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1:4! Ausgleich lässt alle Dämme beim SVS brechen

14.10.2012 | 20:34 Uhr
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1:4! Ausgleich lässt alle Dämme beim SVS brechen
Eine sichere Bank in der Abwehr: Moussa Ouattara, hier gegen den Ex-Schermbecker Tim Dosedal. Doch der Ex-Profi konnte nicht überall sein.Foto: Felix Hoffmann

Schermbeck. Zwei Spiele, neun Gegentore – mit insgesamt 20 auch die meisten in der Oberliga Westfalen. Die Kicker des SV Schermbeck stecken spätestens nach der 1:4 (0:0)-Heimschlappe am Sonntag gegen TuS Heven im Abstiegskampf. „Wir sind mittendrin“, räumte auch Trainer Martin Stroetzel ein. Dabei machte er die „Unselbstständigkeit“ seiner Akteure als Hauptmanko aus.

„Wir bekommen doch fast alle Gegentreffer auf der Seite des Spielfelds, wo wir als Trainer keinen Einfluss von außen nehmen können“, erklärte der 47-Jährige. Die erste Halbzeit habe er korrigieren können. Ergebnis – nicht nur vorne, auch hinten stand die Null. Doch mit dem ersten Gegentreffer „bricht alles wie ein Kartenhaus zusammen“, so Stroetzel. Ein Kommandogeber in der Abwehr fehlte ihm. Einer, der beispielsweise Florian Gerding hätte die Anweisung geben müssen, den Ex-Schermbecker Tim Dosedal im Strafraum nur zu stellen. So riss er ihn ohne Not um und mit dem vom zweiten früheren SVS-Kicker Volkan Kiral zum 1:1 verwandelten Elfmeter nahm das Verhängnis dann seinen Lauf (63.). „Anschließend haben wir uns die Dinger fahrlässig reinhauen lassen“, meinte der Coach.

Dass vor allen Dingen die ersten 25 Minuten recht ansehnlichen Fußball auch mit Chancen geboten hatten, verkam so letztlich nicht zu mehr als eine unbedeutende Randerscheinung. Zumal Alexander Frost (9./14.), Marek Klimczok (12.), Kilian Niewerth (14.) und Nassirou Ouro-Akpo (26.) die Möglichkeiten ausgelassen hatten. Für die Schermbecker Führung musste folglich mit Mark Heinrich ein Gäste-Akteur sorgen, der eine Klimczok-Flanke ins eigene Netz verlängerte (47.).

Doch was sich danach abspielte, das machte Martin Stroetzel auf der Trainerbank fassungslos. Seine Spieler standen nun einfach zu weit von den Gegnern entfernt, kamen kaum noch in die Zweikämpfe. Die Zahl der Fehlpässe (Gerding, Klimczok) bewegte sich im gefühlten 100-Prozent-Bereich. Und selbst die bis dahin recht harmlosen Gäste wussten dies zu nutzen. Dosedal im Liegen (71.), Maik Knapp (80.) und David Nyenhuis (88.) schraubten das Ergebnis in eine Dimension, die nach einer Stunde wohl niemand im spärlich besetzten Rund des Waldsportplatzes erwartet hätte.

Nun ruhen des Trainers Hoffnungen auf Neuzugang Samed Basol und die schnelle Genesung von Max Bönighausen, Julian Stöhr und Pascal Kurz.

Ralf Pollmann

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