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Fußball-Oberliga

0:3! SVS-Bollwerk hält nur gut eine Stunde

19.08.2012 | 20:01 Uhr
0:3! SVS-Bollwerk hält nur gut eine Stunde
Max Bönighausen (Nr. 20), Tuncay Turgut (halb verdeckt), Marek Klimczok und Evans Ankomah-Kissi ackerten vergeblich. In Erkenschwick setzte es zum Saisonstart eine 0:3-Niederlage.Foto: Gerhard Schypulla

Schermbeck. Wenn eigentlich niemand ernsthaft mit einem Erfolgserlebnis rechnete, dann hatten die Kicker des SV Schermbeck in der Vergangenheit oft zugeschlagen. Auf diesen „Phönix-aus-der-Asche“-Effekt wird Trainer Martin Stroetzel am Sonntag insgeheim auch gehofft haben.

Doch zum Auftakt der Oberliga Westfalen lief zu seinem Leidwesen alles nach Plan. Seine personell arg dezimierte Truppe zog bei der Spvgg. Erkenschwick mit 0:3 (0:0) den Kürzeren. Eine verkorkste Vorbereitung sollte also ihre nahtlose Fortsetzung finden.

Zwischen den Pfosten hatte sich der Schermbecker Coach kurzfristig für Sven Schneider entschieden, zumal Hikmet Öztürk auch noch etwas Trainingsrückstand aufweist. Eine endgültige Festlegung soll dies allerdings nicht bedeuten. „Die Torwart-Position ist weiterhin offen“, sagte Martin Stroetzel nach dem Hitzespiel. Wer Pascal Kurz nach seinem Achillessehnenriss also dauerhaft vertritt, dies ist nach dem ersten Meisterschaftsspiel noch längst nicht geklärt.

Doch die Baustelle hinten ist längst nicht die größte. In Erkenschwick versuchte es der Coach mangels gelerntem Stürmer mit Fatlum Zaskoku in vorderster Linie. Das Geschehen sollte sich aber – wie erwartet – vornehmlich in der Hälfte der Schermbecker abspielen. Dass bis zur Pause noch kein Rückstand zu verzeichnen war, dies schrieb Stroetzel auch Glücksgöttin „Fortuna“ zu. „Da war bei zwei Lattentreffern schon einiges an Dusel im Spiel“, räumte der 46-Jährige ein.

Das Abwehrbollwerk der Schermbecker Gäste hielt jedoch nur eine gute Stunde. Ein „Lapsus im Spielaufbau“ führte zum Ballverlust, Sebastian Westerhoff bedankte sich mit dem ersten Treffer der Platzherren. „Das Tor ist für uns einfach zu früh gefallen“, so Stroetzel. Mit Cantürk Mar für Abräumer Moussa Ouattara und Marvin Grunwald für Zaskoku sollte das eigene Angriffsspiel forciert werden. Zählbares oder wenigstens hochkarätige Chancen sprangen aber nicht heraus.

„Die Mannschaft hat versucht, Gas zu geben und viel Laufarbeit investiert. Deshalb kann ich ihr auch keinen Vorwurf machen“, erläuterte Martin Stroetzel. Es sei schon „sehr bitter, wenn wir nach vorne nichts machen können“. Stefan Oerterer (85.) und erneut Westerhoff (90.) besiegelten dann endgültig die SVS-Niederlage.

Bereits am kommenden Freitag (24. August) geht es für den SVS weiter. Im ersten Heimspiel erwartet der Oberligist um 19.30 Uhr den 1. FC Gievenbeck.

Ralf Pollmann



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