Warstein reist zum Tabellenführer, Allagen hat noch eine Rechnung offen

Trifft Allagens Torjäger Benedikt Heppe auch gegen den SV Dorlar-Sellinghausen.
Trifft Allagens Torjäger Benedikt Heppe auch gegen den SV Dorlar-Sellinghausen.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Zum Tabellenführer nach Birkelbach reist der Tabellenvorletzte TuS Warstein. Auf dem Papier eine eindeutige Angelegenheit, doch die Wennemann-Elf rechnet sich Chancen aus. Revanche will der TuS GW Allagen nehmen.

Warstein/Allagen..  Setzt der TuS GW Allagen seinen guten Lauf im neuen Jahr fort? Stürzt der TuS Warstein als Tabellenvorletzter den Tabellenführer? Diese beiden Fragen stehen im Mittelpunkt des Interesses, wenn die heimischen Bezirksligisten am Sonntag auflaufen.

Die Vorschauen:

TuS GW Allagen -SV Dorlar-Sellinghausen

(Sonntag, 15 Uhr, Waldstadion). Manch ein Allagener Fußball-Fan mag heute noch schweißgebadet nachts aufwachen, weil er Albträume hatte. In diesen Albträumen sieht er immer wieder die Bilder aus dem Hinspiel. Mit 1:7 wurde der TuS GW Allagen dort verprügelt. Eine Niederlage, die auch heute noch nachwirkt. „Versprechen kann ich nix“, sagt Trainer Sebastian Wessel ungewöhnlich defensiv, als er auf die Frage nach Revanche angesprochen wird. Gleichwohl hat Wessel einen Plan, wie er den SV knacken möchte. „Ich habe auch Schwächen bei denen gesehen“, betont der 32-Jährige. Mit defensiver Stabilität und zielstrebigen Offensivaktionen soll Dorlar geknackt werden.

Für den SV Dorlar erwies sich der Sieg gegen Allagen nicht als Glücksbringer. Danach folgten nur noch vier Siege gegen die Kellerkinder Werdohl, Schmallenberg, Aue-Wingeshausen und den Tabellendritten FC Arpe/Wormbach. Am Warsteiner Herrenberg verlor die Mannschaft deutlich mit 0:5.

Personell wird es ähnlich aussehen wie in der Vorwoche. Alex Flegler steht weiterhin im Tor, Timo Wächter rückt nach studienbedingter Pause wieder in den Kader zurück. Fehlen werden Florian Wienecke, der weiter geschont wird, und Jannik Lietz, der im Skiurlaub weilt.

SF Birkelbach -TuS Warstein

(Sonntag, 15 Uhr, Sportplatz an der Mehrzweckhalle). Auf dem Papier ist die Partie zwischen dem Tabellenführer und dem Vorletzten eine glasklare Angelegenheit. Auf dem Papier, denn bereits ein Blick auf die Rückrundentabelle offenbart, dass der TuS Warstein nicht nur in die Gemeinde Erndtebrück fahren wird, um die Punkte abzuliefern. Dort steht der TuS Warstein vor den Hausherren, die in der Rückrunde bislang keine gute Figur gemacht haben. Zwei Niederlagen aus drei Spielen, haben den Vorsprung an der Tabellenspitze schmilzen lassen.

„Wir werden nicht quer durchs Sauerland fahren, um danach wieder mit leeren Händen die Rückreise anzutreten“, verspricht Warsteins Trainer Marco Wennemann. Die letzten Wochen zehrten an den Nerven der Warsteiner Verantwortlichen. Lob von allen Seiten gab es für die spielerische und kämpferische Leistung, aber das entscheidende gab es nicht: Punkte im Abstiegskampf. Dass soll sich ausgerechnet in Birkelbach ändern. „Wir wissen um die Stärken der Birkelbacher, aber wir haben uns ein gutes Konzept zurecht gelegt, um gegen sie zu spielen. Es kann auch gerne ein schmutziger Punktgewinn sein, das ist mir lieber als die Schulterklopfer nach einer Niederlage. Langsam müssen Punkte her, sonst wird der Abstand zum rettenenden Ufer einfach zu groß“, sagt Wennemann.

Hohlweck erkrankt, Eßfeld in USA

Personell muss der Warsteiner im Vergleich zur Vorwoche einige Umstellungen vornehmen. Dennis Hohlweck ist erkrankt, Philipp Eßfeld ist in den USA, beide sind für die Reise ins Wittgensteiner Land keine Alternativen. Auch Lukas Mertin muss sich noch ein wenig gedulden, bis er wieder einsatzfähig ist. Ein kleines Fragezeichen steht auch noch hinter Gordan Mijac. Der Kroate laboriert an Rückenproblemen. Wennemann abschließend: „Wir werden ein wenig umstellen müssen, ich denke mal, dass Marcel Raulf wieder in die Innenverteidigung rückt. Wer Eßfeld ersetzen wird, weiß ich noch nicht. Ansonsten gibt es keinen Grund, viel an der Aufstellung zu verändern.“