1:0! SV Schermbeck erarbeitet sich das Glück

Zweikampfstark: Jannis Scheuch (rechts) erzielte das Siegtor..
Zweikampfstark: Jannis Scheuch (rechts) erzielte das Siegtor..
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Was wir bereits wissen
Es war ein hartes Stück Arbeit und keine Glanzvorstellung: Mit 1:0 bezwang Fußball-Westfalenligist SV Schermbeck das Team von GW Nottuln.

Schermbeck..  Der SV Schermbeck löste gestern in der Fußball-Westfalenliga seine Pflichtaufgabe. Dem Tabellendritten gelang gegen den bisherigen Zwölften GW Nottuln ein 1:0 (0:0)-Heimsieg mit viel Krampf statt Glanz. Jannis Scheuch, der für den gesperrten Tim Dosedal in den Angriff neben Nikolai Nehlson gerückt war, erzielte in der 78. Minute per Kopf das Tor des Tages für den Gastgeber. „Unser Auftritt war spielerisch sehr dürftig“, stellte auch SVS-Coach Christoph Schlebach nach dem Schlusspfiff fest.

Es gab für die recht behäbige Vorstellung des SVS mehrere Gründe. Es fehlten neben Dosedal weitere wichtige Stammkräfte wie Kevin Ewald, Mirko Urban und Max Bönighausen. Obendrein agierte der Gast sehr defensiv, was den Tabellendritten vor arge Probleme stellte. Dennoch ging der Erfolg für die Hausherren in Ordnung, weil sie mehr Leidenschaft in die Partie investiert hatten, als der Gegner. „Wir haben immer einen Schritt mehr als Nottuln gemacht. Wille und Einsatz der Mannschaft stimmten“, so der Schermbecker Coach.

Das Engagement konnte man dem Gastgeber nicht absprechen. Allerdings schlichen sich ins Spiel des SVS ungewohnte Schwächen ein. Er leistete sich zahlreiche einfache Ballverluste und Fehlpässe. Zudem fehlten in der Offensive die Ideen, um überhaupt aussichtsreiche Chancen zu kreieren. Die Versuche in der Anfangsphase von Tuncay Turgut (11.), Scheuch (14.) und Dominik Milaszewski (17.) waren alle zu harmlos. Nottuln tauchte in der ersten Hälfte nur ein einziges Mal vor dem SVS-Tor auf. Der Volleyschuss von Marvin Möllers ging drüber (21.).

Kurz vor der Pause stellte Schlebach taktisch um. Milaszewski und Inan Basar tauschten die Seiten auf den Flügeln, um das Spiel des SVS zu beleben. Doch bis zum Seitenwechsel gab’s für beide Teams keine klare Möglichkeit mehr.

In der zweiten Halbzeit zeigte sich der Gastgeber weiter couragiert. Es war zu spüren, dass sich die Kicker des SVS nicht mit dem Remis begnügen wollten. Doch die Bemühungen endeten häufig in unpräzisen Pässen oder ungenauen Torabschlüssen. In der 76. Minute hatte der SVS sogar Glück, als der Nottulner Steffen Beughold nach einem Konter frei aus fünf Metern den Ball über das SVS-Tor drosch. Nur 180 Sekunden später erlöste Jannis Scheuch den Gastgeber.

Nach einer Ecke von Routinier Marek Klimczok, der ebenfalls eine durchwachsene Partie abgeliefert hatte, köpfte Scheuch das 1:0. Coach Schlebach lobte seinen Aushilfsstürmer, der eigentlich gelernter Mittelfeldspieler ist. „Jannis ist zweikampfstark und ballsicher. Er macht seine Sache im Angriff sehr gut“, so der SVS-Trainer. Der Rückstand auf Spitzenreiter SC Paderborn II beträgt fünf Spieltage vor Schluss weiterhin neun Punkte.

SVS: Krückemeier; Helling, Kwiatkowski, Ankomah-Kissi, Akyildiz (83. Osma), Turgut, Klimczok, Milaszewski, Basar, Scheuch (88. Letina), Nehlson (82. Niehoff).