Verband führt das „Norweger Modell“ ein

Warstein/Rüthen..  Flexibilität lautet das Zauberwort, das Vereine und Verbände an den Tag legen müssen, um weiterhin den Ligenbetrieb aufrecht zu halten. Gerade in den unteren Ligen wird es immer schwieriger, die nötigen Mannschaftszahlen zusammen zu bekommen, wie der Kreisvorsitzende Werner Fromme gestern in unserer Zeitung sagte.

Auch dem Verband sind diese Schwierigkeiten, die immer mehr Fußballkreise ereilen, nicht fremd. So entschied man sich nun, die Durchführungsbestimmungen um das so genannte „Norweger Modell“ für die Saison 2015/16 zu ergänzen. Konkret verstecken sich hinter dem Modell folgende Änderungen:

1. Mannschaften können in den Kreisligen D und C sowie in den Kreisligen der Frauen bis spätestens zum jeweiligen Meldeschluss des zuständigen Fußballkreises eine Mannschaft zur Teilnahme am Spielbetrieb im sog. „Norweger Modell“ mit neun Spielern (einschließlich Torwart) melden oder eine bereits gemeldete Mannschaft für das „Norweger Modell“ ummelden.

2. Mannschaften, die im „Norweger Modell“ gemeldet sind, nehmen am regulären Spielbetrieb teil, dürfen aber nur neun Spieler gleichzeitig einsetzen.

3. Mannschaften, die gegen eine Mannschaft spielen, die zur Teilnahme im „Norweger Modell“ angemeldet ist, dürfen in diesem Spiel ebenfalls nur mit neun Spielern antreten.

4. Spiele im „Norweger Modell“ finden auf Plätzen in Normalgröße statt. Alle anderen Regelungen bleiben hiervon unberührt, insbesondere auch die Bestimmungen zur Mindestzahl der Spieler und zum Auswechselkontingent.

5. Ein Wechsel zurück zur Teilnahme am Spielbetrieb mit elf Spielern ist ausschließlich zum Beginn der nächsten Saison möglich; ein Wechsel zwischen den Teilnahmemodellen während der Saison ist nicht gestattet.

6. Mannschaften, die im „Norweger Modell“ antreten, sind aufstiegsberechtigt. Steigen sie bei den Herren in die Kreisliga B bzw. bei den Frauen in die Kreisliga A oder Bezirksliga auf, ist dort aber eine Teilnahme nur mit normaler Spielerzahl möglich.

Diese Durchführungsbestimmungen gelten als Empfehlung für die westfälischen Fußballkreise und zur möglichen Einarbeitung in den jeweiligen kreislichen Durchführungsbestimmungen.

„Die Wirkung des Norweger Modells soll nach der Saison überprüft werden“, versprechen die Verantwortlichen in der neuen Ausgabe der Amtlichen Mitteilungen. Es besteht daher kein Anspruch darauf, in der folgenden Saison erneut mit reduzierter Spielerzahl anzutreten.

Bislang durften Mannschaften mit neun Spielern in der heimischen Kreisliga D nur außerhalb der Wertung am Meisterschaftsbetrieb teilnehmen. Nun dürfen sie sogar aufsteigen.