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0:2! SVS-Defensive steht, offensiv aber harmlos

19.02.2012 | 16:43 Uhr
0:2! SVS-Defensive steht, offensiv aber harmlos
Wehren sich mit vereinten Kräften, aber am Ende erfolglos gegen den MSV Duisburg II (von links): Schermbecks Keeper Marvin Radüchel, Fatlum Zaskoku, Andreas Altenbeck und Moussa Ouattara. (Foto: André Elschenbroich)

Schermbeck.Es sollte der Beginn einer Aufholjagd in Richtung der Relegationsplätze zur neuen Regionalliga West werden. Doch das Vorhaben des SV Schermbeck wurde im ersten Spiel nach der Winterpause erst einmal im Keim erstickt.

Der in der Defensive runderneuerte NRW-Ligist unterlag auf dem heimischen Waldsportplatz dem MSV Duisburg II mit 0:2 (0:0). „Diesmal war unser Problem, dass wir uns vorne nicht haben behaupten können“, stellte SVS-Trainer Martin Stroetzel nach der Partie zurecht fest.

Nicht ein Versuch der Schermbecker fand in den 90 Minuten den Weg aufs Tor der MSV-Reserve. Deren Keeper Roland Müller verlebte einen äußerst beschaulichen Samstagnachmittag, seine Vorderleute nahmen ihm jegliche Arbeit ab. Als dann mit Seyit Ersoy nach einer Stunde erstmals ein Schermbecker wirklich gefährlich vor dem Gästetor auftauchte, musste der Schlussmann ebenfalls nicht eingreifen – der 24-Jährige zielte zu hoch. Noch zwei Halbchancen durch Nassirou Ouro-Akpo (16.) und Florian Gerding (89.), mehr Akzente in der Offensive vermochte der SVS nicht zu setzen.

Mit ein Grund dafür waren die vollkommen harmlosen Standards, meist von Tobias Urban ausgeführt. „In der ersten Halbzeit fielen die schon in die Kategorie grauenhaft, nach der Pause waren sie noch schlechter“, sollte sich der Schermbecker Trainer nach dem Schlusspfiff ärgern. Und da ansonsten auf dem recht holprigen Naturrasen spielerisch meist Magerkost geboten wurde, blieben prickelnde Strafraumszenen Mangelware.

Denn auch die feldüberlegenen Gäste bissen sich an der weitgehend sicher agierenden SVS-Defensive die Zähne aus. Gegen die mit den beiden Neuzugängen Florian Gerding und dem Ex-Profi Moussa Ouattara aufwartende Abwehrkette war kaum ein Durchkommen. Ouattara räumte kompromisslos fast alles ab, besaß auch die Lufthoheit. Julian Stöhr und der gute Fatlum Zaskoku, der mit Oberschenkelbeschwerden nach knapp einer Stunde raus musste (Stroetzel: „Sehr ärgerlich!“), machten im Mittelfeld die Räume zu. Dass vom Spielverständnis nach der kurzen Eingewöhnungsphase der „Neuen“ noch nicht alles rund laufen konnte, verwunderte kaum. „Da brauchen wir noch so zwei bis drei Wochen“, meinte Martin Stroetzel.

In dem „ganz engen Spiel“ (Stroetzel) fiel die Entscheidung letztlich durch zwei verfrühte Sonntagsschüsse. Zunächst zirkelte Bünyamin Aksoy den Ball unhaltbar für SVS-Torhüter Marvin Radüchel in den Winkel (75.), dann schlenzte Andre Dej einen Freistoß ebenfalls ins Tordreieck (86.). „Aus dem Spiel heraus haben wir sonst so gut wie nichts zugelassen“, resümierte der Schermbecker Coach. Die Defensive stand also, die Offensive jedoch auch meist. Fast jeden zweiten Ball behaupteten die Meidericher, da kaum jemand entschlossen nachrückte. Da bleibt – wie in der Tabelle – noch viel Luft nach oben.

Im Rahmen des 100-jährigen SVS-Jubiläums kommt der Zweitligist VfL Bochum am 8. Mai (19 Uhr) zum Freundschaftsspiel zum SVS.

SVS: Radüchel; Gerding, Ouattara, Altenbeck, Lupitu, Stöhr, Zaskoku (57. Jansen), Tobias Urban (64. Klimczok), Mirko Urban (86. Grunwald), Ouro-Akpo, Ersoy.

Ralf Pollmann

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