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VfS Warstein

Viele Baustellen erschweren Planungen

03.08.2010 | 22:44 Uhr
Viele Baustellen erschweren Planungen

Warstein. Der VfS Warstein ist fünf Wochen vor dem ersten Meisterschaftsspiel in der Handball-Landesliga eine Baustelle. Das liegt nicht nur an fehlenden Spielern in der gestern Abend begonnenen zweiten Phase der Vorbereitung, sondern an der Hallen-Situation in der Wästerstadt.

Zur Erklärung: Am 12. August beginnen in der Dreifachhalle am Schwarzen Weg umfangreiche Sanierungsarbeiten, die laut Plan am 30. Oktober beendet sein sollen. Unter anderem wird neben einer neuen Be- und Entlüftungsanlage ein neuer Hallenboden verlegt. Der Vizemeister, der nur denkbar knapp  die Meisterschaft Borussia Höchsten überlassen musste, muss einige Hürden überwinden.

Laufübungen gehören für die Warsteiner Handballer auch zu einem ausgewogenen Vorbereitungsprogramm.

Trainer Heinz Thomanek weiß, was auf ihn zukommt: „Wir müssen viel improvisieren. Wir werden drei Heimspiele in Rüthen austragen. Glück haben wir, weil zwei Wochenenden wegen der Herbstferien nicht gespielt wird und wir am zweiten und dritten Spieltag auswärts antreten werden. Ich hoffe, dass wir ab November wieder in Warstein spielen können.“

Das erste Heimspiel am Rüthener Schlangenpfad (11. September) gegen den  letztjährigen Abstiegskandidaten Letmather TV, das weiß Thomanek nur zu gut, muss gewonnen werden. Danach geht es nämlich nach Halden-Herbeck und zu seinem Heimatverein Soester TV II. In der letzten Saison kassierte der VfS dort zwei Niederlagen. Heinz Thomanek: „In Rüthen passen ja sogar mehr Zuschauer in die Halle rein als in Warstein. Vielleicht findet der ein oder andere Rüthener den Weg dorthin. Wir müssen das neue Publikum schnell für uns gewinnen, denn eines ist doch klar: Es ist schon eine große Umstellung und ein Nachteil für uns, in Rüthen spielen zu müssen. In der Warsteiner Halle kennst du jeden Quadratzentimeter. Hier trainierst du, hier spielst du.“

Nur etwas mehr als die Hälfte des Kaders hörte gestern Abend auf dem alten Hallenbelag am Schwarzen Weg auf die Anweisungen Thomaneks.  Der Trainer ist mit dem Weg bis zum ersten Spiel auch nicht zufrieden: „Die Vorbereitung ist nicht optimal. In der heißen Phase fehlen mir wichtige Spieler zum Beispiel wegen Urlaub und Studium. Doch ändern können wir das ohnehin nicht, wir müssen halt das Beste daraus machen.“

Die Warsteiner Vizemeister gehen mit fast unverändertem Kader in die neue Spielzeit. Einziger Abgang ist Dominik Hahne, der sich beruflich zu einem bekannten Autobauer nach Ingolstadt verabschiedet hat.  Aus der eigenen Jugend ist Ciya Aslan aufgerückt. Heinz Thomanek will trotz aller Widrigkeiten wieder oben angreifen.

Das erste Testspiel findet am Samstag (14 Uhr) in der Dreifachhalle gegen den benachbarten Oberligisten Soester TV statt. Es ist das letzte Warsteiner Spiel auf dem alten Parkett.

Michael Schütz

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