1:0! Ein großer Schritt, aber PSV ist noch nicht durch

Wie gegen Bottrop erzielte Necati Güclü auch in Königshardt den enorm wichtigen 1:0-Siegtreffer für den PSV.
Wie gegen Bottrop erzielte Necati Güclü auch in Königshardt den enorm wichtigen 1:0-Siegtreffer für den PSV.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Nur noch die Relegation droht. Doch nach dem 1:0 in Königshardt hat es Fußball-Landesligist PSV Lackhausen nun selbst in der Hand, sich direkt zu retten.

Wesel..  Die Partien gegen zwei Absteiger direkt vor dem Saisonfinale in der Fußball-Landesliga hatte der PSV Lackhausen schon länger im Blick, die Punkte einplanen konnte er natürlich nicht. Doch nach dem 1:0-Arbeitssieg zu Hause gegen den VfB Bottrop gewannen die Grünen auch bei den Sportfreunden Königshardt mit 1:0 (1:0) und kletterten auf den achten und damit einen Nicht-Abstiegsplatz. Das Goldene Tor erzielte erneut Necati Güclü.

„Wir haben es selbst in der Hand und können nicht mehr direkt absteigen. Aber die Messe ist noch nicht gelesen, es droht immer noch die Relegation“, erinnerte der nach dem Abpfiff sichtlich erleichterte PSV-Trainer Roger Rütter. Seine Elf empfängt am letzten Spieltag den ESC Rellinghausen, für den es um nichts mehr geht. Um in Sachen Klassenerhalt auf Nummer sicher zu gehen, müssen die Postsportler aber auch diese Partie gewinnen. Es wäre der sechste „Dreier“ in den letzten sieben Spielen.

Die Konkurrenten des PSV (36 Punkte) bei der Vermeidung des Relegationsplatzes sind der VfB Speldorf (35/Heimspiel gegen Rhede) und SF Niederwenigern (34/Heimspiel gegen Bottrop). Mit dem SV Burgaltendorf (31) ist aufgrund des um 20 Treffer schlechteren Torverhältnisses gegenüber Niederwenigern der vierte und letzte direkte Absteiger gefunden. Das Torverhältnis sorgt aber auch dafür, dass dem PSV bei Siegen der Konkurrenten ein eigenes Remis am Ende nicht reichen würde.

Assfelder-Assist über das halbe Feld

Auf dem immer seifiger werdenden Kunstrasen einer älteren Generation in Königshardt sollte die Entscheidung bereits nach neun Minuten fallen. Einen Freistoß in der eigenen Hälfte kurz vor dem Anstoßpunkt schlug Björn Assfelder bis zum Fünfmeterraum der Gastgeber, wo Necati Güclü den Fuß hinhielt und den Ball zum 1:0 ins lange Eck bugsierte. Sicherheit gab das dem PSV-Spiel jedoch nicht, was allerdings auch mit dem ungewohnten Untergrund zu tun hatte. Auf diesem übernahmen die Sportfreunde nach 30 Minuten das Zepter und machten wie die Bottroper keine Anstalten, sich als feststehender Absteiger hängen zu lassen.

So haben sie gespielt

Auch nach dem Seitenwechsel versuchten es die Königshardter auf ihrem Geläuf mit spielerischen Mitteln, während die Bälle der Weseler immer länger wurden. PSV-Keeper Sebastian Kaiser geriet häufig in den Mittelpunkt, machte aber gerade bei den hohen Standardbällen einen sehr sicheren Eindruck. „Unserer gesamten Abwehr muss man heute ein großes Kompliment machen, sie hat aus dem Spiel heraus fast nichts zugelassen“, so Rütter, der nach 52 Minuten Abwehrspieler Stephan Sanders für Angreifer Jari Ecker brachte, aber auch Sanders für mehr Körperlichkeit in die Offensive beorderte. „Wir haben bei unseren Offensivaktionen häufig falsch oder gar nicht abgeschlossen. Aber man darf auch nicht vergessen, wie nervös die Jungs in unserer Situation waren“, sagt Rütter. Beim Gegner sah er richtig gute Fußballer, die „uns nichts geschenkt haben, trotzdem haben wir dort die Punkte geholt“.

Nun hofft der PSV auf die Krönung der Aufholjagd, zwei Zähler würden dafür genügen. Da das schlecht realisierbar ist, muss gegen Rellinghausen ein letzter Sieg her.