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Fußball-Bezirksliga 5

Warsteins Abwehr liegt in Trümmern

05.09.2010 | 22:39 Uhr
Warsteins Abwehr liegt in Trümmern

Warstein. Die meisten Spieler des Fußball-Bezirksligisten TuS Warstein sanken nach dem Abpfiff verschämt zu Boden, versteckten ihre Köpfe unter dem Trikot. Es hätte nach dem denkwürdigen 4:5 (1:2) gegen den TuS Oeventrop gereicht, wenn die Abwehr schnell in die Kabine geflüchtet wäre.

Die individuellen Fehler im Defensiv-Verbund des Neulings, der völlig zurecht seine erste Saison-Niederlage kassierte, gingen vor 300 Zuschauern am Herrenberg nicht mehr auf die berühmte Kuhhaut. Während die Offensive durchaus hohes Bezirksliga-Niveau verkörpert, lag die TuS-Abwehr wahrlich in Trümmern. Trainer Werner Schröder nahm auch nach dem Abpfiff kein Blatt vor den Mund: „Man hat unsere Grenzen gesehen. Viele meiner Leistungsträger  waren nicht gut.“

Der Erwitter schonte seine defensiven Spieler nicht: „Wenn man vier Tore zu Hause schießt, kann man normalerweise kein Spiel verlieren. Die erste Halbzeit war ein Fehler-festival. Wir waren viel zu langsam im Abwehrbereich und haben wenig  Sicherheit erkennen lassen.“

Als „leuchtendes“ Beispiel dient das 3:3 der Oeventroper, die nach der erneuten Warsteiner Führung durch den gerade erst eingewechselten Florian Heumüller schon platt und apathisch wirkten. Es gibt Ecke für Warstein und 30 Sekunden später liegt die Kugel im Tor von Alexander Fegler. Unfassbar!

Schröder entsetzt: „Oeventrop hat das gesamte Spiel auf unsere Fehler gewartet und dann die Konter gefahren. Nach der Ecke haben wir ein ganz schlechtes Verhalten gezeigt, eigentlich ist unsere Absicherung bei einem Eckball abgesprochen.“

Eigentlich. Aber die Hälfte der Mannschaft setzte nicht nach, der pfeilschnelle Tobias Kutnar überwand Fegler und schoss den erneuten Oeventroper Ausgleich. Doch es sollte noch schlimmer kommen. Nach einer fatalen Fehlerkette, die der enttäuschende Marc-Andre Schröder mit einem rustikalen Foul an Markus Kutnar abrupt beendete, traf Oeventrops Mark Berkenkopf per Foulelfmeter zum 3:4.

Das fünfte Gästetor war fast schon Slapstick. Der ebenfalls schwache Michael Josefus versucht den Ball auf der Torlinie noch zu stoppen, statt ihn wegzudreschen. Er trifft dann aber unglücklicherweise den im Weg stehenden Oeventroper Matthias Grote, von dessen Rücken der Ball ins Tor trudelt. Dumm gelaufen.

Da nutzten auch die beiden Treffer von Torjäger Pascal Raulf nichts, der nun schon sieben Einschüsse auf seinem Konto hat. Nach der Auswechslung des besten Warsteiners Oliver Korsch, der sich bei einem Abwehrversuch eine Zerrung abholte, lief gar nichts mehr. Korsch hätte sich zumindest gegen die drohende erste Niederlage gewehrt.

Fazit von Werner Schröder: „Nach der 3:2-Führung haben wir viel Lehrgeld bezahlt.“

Warstein - Oeventrop 4:5

TuS Warstein: Fegler, A. Bigge, Schröder, Josefus, Sobkowiak, M. Bigge, Korsch (68. Al Dine), Turan (56. Heumüller), Raulf, Grafe (56. Hengsbach), Siepe.

TuS Oeventrop: Müller, Dünnebacke, Pinke, Mertens, Kozok, Spielmann, Hirnstein, Berkenkopf, Roland (65. Grote), M. Kutnar, T. Kutnar (74. Kaldewei).

Schiedsrichter: Gengasuthan (Brilon).

Tore: 1:0 Raulf (2.), 1:1 M. Kutnar /12.), 1:2 Pinke (33.), 2:2 Raulf (60.), 3:2 Heumüller (63.), 3:3 T. Kutnar (74.), 3:4 Berkenkopf (78., Foulelfmeter), 3:5 Grote (90.), 4:5 Hengsbach (90.).

Zuschauer: 300.

Michael Schütz

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Kommentare
07.09.2010
12:31
Warsteins Abwehr liegt in Trümmern
von Milkaherz | #2

wollen wir es mal hoffen!!

06.09.2010
07:06
Warsteins Abwehr liegt in Trümmern
von neutraler beobachter | #1

hoffentlich sind einige jetzt wieder auf dem boden der tatsachen...

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