte mit vollem Risiko zuerst den Ball aus der Gefahrenzone und traf anschließend einen Klever Akteur. Der Schiedsrichter wertete das Einsteigen von Sextro als Notbremse und stellte ihn zu unrecht vom Platz.

Dennis Lindemann, Trainer des SVB, fluchte am Spielfeldrand. „Das war eine klare Fehlentscheidung“, wetterte er. Sven Sextro meinte: „Ich war klar und deutlich zuerst am Ball. Das war kein Foul“, sagte er. Es war seine erster Platzverweis in zehn Jahren als Senior.

Doch der Gastgeber ließ sich davon nur kurz beirren. Er war ohnehin über 90 Minute das klar bessere Team. Vor dem Platzverweis des SVB-Torhüters hatten Hendrik Wissing (3.) und Engin Vural (11.) guten Chancen zur Führung. Alpha Samoura vergab die beste Möglichkeit aus kurzer Distanz. (28.). Selbst nach dem Seitenwechsel gab der SVB in Unterzahl das Kommando vor - und wurde belohnt. Zunächst profitierte Bislich von einem Eigentor des Klevers Marco Hülkenberg, der nach einer Flanke von Ertug Cosgun ins eigene Netz traf (83.). Anschließend schloss Engin Vural (87.) eine tolle Einzelaktion zum verdienten 2:0-Endstand ab und vollendete damit den Bislicher Kraftakt.

SVB: Sextro; Boland, Sprenger, Buhners, Cosgun, H. Wissing (55. Remy), Kerzel, Olm, Isik (33. Scholten), Samoura, Vural (88. Lindemann).

Tore: 1:0 Hülkenberg (83./ET), 2:0 Vural (87.).

Rote Karte: Sven Sextro (37./SVB/Notbremse).