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Handball-Landesliga 4

VfS Warstein bangt um Lars Schorlemer

15.04.2010 | 18:23 Uhr
VfS Warstein bangt um Lars Schorlemer

Dortmund/Warstein. „Wir brauchen Dich! Hilf der Mannschaft und fahr mit”. So steht es auf der vereinseigenen Homepage des Handball-Landesligisten VfS Warstein. Von über 150 Fans werden die Warsteiner am Sonntag zum Spitzenspiel beim Tabellenführer TuS Borussia Höchsten begleitet (Anwurf 18 Uhr).

Für Kurzentschlossene besteht auch weiterhin die Möglichkeit, den Showdown der beiden Aufstiegsaspiranten live mitzuerleben. In den Bussen sind noch Plätze frei. Anmeldung per E-mail bei r.hennemann@vfswarstein.de. Die Busse fahren am Sonntag um 15.30 Uhr ab Dreifachhalle los. Vor dem Gipfeltreffen zwischen dem Tabellenersten und Zweiten sprach unsere Zeitung mit den beiden Trainern Carsten Hergert (TuS Borussia Höchsten) und Heinz Thomanek (VfS Warstein).

Wo liegen die Stärken, wo die Schwächen des Gegners?

Carsten Hergert: Warstein verfügt über einen herausragenden Torwart, zudem sind sie im Rückraum, vor allem auf den beiden Halbpositionen, hervorragend besetzt. Ich werde mir etwas einfallen lassen müssen, wie wir das Warsteiner Angriffsspiel unterbinden können.

Heinz Thomanek: Höchsten spielt einen schnellen Ball und hat mit Marc Bradtke den überragenden Spieler der Liga in seinen Reihen. Sie können auch sehr variable Abwehrformationen spielen und haben zudem einen guten Torhüter.

Was würde der Aufstieg für den Verein bedeuten?

Hergert: Die Jungs sind alle gallig auf dieses Spiel. Unser erklärtes Ziel ist der Aufstieg. Und ich bin auch davon überzeugt, dass der Sieger dieses direkten Duells zu 85 Prozent aufsteigt.

Thomanek: Für ganz Warstein und besonders für den Verein wäre das eine ganz tolle Sache, wenn es klappen würde. Die Jungs schmachten nach dem Aufstieg. Wir sind genauso heiß auf dieses Spiel wie unser Gegner. Die Euphorie in der Stadt ist riesengroß. Das sieht man auch an den Zuschauerzahlen zuletzt.

Was für ein Spiel ist am Sonntag zu erwarten?

Hergert: Das wird eine enge Geschichte. Wer seine Nerven als erstes in den Griff bekommt, hat gute Karten. Die Anspannung wird direkt vor dem Spiel bei allen Beteiligten sicherlich sehr groß sein.

Thomanek: Es wird sicherlich von Kleinigkeiten abhängen, wer am Ende das Feld als Sieger verlässt. Es kann aber auch durchaus sein, dass sich eine Mannschaft früh klar absetzen kann und dann das Spiel locker nach Hause bringt. Vieles ist denkbar.

Können die Zuschauer auch ein entscheidender Faktor sein?

Hergert: Mit Sicherheit. Ich hoffe, dass nach dem Spiel des BVB gegen Hoffenheim noch einige in die Halle rüberkommen und uns unterstützen. Bei aller Rivalität erwarte ich dennoch ein faires Spiel zwischen zwei guten Mannschaften.

Thomanek: Ich bin ehrlich gesagt ganz froh, dass das Spiel nicht in Warstein ist, sondern in Dortmund. Wenn wir ein Heimspiel hätten, wäre der Druck des Gewinnen müssens ungleich größer als bei einem Auswärtsspiel. Ich glaube, dass eine tolle Atmosphäre in der Halle herrschen wird und hoffe, dass unsere Fans uns lautstark unterstützen werden. Wenn es eng zugehen sollte, kann das sicherlich ein entscheidener Faktor sein.

Wie sieht es personell für Sonntag aus?

Hergert: Bis auf Marc Bradtke, der leicht angeschlagen ist, zu 90 Prozent aber spielen kann, sind wir komplett.

Thomanek: Also definitiv fehlen wird uns Jan-Hendrik Cramer, der ja, nachdem er endlich seine Form gefunden hat und für sechs, sieben Tore pro Spiel gut war, für einige Zeit in die USA geflogen ist. Bei Lars Schorlemer habe ich ehrlich gesagt wenig Hoffnung auf einen Einsatz. Die Chance liegt bei gerade mal zehn Prozent. Wenn ich ihn überhaupt einplanen kann, dann nur für die Siebenmeter.

Höchsten gewinnt das Spiel, weil... wir an diesem Tag die bessere Mannschaft sind.

Warstein gewinnt das Spiel, weil... wir kurz vor Schluss bei Unentschieden den Ball vom Gegner abfangen und per Tempogegenstoß den Siegtreffer erzielen (Thomanek lacht). Nein, lieber wäre es mir, wenn wir es vorher entscheiden könnten.

Noch vier Spieltage stehen in der Handball-Landesliga 4 auf dem Programm. Der Dortmunder Vorort-Klub TuS Borussia Höchsten und der VfS Warstein stehen vor dem direkten Duell am Sonntag punktgleich an der Spitze.

Das Hinspiel endete 31:31. Der Sieger am Sonntag in Wellinghofen hat also nicht nur den direkten Vergleich für sich entschieden, sondern ist auch vor den drei letzten Spieltagen der klare Meisterschafts-Favorit und könnte sich noch eine Niederlage auf dem Weg zum Titelgewinn leisten.

Der Überblick (H = Heimspiel, A = Auswärtsspiel):

TuS Borussia Höchsten (Platz 1/37:7-Punkte/732:588-Tore):

Sonntag, 18. April, 18 Uhr H VfS Warstein

24. April, 19.15 Uhr, A HTV Sundwig-Westig

Sonntag, 2. Mai, 18 Uhr, A DJK Ruhrtal Witten

Sonntag, 9. Mai, 18 Uhr H TV Arnsberg

VfS Warstein (Platz 2/37:7-Punkte/755:664-Tore):

Sonntag, 18. April, 18 Uhr A TuS Borussia Höchsten

Samstag, 24. April, 19 Uhr A DJK TuS Ruhrtal Witten

Sonntag, 2. Mai, 17 Uhr H SG TuRa Halden-Herbeck

Samstag, 8. Mai, 18 Uhr A Letmather TV

Thorsten Heinke

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