Was macht Sebastian Wessel mit „Euro“ Schröder?

Sebastian Wessel hat dem Mannschaftsrat eine Empfehlung ausgesprochen.
Sebastian Wessel hat dem Mannschaftsrat eine Empfehlung ausgesprochen.
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Was wir bereits wissen
Leider war es eine Szene ohne Seltenheitswert. Marc „Euro“ Schröder musste nach einer Undiszipliniertheit am Sonntag vorzeitig den Platz verlassen.

Allagen..  Nach seinem Platzverweis gegen Dorlar am Sonntag sieht Trainer Sebastian Wessel Handlungsbedarf in Sachen Marc „Euro“ Schröder und will mit dem Mannschaftsrat eine Lösung finden. Wie diese Lösung aussehen könnte? Ohne konkret zu werden, deutet Wessel an, „Euro“ zukünftig nicht mehr in der ersten Mannschaft einzusetzen.

Drei Punkte geholt. Das war die positive Nachricht des Sonntags aus Allagener Sicht. Auf der Gegenseite summieren sich jedoch die schlechten Neuigkeiten. Alex Flegler und Elmar Kirsch verletzten sich (siehe Info- Box) und nach einem Aussetzer musste Stürmer Marc „Euro“ Schröder das Feld vorzeitig verlassen.

Zunächst sah Schröder nach einem nicht gegebenen Treffer die gelbe Karte wegen Meckerns, regte sich weiter auf und forderte, ähnlich wie bereits in Plettenberg in der Hinrunde, seine Auswechslung. „Ich habe ihn bewusst auf dem Feld gelassen“, erklärt Sebastian Wessel, warum er der Forderung des Allagener Urgesteins nicht nachgekommen ist. „Er ist 30 Jahre alt, da muss er irgendwann mal lernen, sich in solchen Situationen zu benehmen“, ergänzt Wessel weiter.

„Euro“ ließ die Chance ungenutzt und musste 26 Minuten nach einer weiteren gelben Karte den Platz verlassen. Nach einem groben Foulspiel blieb Schiedsrichter Andreas Janasek nichts anderes übrig, als Schröder des Feldes zu verweisen. Auch nach dem Platzverweis diskutierte der Stürmer weiter und machte auch vor Allagens Betreuer Uli „Zico“ Leisse und einigen Zuschauern nicht Halt. „Ich muss mich doch als Trainer darauf verlassen können, dass er einmal zur Einsicht kommt. Ein junger Spieler wie Marvin Mazur muss 90 Minuten auf der Bank sitzen und kann keine Spielpraxis sammeln, weil er sich so daneben benimmt.“ Schröder musste vor der Winterpause erst noch eine achtwöchige Sperre absitzen.

Jetzt hat Wessel offensichtlich genug und hat gemeinsam mit Elmar Kirsch dem Mannschaftsrat bestehend unter anderem aus Hennak Oel, Robin Liebig und Florian Wienecke eine in seinen Augen gerechtfertigte Sanktion vorgeschlagen. Vieles deutet darauf hin, dass Wessel Schröder nicht mehr in der ersten Mannschaft berücksichtigen möchte. „Ich habe einen Entschluss gefasst und darüber wird der Mannschaftsrat heute Abend beim Training entscheiden. Ich glaube, dass man unserem Wunsch zustimmen wird.“

Gelassen sieht TuS- Abteilungsleiter Martin Kemper die Situation: „Wir sollten alle einmal ruhig durchatmen und dann eine Entscheidung fällen. Ich werde mit Euro über den Vorfall sprechen.“

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