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1:2! RWE bestraft Stellungsfehler eiskalt

07.02.2010 | 20:23 Uhr

Schermbeck. Aufschlussreich in sofern, weil er die Schwachstellen deutlich aufzeigte, war der Test des Fußball-NRW-Ligisten SV Schermbeck zu Hause gegen den Regionalligisten RW Essen. Die Elf von der Hafenstraße behielt mit 2:1 (2:0) die Oberhand.

Allerdings lag für die Gastgeber aufgrund einer klaren Steigerung in Durchgang zwei auch ein Remis im Bereich des Möglichen. „Die erste Hälfte war von unserer Seite aus zu wenig”, fand auch SVS-Coach Martin Stroetzel. „Die beiden Gegentreffer sind allerdings aus Fehlern entstanden, die man abstellen kann.”

Und die man besser abstellen sollte, denn beim 0:1 kam Denny Herzig nach einem Freistoß aus dem Halbfeld völlig frei zum Kopfball (9.). Beim 0:2 konnte sich Mike Wunderlich nach einem schnell vorgetragenen Konter die Ecke aussuchen (23.). Und drei Minuten zuvor hatte Sebastian Stachnik nach einem Eckball nur den Pfosten getroffen. Danach hielten die Platzherren die Ordnung, nach vorne ging aber nur wenig.

Info
Sorgen um Ersoy

Schermbeck. Im zweiten Testspiel innerhalb von 24 Stunden kassierte Fußball-NRW-Ligist SV Schermbeck erneut eine 1:2 (0:1)-Niederlage. Diesmal zog die Elf von Trainer Martin Stroetzel gegen den Niederrheinligisten TV Jahn Hiesfeld den Kürzeren.

Allerdings bereitet dem Coach weniger das erfolglose Testspiel-Wochenende Kopfzerbrechen. Vielmehr ist es der Gesundheitszustand von Seyit Ersoy, der dem 44-Jährigen die Sorgenfalten auf die Stirn treibt. Der Stürmer musste gegen RW Essen (siehe Artikel links) verletzt ausgewechselt werden. „Das sieht nicht so gut aus. Wenn wir Pech haben, ist es wieder eine Bänderverletzung”, befürchtet Stroetzel. Am heutigen Montag will der erfolgreichste SVS-Torjäger den Mannschaftsarzt des FC Schalke 04 aufsuchen.

Gegen Hiesfeld hatte der Trainer eine „B-Garnitur” aufgeboten. „Klar, dass das Spielverständnis da auf der Strecke bleibt”, so der Übungsleiter. Nur zwei Schüsse aufs Gäste-Tor während der 90 Minuten hatte Stroetzel gezählt. Einzig Volkan Kiral traf beim Stand von 0:2 (34./50.) gegen den Niederrheinligisten.

SVS: Schröder; Poch, Turhal, Schulte-Terhusen, Lupitu (46. Jansen), Gündogan (46. Kiral), Köse, Drincic, Avar, Kalender, Savic.

Die 200 Zuschauer auf dem Schermbecker Kunstrasen, darunter Ex-SVS-Co-Trainer Christoph Schlebach sowie der zukünftige Coach des VfB Hüls, Olaf Thon, sahen in Durchgang eins die ordentlichen Debüts der Neuzugänge Drasan Savic auf der rechten Abwehrseite und des Iraners Razar Avar im Sturm neben Seyit Ersoy und nach dem Rückstand auch noch Stefan Zepanski. Nach einer Stunde durfte der zweite Österreicher Erwin Kalender für Volkan Kiral in die Offensive, auch Serkan Gündogan kam noch zu einem Kurzeinsatz.

„Es ist nicht einfach für die Leute, die erst ein paar Tage hier sind. Aber es waren ordentliche Ansätze dabei”, so Stroetzel. Während sich Kalender gegen die robusten Essener in der kurzen Zeit kaum in Szene setzen konnte, zeigte Avar Einsatz und Laufbereitschaft. Die taktischen Vorgaben muss er sich aber noch einmal übersetzen lassen.

Einer, der gerne in die Offensive möchte, vom Trainer aber links in der Kette eingesetzt wird, ist Yves Lupitu. „Da gefällt er mir sehr gut. Er bringt alle Voraussetzungen mit und ich hoffe, er kann dieses Niveau halten”, so Stroetzel, der sich noch nicht sicher ist, ob Zepanski im Sturm nun eine endgültige Umstellung ist. „Beim SVS fehlt es einfach im Abschluss”, so der ehemalige Stürmer Stroetzel. Da machte auch Zepanski, als er zu zögerlich den Schuss verpasste (82.), keine Ausnahme.

Für ein Highlight sorgte Eigengewächs Benedikt Jansen. Der Youngster hämmerte einen Freistoß aus 25 Metern zum 1:2-Endstand unter die Latte (69.). RWE-Keeper Maczikowiak hatte den Ball kommen sehen, aber die Fäuste nicht mehr hochbekommen.

Drei Minuten später unterstrich die neue Nummer eins im Schermbecker Kasten, Christoph Müller, ihre Qualitäten. Er lenkte eine „Hundertprozentige” von Daniel Chitsulo mit einer Blitzreaktion noch an die Latte.

SVS: Müller; Zepanski, Savic (46. Köse), Turhal, Kiral (59. Kalender), Jansen, Djuliman, Woberschal, Ersoy (80. Drincic), Avar (80. Gündogan), Lupitu.

Andreas Nohlen

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