1:2! TuS Drevenack verpasst Wiederaufstieg in die A-Liga

Nach dem Schlusspfiff in Anholt mussten zahlreiche Drevenacker Kicker ob des verpassten Wiederaufstieges in die A-Liga getröstet werden.
Nach dem Schlusspfiff in Anholt mussten zahlreiche Drevenacker Kicker ob des verpassten Wiederaufstieges in die A-Liga getröstet werden.
Foto: FUNKE Foto Services

Hünxe..  Der Traum vom sofortigen Wiederaufstieg in die Fußball-Kreisliga A ist geplatzt. Im Relegationsspiel der beiden Vize-Meister der B-Ligen unterlag die TuS Drevenack vor über 400 lautstarken Zuschauern auf der neutralen Anlage der Anholter Westfalia dem SV Werth mit 1:2 (0:1).

„Klar, dass jetzt alle bei uns sehr enttäuscht sind“, sagte TuS-Trainer Dieter Götz. Er hatte diesen Posten Anfang April von Marco Macherey bei den damals sportlich schwächelnden Drevenackern übernommen. Mit Götz waren die Schwarz-Weißen nach 16 Punkten aus acht Partien auch wieder auf Titelkurs. Doch mit nur drei Zählern aus den letzten vier Möglichkeiten verspielte der A-Liga-Absteiger die Meisterschaft an die Hamminkelner Reserve. „Wir müssen uns jetzt in Ruhe zusammensetzen und mit den Spielern neu sprechen. Eigentlich hatten wir ja fest mit der A-Liga gerechnet“, so Dieter Götz.

Der Drevenacker Trainer attestierte dem Gegner, wesentlich aktiver gewesen zu sein - und erläuterte, warum die Schwarz-Weißen seiner Meinung nach trotzdem als Sieger vom Platz hätten gehen müssen. „Werth war klar besser im Spiel und unser Ersatztorwart Kevin Schoor war unser bester Mann“, so Götz. „Wenn der Gegner dann aber nur 1:0 führt und wir den Ausgleich machen, dann muss man den Schock beim Gegner nutzen. Wir waren ja auch am Drücker, haben das Spiel aber nicht drehen können.“

Per Foulelfmeter (19.) war der SV Werth durch Vennemann in Führung gegangen. In der Folgezeit brachte Schoor, der kurzfristig für den am Finger verletzten Paul Stolpe eingesprungen war, die Mannschaft von SVW-Trainer Holger Wieggers mehr als einmal zur Verzweiflung. Beispielsweise parierte Schoor kurz vor der Pause einen zweiten Strafstoß von Vennemann, der nach einem Luftduell gepfiffen wurde.

Das Auslassen dieser Möglichkeiten hätte sich nach einer alten Fußballer-Weisheit rächen müssen, zumal Rico Schendel zehn Minuten vor dem Abpfiff mit dem dritten Elfmeter der Partie, diesmal wegen Handspiels, zum 1:1 traf und der Gegner verunsichert wirkte.

„Leider haben wir in der Schlussminute einen dummen Fehler in der Abwehr begangen, den der Gegner eiskalt bestraft hat“, so Götz über die Szene, als erneut SVW-Goalgetter Vennemann nach einem Querpass völlig blank zum 2:1-Endstand für die Werther einschob. Stolze sechs Minuten sollte die Nachspielzeit dauern, doch am verpassten Wiederaufstieg der TuS Drevenack auch nichts mehr ändern.