1:3! BW Dingden verliert das Gipfeltreffen beim RC Sorpesee

Mareen Terwege streckt sich hier vergeblich. Jule Kommescher (Nr. 11), Andrea Harbring (14) und Simone Heynck (2) beobachten die Aktion ihrer Teamkollegin. Beim RC Sorpesee verlor BW Dingden das Gipfeltreffen mit 1:3.
Mareen Terwege streckt sich hier vergeblich. Jule Kommescher (Nr. 11), Andrea Harbring (14) und Simone Heynck (2) beobachten die Aktion ihrer Teamkollegin. Beim RC Sorpesee verlor BW Dingden das Gipfeltreffen mit 1:3.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Nach vier Siegen in Folge standen die Volleyballerinnen von BW Dingden mal wieder mit leeren Händen da. Das Gipfeltreffen beim RC Sorpesee brachte eine 1:3-Niederlage.

Hamminkeln..  Der Höhenflug der Volleyballerinnen von BW Dingden in der 3. Liga ist vorerst gestoppt. Im Gipfeltreffen beim Spitzenreiter RC Sorpesee kassierte der bisherige Tabellenzweite nach vier Siegen in Folge mit 1:3 (16:25, 25:16, 18:25, 18:25) wieder eine Niederlage. „Das war ein klasse Spiel auf hohem Niveau. Dabei war Sorpesee einfach einen Tick besser“, stellte BWD-Trainer Olaf Betting nach der Partie fest.

Kurzfristig hatte er doch auf Patricia Langhoff verzichten müssen, die von ihrem Magen- und Darmvirus nicht rechtzeitig genesen war. Dafür rückte Anna Wißmann in den Kader der Blau-Weißen, die im ersten Satz die Überlegenheit der Gastgeberinnen anerkennen mussten. „Wir haben bei den Annahmen überhaupt nicht ins Spiel reingefunden“, sagte Betting. Direkte Punkte gestattete BWD damit dem RC Sorpesee zwar nicht, doch das Team brachte Zuspielerin Inga van Gemmeren oft in Bedrängnis. „Sie konnte die Bälle dadurch nicht vernünftig verteilen“, so Betting. Nach 22 Minuten war der erste Satz weg.

Im zweiten Durchgang drehten dann die Dingdenerinnen auf. Die Annahme zeigte nun keinerlei Schwächen, die Zuspiele passten und im Angriff kam der Tabellenzweite auch immer wieder durch. „Da hatten wir Sorpesee richtig im Griff“, erzählte Olaf Betting. Nach ebenfalls 22 Minuten war der Satz-Ausgleich hergestellt. Es schien sich ein Volleyball-Krimi anzubahnen, in dem BW Dingden nun mindestens ebenbürtig war.

Doch der Eindruck täuschte, in den Sätzen drei und vier bestimmte vor gut 200 Zuschauern wieder Sorpesee das Geschehen. Die Gründe hatte Olaf Betting schnell ausgemacht. „Unser Angriff war nicht druckvoll und gefährlich genug, da waren wir zu harmlos. Wir sind zwar oft am Block vorbei gekommen, aber die haben die Bälle dank einer guten Feldabwehr geholt“, so der Dingdener Trainer, der der Zuspielerin des Spitzenreiters einen „Sahnetag“ bescheinigte.

Nächsten Samstag kommt Langenfeld

Die Leistung des eigenen Teams war für ihn aber alles andere als eine Enttäuschung. „Daran gibt es nichts zu mäkeln. Wir haben diesmal zwar vielleicht nur 95 statt 100 Prozent gezeigt, aber das hätte gegen jeden anderen Gegner gereicht“, meinte Betting. Den Sieg des Tabellenführers bezeichnete er als verdient.

Aufgrund des Erfolgs des TV Eiche Horn Bremen in Bonn (3:0) sind die Dingdenerinnen einen Platz abgerutscht. „Das war ein richtig schöner Moment, auf Platz zwei zu sein. Dort dann auch zu bleiben, dafür braucht es eine Menge Glück und Konstanz“, sagte Olaf Betting. Als Gast des RC Sorpesee reichte es diesmal nicht ganz. „Aber so weit weg waren wir auch nicht. Deshalb Mund abwischen und das nächste Spiel gewinnen“, so der Trainer. Und Rang zwei liegt für die Blau-Weißen ja immer noch in Reichweite.