VfS sehnt mehr denn je das Saisonende herbei

Vor dem Gang zum abgestiegenen Tabellenschlusslicht: Lino Gericke und die Handballer des VfS Warstein.
Vor dem Gang zum abgestiegenen Tabellenschlusslicht: Lino Gericke und die Handballer des VfS Warstein.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Auswärts ran müssen am Wochenende die Handball-Teams des VfS Warstein: Die Erste reist in der Landesliga zur HSG Wetter/Grundschöttel, die zweite Mannschaft tritt am Sonntag beim Tabellenführer HSG Menden-Lendringsen II an, während die Bezirksliga-Damen zum Saisonfinale beim HV Sundern zu Gast sind.

Handball.  Landesliga 4: HSG Wetter/Grundschöttel - VfS Warstein (Samstag, 19.30 Uhr; Hinspiel 25:29). Noch drei Spiele: Der VfS Warstein sehnt mehr und mehr das Ende der Spielzeit herbei. Die personellen Rückschläge nehmen von Woche zu Woche zu. Jüngstes Opfer: Linkshänder Ciya Aslan, für den die Saison wegen einer Verletzung am Fersenbein vorzeitig beendet ist (wir berichteten). Auch Lars Schorlemer (bleibt in Ingolstadt) wird am Wochenende nicht zur Verfügung stehen, ebenso wenig wie Allzweckwaffe Jonas Bittern, der am Montag eine wichtige Klausur schreibt. Fraglich sind zudem die Einsätze von Kapitän Philipp Schmitt (Beruf) und Lukas Pielsticker, der sich nach seiner Fingerverletzung heute von seinem Arzt positive Nachrichten erhofft. „Sicher ist das aber nicht. Wir müssen abwarten“, sagt VfS-Spielertrainer Boban Ristovic auf die Einsatzchancen Pielstickers angesprochen. Ristovic selber will sich trotz einer im Soest-Spiel erlittenen Ellebogenverletzung „durchbeißen“.

Um überhaupt Wechselmöglichkeiten zu haben, werden Jonas Schmidt und Konrad von Bonin aus der zweiten Mannschaft (ist erst am Sonntag im Einsatz) mitgenommen.

„Uns erwartet ein ganz schwieriges Spiel“, sagt VfS-Trainer Boban Ristovic vor dem Gang zum Tabellenletzten, dessen Abstieg bereits besiegelt ist. Ristovic hat für die letzten drei Spiele in dieser Saison vor allem einen Wunsch: „Nicht noch mehr Verletzte.“

Kreisliga Iserlohn/Arnsberg: HSG Menden-Lendringsen II - VfS Warstein II (Sonntag, 12.45 Uhr; Hinspiel 32:25). In der Vorwoche verlor die VfS-Reserve zwar daheim mit 13:18 gegen die HSG Hohenlimburg II, doch das Thema Abstieg dürfte bei den Warsteinern in den letzten drei Saison-Spielen keine Rolle mehr spielen. 16:26-Punkte bedeuten Platz elf, und die Mitkonkurrenz HVE Villigst-Ergste II (12.)/DJK SG Bösperde II (13.) hat beide 10:32-Zähler auf dem Konto. Da ist vor der Reise zum Spitzenreiter der Dampf aus dem Kessel, und so kann der VfS bestimmt gut mit der Außenseiterrolle leben: „Menden-Lendringsen II wird alles tun, um sich die theoretische Chance auf den Aufstieg zu wahren, zudem ist Sonntagmittag auch nicht unsere Anwurfzeit. Wir werden aber mit einer guten Truppe antreten können, wollen uns dort so teuer wie möglich verkaufen“, sagt VfS-Trainerin Astrid Aasland.

Benjamin Kretschmer fehlt aus privaten, Jonas Bittern aus beruflichen Gründen, während Leon Mies und Lars Lisek die A-Jugend-Qualifikation im nicht so weit entfernten Mendener Vorort Lendringsen bestreiten.

In der Vorwoche sind die Gastgeber mit 23:26 beim HV Sundern gestrauchelt, haben aber bei 35:9-Punkten den „Platz an der Sonne“ inne. Aber dafür kann sich die HSG-Reserve in der Endabrechnung nichts kaufen, denn der Zweitplatzierte HVE Villigst-Ergste I (ein Spiel weniger, 33:9-Punkte) verfügt über den besseren direkten Vergleich (27:23/26:29).

Frauen-Bezirksliga, St. 6: HV Sundern - VfS Warstein (Samstag, 16 Uhr; Hinspiel 29:28). Die VfS-Damen räumten mit dem 28:23 daheim gegen Sümmern letzte Zweifel am Klassenerhalt aus und können nun das Saisonfinale genießen. Nun wartet zum Abschluss des ersten Jahres in der Bezirksliga die Auswärtsaufgabe beim Tabellensiebten HV Sundern (19:23-Punkte). „Wir gehen relaxed in das Spiel, denn wir haben unser Ziel erreicht“, sagt VfS-Trainer Matthias Sellmann.

Beim Personal werden die Warsteinerinnen Abstriche machen müssen, denn es fehlen Jennifer Kruczek (Urlaub), Eva Stollberg und Christina Goldbach (beide privat verhindert), während der Einsatz von Lena Wohlmener (Studium) noch nicht gesichert ist.

Der VfS könnte bei einem Sieg mit zwei Toren Unterschied sowie einer Niederlage des TV Schwitten II (in Attendorn) noch den Sprung auf Platz sieben schaffen, und das wäre nach den vielen Negativerlebnissen in letzter Zeit ein versöhnlicher Abschluss.