TuS Warstein sucht neuen zweiten Vorsitzenden

TuSler mit Leib und Seele: Andreas Wiemar.
TuSler mit Leib und Seele: Andreas Wiemar.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Wenn am 13. März der TuS Warstein zur Jahreshauptversammlung lädt, wird es für ein Vorstandsmitglied die letzte Sitzung in der Riege sein. Andreas Wiemar zieht sich aus dem Vorstand zurück. Der Nachwuchs soll es nun richten.

Warstein..  Der TuS Warstein, einer der größten Sportvereine im Stadtgebiet, stellt sich auf Führungsebene in den nächsten Jahren komplett neu auf.

Nachdem Alois Grafe bereits letztes Jahr schon nicht mehr als Vorsitzender kandidieren wollte, sich dann aber aus Mangel an Alternativen doch noch einmal dazu bereit erklärt hatte, eine weitere Amtsperiode (bis 2017) dran zu hängen, bis ein geeigneter Nachfolger gefunden ist, wird Grafes Vize, Andreas Wiemar, bei der am Freitag, 13. März, stattfindenden Jahreshauptversammlung des Vereins in der Galerie des Sudhauses (Beginn: 19 Uhr) seinen Stuhl räumen und Platz für „jemand Jüngeres“ machen.

Dies kündigteWiemar gestern im Gespräch mit dieser Zeitung an. Ganz ohne „ihren Andreas“ wird der TuS Warstein in Zukunft aber nicht auskommen müssen. Wiemar wird weiterhin das Amt des Stadionsprechers bekleiden und bis zur Versammlung seinen Nachfolger „einarbeiten“. Wer das sein wird, wollte Andreas Wiemar gestern nicht verraten.

Zu den Gründen seines Rückzuges äußert sich der 45-jährige, leidenschaftliche Karnevalist wie folgt: „Wir sehen jetzt einfach die Zeit gekommen, frischen Wind und neue Ideen in den Verein zu bringen. Alois hat das ja bereits letztes Jahr während der Versammlung schon angekündigt, nun vollziehen wir quasi den ersten Schritt. Das Ganze hat nichts damit zu tun, dass wir uns innerhalb des Vorstandes nicht mehr grün sind. Und allzu lange wird Alois den Posten des 1. Vorsitzenden ja auch nicht mehr bekleiden... Von daher ist es in unseren Augen jetzt der richtige Zeitpunkt, jemand anderes das Feld zu überlassen.“

Andreas Wiemar hatte vor zwei Jahren das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden übernommen, nachdem sein Vorgänger Stefan Reineke aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war. Auch in den Jahren davor kümmerte sich Wiemar als 3. Vorsitzender – den Posten gibt es mittlerweile beim TuS Warstein nicht mehr – um die Belange des Vereins. „Die Vereinsmeierei wird immer mein Leben bestimmen“, sagt Wiemar heute, der nebenbei auch noch bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv ist.

Trotz einschneidender Veränderungen innerhalb des Vorstandes in den nächsten Jahren sieht Andreas Wiemar den TuS Warstein für die Zukunft gut aufgestellt: „Welcher Verein im Fußballkreis Lippstadt kann schon von sich behaupten, vier Seniorenmannschaften plus eine Damenmannschaft zu haben?!“ Apropos vierte Mannschaft: Hier werden laut Wiemar nach Karneval die entscheidenden Gespräche über eine Fortführung stattfinden. Wiemar: „Ich sehe da durchaus realistische Chancen, dass es weitergeht.“

Vergleiche zum ebenfalls abstiegsbedrohten Bundesligisten Borussia Dortmund, und das sagt Wiemar als eingefleischter „Blauer“, zieht der 45-Jährige, wenn er auf das Leistungsvermögen des Bezirksliga-Teams angesprochen wird: „Die Jungs können deutlich mehr als es der momentane Tabellenplatz aussagt. Ich bin mir sicher, dass die Zuschauer auch in der nächsten Saison am Herrenberg Bezirksliga-Fußball zu sehen bekommen.“

Etwas düsterer fällt Wiemars Prognose bei der zweiten Mannschaft aus, die in der Rückrunde ein Wunder braucht, um den Klassenerhalt – bei aktuell elf Punkten Rückstand auf den Tabellenvorletzten SV Bad Waldliesborn – zu schaffen: „Hier muss man klar und deutlich sagen, dass die A-Liga eine Nummer zu groß ist. Für die Jungs tut mir das persönlich sehr leid.“