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Handball-Landesliga 4

VfS nimmt Festung „Hagen-Helfe“ ein

25.09.2011 | 22:30 Uhr
VfS nimmt Festung „Hagen-Helfe“ ein
HB-Landesliga 4: SG TuRa Halden-Herbeck - VfS Warstein

Hagen-Helfe.Letzte Saison 26:33 verloren, davor das Jahr ebenfalls chancenlos gewesen beim 41:46. Bislang schien die SG TuRa Halden-Herbeck dem VfS Warstein nicht zu liegen, schien eine Art Angstgegner zu sein – bis Samstag.

Da feierten die Warsteiner unter ihrem neuen Trainer Michael Schorlemer nicht nur einen überzeugenden 38:32 (20:11)-Erfolg in der Sporthalle Hagen-Helfe, sondern auch die Rückkehr in den Kreis der Meisterschaftskandidaten in der Landesliga – trotz so namhafter Konkurrenz wie den HTV Sundwig/Westig (vor der Saison mit sechs Oberliga-Spielern verstärkt) oder Verbandsliga-Absteiger HSV Werdohl/Versetal.

Es sind die kleinen Dinge, die den VfS momentan so stark machen. Zum einen spielt und kämpft jeder für den anderen, des weiteren haben die Warsteiner mit Lars Schorlemer den wohl mit Abstand besten Spielmacher der Liga in ihren Reihen. Neben Schorlemer (13 Tore) glänzte beim Triumph in Hagen-Helfe auch Schorlemers Nebenmann Boban Ristovic, der elf Mal traf.

Vor allem die ersten 30 Minuten nahmen die Warsteiner den Gastgeber regelrecht auseinander, führten zur Halbzeit bereits mit neun (!) Toren. Von einer „Demonstration“ wollte VfS-Coach Michael Schorlemer nachher zwar nicht sprechen, dennoch attestierte er seiner Mannschaft eine „blitzsaubere erste Halbzeit“. Bis zum 5:5 konnte Halden-Herbeck das Spiel ausgeglichen gestalten, danach setzte sich der VfS in seiner unnachahmlichen Art Tor um Tor ab.

Die Hälfte der Treffer des VfS im ersten Durchgang gingen auf das Konto von Lars Schorlemer. Auch TuRa-Coach Rainer Woyck musste nachher eingestehen, „dass wir gegen Lars Schorlemer kein Mittel gefunden haben, um ihn zu stoppen“. Woyck lobte zudem Schorlemers „unglaubliches Spielverständnis“.

Auch die ersten zehn Minuten nach der Pause gehörten ganz klar den Gästen, ehe Halden-Herbeck die Abwehr auf eine offensive 3:3-Deckung umstellte und der VfS sich einige unnötige Zeitstrafen fing. So schmolz der Warsteiner Vorsprung bis zehn Minuten vor Schluss auf vier Tore zusammen (24:28).

„Mit Kampf und dem nötigen Willen haben wir es dann über die Zeit gebracht. Ich bin stolz auf meine Mannschaft“, war Trainer Michael Schorlemer die Erleichterung über den zweiten Sieg im zweiten Spiel deutlich anzumerken.

Auch sein Gegenüber Rainer Woyck erkannte die Warsteiner Überlegenheit, vor allem in den ersten 30 Minuten, an: „Der Warsteiner Sieg ist vollkommen verdient. Warstein sehe ich am Ende unter den Top 5, weil sie absolut gefestigt sind.“

VfS: Hölter (1.-30.), Jostes (ab 31.); Mues (4), Sobkowiak (3), Schmitt (4), Litz, Aslan, Furmaniak, Gericke (3), Grunwald, Manderfeld, Schorlemer (13), Ristovic (11).

Thorsten Heinke

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