1:4! Jetzt kommt es zum Finale um die Oberliga-Relegation

Alle Anweisungen fruchteten diesmal nicht: Christoph Schlebach verlor mit dem SV Schermbeck 1:4 bei TuS Hiltrup. Nun steigt ein Endspiel.
Alle Anweisungen fruchteten diesmal nicht: Christoph Schlebach verlor mit dem SV Schermbeck 1:4 bei TuS Hiltrup. Nun steigt ein Endspiel.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die Entscheidung fällt doch erst am letzten Spieltag. Nach dem 1:4 in Hiltrup benötigt Fußball-Westfalenligist SV Schermbeck weiterhin noch einen Punkt für die Oberliga-Relegation.

Schermbeck..  Die Schützenhilfe des als Meisters feststehenden SC Paderborn 07 II (0:1 bei Preußen Münster II) hatte es nicht gegeben, und der noch benötigte eigene eine Zähler blieb auch aus. Mit 1:4 (0:1) unterlag Fußball-Westfalenligist SV Schermbeck bei TuS Hiltrup. Drei Punkte beträgt vor dem letzten Spieltag der Vorsprung des Tabellenzweiten auf die Zweitvertretung aus Münster, ein Zähler muss kommenden Sonntag gegen DJK Eintracht Coesfeld her. Nur dann hat der SVS das Relegationsspiel um den Oberliga-Aufstieg wirklich sicher, Gegner wäre am 21. Juni Westfalia Wickede.

Trotz der Niederlage haben es die Schermbecker also weiterhin selbst in der Hand. „Im ersten Endspiel haben wir das leider verpasst“, bedauerte Trainer Christoph Schlebach. In der letzten Saisonpartie kommenden Sonntag gegen Coesfeld gibt es nun die finale Chance. Dabei kommt der Tabellendrittletzte zum Waldsportplatz und mit ihm der ehemalige Schermbecker Co-Trainer Erdal Dasdan. „Dann geht es ans Eingemachte, da sind auch alle Mann wieder an Bord“, so Schlebach.

Beim Auftritt in Hiltrup hatte der 47-Jährige auf Tim Dosedal verzichten müssen. Der in dieser Saison bisher 16 Mal erfolgreiche Torjäger musste wegen der „Ampelkarte“ in Clarholz eine Partie pausieren. Vielleicht wäre es mit ihm anders gelaufen. Denn der SVS besaß vor dem 0:1 drei hochkarätige Chancen. Doch Nikolai Nehlson (2.) und Jannis Scheuch (34.) zögerten zu lange mit dem Abschluss, Evans Ankomah-Kissi traf frei vor dem Tor den Ball nicht richtig (34.).

Abschließend schlug der SVS-Schreck Gunvald Herdin zum ersten Mal zu – per Kopf (35.). Der 33-Jährige erlegte die Schermbecker danach mit zwei weiteren Treffern fast im Alleingang (55./76.). Scheuch verkürzte zwar (81.), doch eine Minute vor dem Abpfiff war erneut Herdin zur Stelle. „Aufgrund der zweiten Hälfte war es eine verdiente Niederlage, aber Hiltrup ist ja auch keine Laufkundschaft“, so Schlebach nach dem Abpfiff.

SVS: Krückemeier; Akyildiz (87. Letina), Ankomah-Kissi, Ewald, Helling (72. Bönighausen), Turgut, Niehoff (69. Niewerth), Milaszewski, Scheuch, Klimczok, Nehlso