VfS Warstein zieht Kopf aus der Schlinge

Gut gefüllte Zuschauerränge: Auf ihre Fans konnten sich die Spieler des VfS am Samstag verlassen.
Gut gefüllte Zuschauerränge: Auf ihre Fans konnten sich die Spieler des VfS am Samstag verlassen.
Foto: WP

Warstein..  Sie sind zurück in der Erfolgsspur: Nach der Niederlagen-Serie mit 0:6-Punkten aus den letzten drei Spielen haben die Landesliga-Handballer des VfS Warstein gegen den TuS Wellinghofen den Kopf aus der Schlinge gezogen und mit einem denkbar knappen 27:26 (13:13)-Erfolg die Chance auf Tabellenplatz vier gewahrt – den verteidigten die Gäste aus Dortmund nur noch aufgrund des besseren direkten Vergleiches (das Hinspiel hatte Wellinghofen klar mit 34:23 für sich entschieden).

Hitchcock ist nichts gegen diese dramatische Schlussphase, die sich am Samstagabend in der Warsteiner Dreifachsporthalle abspielte: Dabei schien sich der VfS bei einer Drei-Tore-Führung drei Minuten vor Schluss schon wie der sichere Sieger zu fühlen. Doch dann flog ein Warsteiner Spieler nach dem anderen mit einer Zeitstrafe vom Feld, so dass die Hausherren die letzten beiden Spielminuten zu Dritt überstehen mussten. Wellinghofens Traumüller setzte den Siebenmeter gegen den eingewechselten Niklas Schmidt zum 25:27 aus Sicht der Gäste, erneut Traumüller verkürzte dann sogar auf 26:27 mit seiner linken „Klebe“. Der VfS schien noch einmal ins Wanken zu geraten, fiel letztendlich aber nicht, auch weil die Gäste trotz Ballbesitzes in den letzten Sekunden ihren allerletzten Angriff nicht vernünftig zu Ende spielten und das Spielgerät kurz nach der Mittellinie verdaddelten. So tickte die Uhr aus Wellinghofer Sicht erbarmungslos herunter und auf der Anzeigentafel blieb das 27:26 für Warstein stehen. Was folgte, waren orkanartige Gefühlsausbrüche bei Spielern, Verantwortlichen und Fans des VfS. Spielertrainer Boban Ristovic, der Mitte der zweiten Halbzeit zusammen mit Lars Schorlemer das Ruder an sich riss, lobte nach dem Zittersieg die „großartige kämpferische Leistung seiner Mannschaft“, während Gäste-Coach Henning Becker mit einigen strittigen Schiedsrichterentscheidungen haderte.

Dabei hatte es lange Zeit nach einer Punkteteilung zwischen zwei gleichstarken Mannschaften ausgesehen. Der VfS legte mit 4:0 einen Blitzstart hin, Wellinghofen gelang erst in der elften (!) Spielminute durch Halberstadt der erste Treffer. Von nun an entwickelte sich eine rasante Partie vor gut gefüllten Zuschauerrängen, die ihr Kommen sicherlich nicht bereut haben dürften und jetzt schon dem nächsten Heimspiel entgegen fiebern: Denn dann ist Warsteins Dauerrivale, der TV Arnsberg zu Gast, in der Bierstadt.

Wie drückte es Hallensprecher Marvin Risse nach dem Sieg über Wellinghofen aus: „Dann hoffen wir auf mindestens genauso viele Zuschauer wie heute und auf eine noch größere Geräuschkulisse.“

Den 7. März sollten sich alle Warsteiner Handball-Fans schon jetzt vormerken.

VfS Warstein: Hilwerling, Kaese, N. Schmidt; Gericke (1), Ristovic (7), Manderfeld, Kißling (7), Kraus, Aslan (2), Mühlenschulte (2), Pielsticker (3), Schorlemer (5), Schmitt.

TuS Wellinghofen: Zankl (1.-30.), Fuhr (ab 31.); Stübe (1), Fürstenberg, Kleppe, Beckmann (9), Krewinkel (1), Schwies, Halberstadt (2), Traumüller (5), Dadayli (4), Ständker, Thäsler (4).