VfS mischt weiter die Landesliga auf

Erneut Matchwinner beim VfS: Torhüter Amon Kaese spielte, wie bereits letzte Woche in Hagen, eine bärenstarke zweite Halbzeit, bachte die Schwerter Schützen mit seinen Paraden schier zur Verzweiflung.
Erneut Matchwinner beim VfS: Torhüter Amon Kaese spielte, wie bereits letzte Woche in Hagen, eine bärenstarke zweite Halbzeit, bachte die Schwerter Schützen mit seinen Paraden schier zur Verzweiflung.
Foto: Georg Giannakis

Warstein..  Die Landesliga-Handballer des VfS Warstein schwimmen weiter auf einer Erfolgswelle – und das erneut ohne ihren Top-Torschützen Lars Schorlemer (fehlte wie schon letzte Woche beruflich bedingt).

Das 31:25 (15:16) über die nun seit drei Spielen sieglose HSG Schwerte/Westhofen bedeutete nicht nur den siebten Heimsieg im siebten Spiel und die damit verbundene Verteidigung der blütenweißen Heimweste, sondern auch der vorübergehende Sprung auf Tabellenplatz drei, den die Warsteiner aber gestern Abend wieder an den TV Schwitten (32:28 gegen die HSG Wetter/Grundschöttel) abtreten mussten.

Wenn man einen Lauf hat, hat man einen Lauf und gewinnt auch die nicht so guten Spiele: Die Akteure des VfS schienen sich an das Hagen-Spiel zu erinnern. Mit vielen Unkonzentriertheiten in der Abwehr und Nachlässigkeiten im Spielaufbau begannen sie gegen gut organisierte Schwerter, die in der Anfangsphase immer wieder das Spiel über ihren starken Kreisläufer Decker suchten. So gerieten die Gastgeber früh ins Hintertreffen und liefen im ersten Durchgang fast ständig einem Rückstand hinterher (nur beim 6:6 durch Sven Mühlenschulte war der Ausgleich geschafft).

Bis weit in die zweite Halbzeit hinein dauerte es schließlich bis zur ersten Warsteiner Führung. Der an diesem Abend gerade vom Siebenmeterpunkt äußerst treffsichere Thorsten „Toko“ Kißling brachte seine Farben in der 42. Minute erstmals in dieser Partie überhaupt in Front (21:20). Tim Decker konterte zwar noch einmal für die HSG (21:21), doch in den Folge-Minuten sollte die Ristovic-Sieben die Partie zu ihren Gunsten entscheiden: Lino Gericke, zweimal Boban Ristovic, erneut Lino Gericke und Kapitän Philipp Schmitt warfen binnen kürzester Zeit einen beruhigenden Fünf-Tore-Vorsprung für die Gastgeber heraus. Im Tor wuchs einmal mehr der eingewechselte Amon Kaese über sich hinaus, entschärfte sowohl die Würfe der beiden Außenspieler Denissov und Ablas als auch Paukstadts Kracher aus dem Rückraum.

„Zwischen der 41. und 50. Minute haben wir das Spiel verloren“, konstatierte nachher HSG-Coach Niclas Kohl, der seiner Mannschaft dennoch eine „gute, kämpferische Leistung“ attestierte.

Ganz anders der VfS: Im Gefühl des sicheren Sieges bekam in den Schlussminuten sogar der dritte Keeper im Kader, Niklas Schmidt, seine Einsatzzeit. Spielertrainer Boban Ristovic (neben Thorsten Kißling zweitbester Werfer seines Teams an diesem Abend): „Wir sind schwer in die Gänge gekommen heute, waren dann in der entscheidenden Phase aber die entschlossenere Mannschaft.“

VfS Warstein: Hilwerling, Kaese, Schmidt; Gericke (2), Aslan (2), Kraus, Ristovic (7), Wachholz (1), Schmitt (1), Pielsticker (3), Manderfeld, Mühlenschulte (4), Bittern (1), Kißling (10).

HSG Schwerte/Westhofen: Klepping, Polesny; Yaltzis (1), Ablas (4), Paukstadt (10), Denissov (4), Hengstenberg, Bönninghausen (1), Decker (2), Nickolay (3), Angel.