Warsteiner Wille wird mit Punkt belohnt

3:3 in Sundern: Lukas Mertin (links) und Ahmed Zein Al Dine (rechts) vom TuS Warstein.
3:3 in Sundern: Lukas Mertin (links) und Ahmed Zein Al Dine (rechts) vom TuS Warstein.
Foto: WP

Sundern..  Mit einer tollen Moral gelingt dem Fußball-Bezirksligisten TuS Warstein die zweite Überraschung innerhalb von acht Tagen. 3:3 (1:1) endete die Partie beim TuS Sundern.

Die Nachspielzeit läuft. 2:3 liegt der TuS Warstein gegen den TuS Sundern zurück. Damit rutscht die Wennemann-Elf wieder auf den ersten Abstiegsplatz. Doch es ist noch nicht vorbei. Ardion Maliqi spielt ein letztes Mal Christian Barkschat an, der seinen Körper zwischen Gegner und Ball drückt und versucht, sich am rechten Strafraumrand zu drehen. Doch drei Sunderaner machen die Drehung unmöglich. Barkschat hebt den Kopf und sieht Christian Korsch, der im vollen Tempo nach vorne läuft. Er spielt den Ball ab, Korsch nimmt Maß und schießt in Richtung des langen Torecks. Sein Schuss wäre weit vorbei gekommen, wenn nicht plötzlich Alexei Schamne am langen Pfosten aufgetaucht wäre. Der Innenverteidiger fährt seine langen Beine aus und wuchtet den Schuss von Korsch in die Maschen. 3:3! In der Nachspielzeit. Eine moralische Topleistung.

„Warstein hat heute 90 Minuten top gespielt. Im Vergleich zur Hinrunde sind sie nicht mehr wiederzuerkennen“, staunte Sunderns Trainer Andreas Mühle nach der Partie. Dabei sahen die Gastgeber nach 65 Minuten schon wie die sicheren Sieger aus.

Just in dieser Minute stand Marcel Osebold am zweiten Pfosten völlig frei und staubte zum 3:1 für Sundern ab. Die vermeintliche Vorentscheidung, doch die Warsteiner bewiesen Kampfgeist. Im direkten Gegenzug drang Ahmed Zein Al Dine über rechts in den Sunderaner Strafraum ein, legte den Ball von der Grundlinie zurück auf die Strafraumgrenze. Dort lauerte André de Luca und schlenzte den Ball gefühlvoll ins lange Eck. Nur noch 2:3. Der Ausgleich in der Nachspielzeit war nicht nur gerecht, sondern auch das Ergebnis des Willens, den die Warsteiner an den Tag legten. „Wir sind seit drei Wochen auf einem richtig guten Weg. Die Moral in der Mannschaft stimmt, das erkennt man daran, dass man in Sundern bei einer der spielstärksten Mannschaften der Liga, nach einem 1:3-Rückstand noch einmal zurückkommt“, lobte Warsteins Trainer Marco Wennemann seine Truppe. Ohne sechs Spieler traten die Warsteiner die Reise ins Röhrtal an. Unter anderem fehlten Gordan Mijac, Philipp Eßfeld, Björn Rathke und Toni Jonas. Sahin Turan wird, laut Angabe von Marco Wennemann, den Verein verlassen und stand nicht mehr im Kader. Im Gegensatz zu seinem Bruder Mehmet, der in der Halbzeit für Jannik Menke eingewechselt wurde. „Mehmet hat heute ein gutes Spiel gemacht“, attestierte Wennemann.

Bereits in der ersten Halbzeit machten die Warsteiner ein mutiges Spiel und setzten die alles andere als gut stehende Sunderaner Abwehr unter Druck. Da auch die Hausherren flüssig und kombinationssicher nach vorne spielten, entwickelte sich ein schnelles Spiel auf beiden Seiten. Sundern setzte dabei das erste Ausrufezeichen. Markus Behme- Kempe legte im Starfraum den Ball quer auf Daniele Pometti. Der Italiener stand völlig frei und hatte keine Mühe, den Ball einzuschieben. 1:0 für Sundern.

Warstein konterte mit wütenden Angriffen, doch es dauerte bis zur 44. Minute, bis etwas Zählbares heraussprang. Jannik Menke bekommt auf der linken Seite den Ball, zieht in den Strafraum und legt zurück auf Christian Barkschat, der am Elfmeterpunkt elegant mit der Hacke weiterleitet auf Ahmed Zein Al Dine. Der behält den Überblick und spielt den Ball raus auf Ardion Maliqi, der zum 1:1 einschießt. Wie bereits in der Vorwoche in Arpe gleicht Maliqi wieder aus.

Seinen Einstand in der Bezirksligamannschaft feierte der A-Jugendliche Kai Menke, der sechs Minuten vor dem Ende eingewechselt wurde. Fast wäre ihm der Ausgleich gelungen, doch Alexei Schamne war einen Schritt schneller am Ball.