0:2! HSV lässt nach der Pause zu viele Chancen liegen

Agierte in Friedrichsfeld auf der ungewohnter Sechser-Position: Jan-Christian Sweers (rechts). Am Ende unterlag der HSV mit 0:2.
Agierte in Friedrichsfeld auf der ungewohnter Sechser-Position: Jan-Christian Sweers (rechts). Am Ende unterlag der HSV mit 0:2.
Foto: Gerd Hermann
Was wir bereits wissen
Die letzten Zweifel am Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga vermochte der Hamminkelner SV noch nicht auszuräumen. In Friedrichsfeld gab es eine 0:2-Niederlage.

Hamminkeln..  Ein Hochzeitsgeschenk in Form von drei Punkten werden die Teamkollegen Julian Weirather am Samstag nicht mitbringen können. Denn Fußball-Bezirksligist Hamminkelner SV, der eigens wegen der Feierlichkeiten seines Spielers die Partie bei der SV 08/29 Friedrichsfeld vorgezogen hatte, kassierte am Freitagabend eine 0:2 (0:1)-Niederlage. Damit untermauerte der Gastgeber seinen zweiten Tabellenplatz, während der HSV drei Spieltage vor dem Saisonende noch nicht gänzlich aller Sorgen in Sachen Klassenerhalt ledig ist.

„Deshalb hätte ich heute auch gerne einen Punkt mitgenommen“, sagte Jörg Gonschior nach dem Schlusspfiff. Der HSV-Trainer hatte die Partie personell arg geschwächt antreten müssen. So bot er auch einige Akteure auf eigentlich ungewohnten Positionen auf. Jan-Christian Sweers gab beispielsweise zusammen mit Tobias Quartsteg die „Doppel-Sechs“. „Das haben sie auch gut gemacht“, lobte der Coach. Doch besonders zu Beginn benötigte seine Elf einige Anlaufzeit.

Und in der stand den Hamminkelnern das ein oder andere Mal Glückgöttin Fortuna zur Seite. So als Nico Jörgens noch gerade rechtzeitig den Ball von der Linie kratzte (5.) oder ein Versuch der Friedrichsfelder an der Latte landete (10.). Langsam fing sich danach der Gast, ließ nicht mehr so viel zu. Bis zur 41. Minute: Dann erlaubte sich der HSV einen Ballverlust im Mittelfeld, Stefan Giesen bediente Daniel Hinnemann, der das Leder über den guten Keeper Christoph Ziegler lupfte.

Direkt nach dem Seitenwechsel entwickelte sich dann die beste Phase der Gonschior-Elf. Tom Wirtz tauchte zwei Mal alleine vor dem Friedrichsfelder Keeper auf, ein Versuch landete neben dem Tor (51.), danach fand er im Keeper seinen Meister (59.). Als dann auch noch Pascal Krause aus guter Schussposition das Spielgerät nicht richtig erwischte (69.), schlugen die Friedrichsfelder noch einmal zu: Eine Flanke nickte Marvin Prietzel ein (71.). „Der Friedrichsfelder Sieg war schon verdient, aber für uns war hier trotzdem mehr drin“, trauerte Jörg Gonschior den vergebenen Möglichkeiten nach.

HSV: Ziegler; Hollenberg, El Toufaili, Jörgens, Borgmann, Storm, Quartsteg, Müller, Sweers, Wirtz, Krause.