VfS Warstein gewinnt auch in Schalksmühle nicht

Ratlos: Boban Ristovic fragt sich, warum seine Mannschaft das Gewinnen verlernt hat.
Ratlos: Boban Ristovic fragt sich, warum seine Mannschaft das Gewinnen verlernt hat.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Die Sporthalle am Löh bleibt weiterhin kein gutes Pflaster für die Handballer des VfS Warstein. Auch am Samstag unterlag die Mannschaft von Boban Ristovic im Märkischen Kreis mit 26:29.

Schalksmühle..  Schalksmühle zählt ganz bestimmt nicht zu den Lieblings-Auswärtsfahrten des VfS Warstein: Wie bereits in den beiden Spielzeiten zuvor – 33:36 in der Saison 2013/14 und 29:32 im letzten Jahr – kassierte der heimische Handball-Landesligist auch dieses Mal wieder eine Niederlage mit drei Toren Unterschied in der Sporthalle Löh. Am Ende hieß es 29:26 (15:11) für die Gastgeber, die mit diesem Erfolg nach Punkten mit dem VfS, der seine dritte Niederlage in Folge einstecken musste, gleichzogen.

Mit größeren, personellen Problemen, die sich nicht im Laufe der Woche abgezeichnet hatten, machten sich Warsteins Handballer am späten Samstagnachmittag auf die Reise ins 106 Kilometer entfernte Schalksmühle (Märkischer Kreis). Dass Warsteins Top-Torschütze Lars Schorlemer an diesem Wochenende nicht zur Verfügung stehen würden, hatte Spielertrainer Boban Ristovic im Vorfeld bereits einkalkuliert. Etwas unvorbereitet trafen den Serben die Absagen von Kapitän Philipp Schmitt und Linksaußen Nikolai Wachholz, die beide kurzfristig arbeiten mussten.

Und auch Ex-Kapitän und Stammkeeper Hendrik Hilwerling fehlte wegen karnevalistischer Aktivitäten. So war die Warsteiner Auswechselbank – wie bereits beim Sieg in Hagen – mehr als dürftig besetzt. Und am Ende sollte es dann auch eine Kraftfrage werden.

Doch der Reihe nach: Die Gäste fanden durchaus gut ins Spiel vor einer echten Geisterkulisse von nicht einmal 50 Zuschauern. Boban Ristovic mit zwei seiner insgesamt 12 Treffer sowie der in den letzten Wochen aufblühende Lukas Pielsticker sorgten dafür, dass Warstein nach knapp sieben gespielten Minuten sogar mit 3:2 in Führung lag. Hinten hielt der 18-Jährige Amon Kaese, der anstelle von Hendrik Hilwerling zwischen die Pfosten gerückt war, zu Spielbeginn einige „Unhaltbare“.

So war die Partie bis eigentlich kurz vor der Pausensirene, als Boban Ristovic sein sechstes Tor in diesem Spiel zum 11:12 aus Warsteiner Sicht erzielte, absolut offen. Doch eine Dreier-Serie der SG (Torschützen: Leicht, Potberg und Meisterjahn) ließen den VfS mit einem Vier-Tore-Rückstand in die Kabine gehen.

Nach dem Seitenwechsel war beim 23:16 (46.) und 24:17 (49.) der größte während der 60 Spielminuten zugunsten der SG hergestellt. Doch der VfS gab sich trotz dünner Auswechselbank noch nicht geschlagen, kam durch Boban Ristovic – wen auch sonst? – fünf Minuten vor dem Ende sogar wieder bis auf zwei Tore (22:24) heran.

Doch in dieser Phase musste der VfS die beiden wohl ärgerlichsten und unnötigsten Gegentreffer des gesamten Spiels hinnehmen – und das sogar in doppelter Überzahl (!). „An unserem Überzahlspiel müssen wir in den nächsten Wochen dringend arbeiten“, hatte auch Spielertrainer Boban Ristovic die Schwachstellen nach der Schlusssirene schnell erkannt. So konnten sich die Gastgeber in den Schlussminuten auf ihrer zuvor erarbeiteten Zwei-/Drei-Tore-Führung ausruhen. Warstein hatte durch Ristovic immerhin das Schlusswort zum 26:29.

SG Schalksmühle-Halver II: Schür; Potberg (6), Trimpop (1), Leicht (3), Schneider (5), Radzeij (1), Hotze (4), Wiggershaus (4), Luciano (1), Blumberg, Meisterjahn (4).

VfS Warstein: Kaese, N. Schmidt (n.e.); Gericke (3), Ristovic (12), Kraus, Pielsticker (1), Manderfeld, Aslan, Mühlenschulte (3), Kißling (7).

Schiedsrichter: Groh/Karwehl (Dortmund).