TuS Warstein straft Kritiker Lügen

Sieht auch in der nächsten Saison Bezirksliga-Fußball in Warstein: Marco Wennemann.
Sieht auch in der nächsten Saison Bezirksliga-Fußball in Warstein: Marco Wennemann.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Vor der Saison stand der TuS Warstein eigentlich schon als Absteiger fest. Nun haben sie drei Spieltage vor dem Ende den Klassenerhalt gesichert. Eine Leistung, die Marco Wennemann zurecht stolz macht.

Warstein..  Drei Spieltage vor dem Saisonende feiert Fußball-Bezirksligist TuS Warstein den Klassenerhalt. Ein Umstand, der vor der Saison und auch in der Winterpause nicht für möglich gehalten wurden. Umso größer ist der Stolz, den Trainer Marco Wennemann gegenüber seiner Mannschaft empfindet.

Der Schützenfestmontag steckte dem Warsteiner Trainer noch in den Knochen, als er gestern Mittag ans Handy ging. Dennoch war die Botschaft, die Wennemann aussandte eindeutig: „Ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Dass wir überhaupt den Klassenerhalt schaffen würden, war so vor der Saison nicht absehbar. Nun haben wir drei Spieltage vor dem Ende die Gewissheit, dass wir auch in der neuen Saison wieder überkreislich spielen werden.“

Dass dieser Erfolg mit vielen jungen Spielern aus den eigenen Reihen geschafft wurde, erhöht in Wennemanns Augen den Wert des Klassenerhalts. „Bei jungen Spielern wie Marcel Raulf, Daniel Severin oder Jannik Menke war ja nicht unbedingt abzusehen, dass sie diesen Sprung so gut hinbekommen würden. Jetzt haben sie sich zu Leistungsträgern entwickelt“, freut sich Wennemann.

Auch, dass man mit dem Erfolg den zahlreichen Kritikern Lügen gestraft hat, bereitet den TuS-Verantwortlichen Freude. „Wir mussten hier unter schwierigen Bedingungen etwas aufbauen. Anfangs hast du doch nur gehört, dass wir es eh nicht schaffen würden, die Klasse zu halten. Ob es der Esloher Trainer war, der sagte, dass wir keine 20 Tore in dieser Saison schießen würden, bis zum Staffelleiter, der fragte, was wir eigentlich noch in dieser Liga wollten. Ihnen allen haben wir gezeigt, dass wir in die Liga gehören“, betont der Warsteiner Trainer.

Jetzt, wo der Klassenerhalt feststeht, steht beim TuS Warstein Regeneration auf dem Trainingsplan. „Die Saison war lang und hart. Den Spielern merkt man die körperlichen Strapazen an. Wir werden das Trainingspensum nun von drei auf zwei Einheiten pro Woche reduzieren. In den verbleibenden Spielen möchte ich den Leuten etwas Spielpraxis geben, die zuletzt immer etwas zu kurz kamen“, erklärt Wennemann. Einer von ihnen ist Lukas Mertin, der in der Hinrunde gesetzter Stammspieler war und mit seinem Siegtreffer in Werdohl eines der wichtigsten Tore der Hinrunde erzielte. „Lukas war immer beim Training und hat sich reingekniet. Sein Problem war, dass sich seit dem Brilon-Spiel eine Startformation gefunden hat, die seitdem immer gespielt hat. Aufgrund seiner Verletzung rutschte er dort nicht mehr rein. Dennoch ist er weiterhin ein wichtiger Spieler für uns“, bezieht Wennemann zu der Personalie Stellung.

Ein weiterer wichtiger Faktor waren die Winter-Neuzugänge Dominik Schwudke, André De Luca, Björn Rathke und Mehmet Turan. „Wir sind sehr froh darüber, dass wir die Jungs im Winter verpflichten konnten. Es ist ja nicht selbstverständlich, dass man die Spieler von sich überzeugen kann, wenn man so weit unten in der Tabelle steht“, betont Wennemann.

Bei den guten Nachrichten passt auch hinein, dass fast alle Spieler bleiben werden. Einzig Alexei Schamne (Studium in Köln) und Sahin Turan (sucht einen neuen Verein) werden gehen. Ardion Maliqi hingegen wird wohl „zu 80 bis 90 Prozent“ (Marco Wennemann) bleiben. „Ardion wollte den Verein verlassen. Aber er hat uns nun mitgeteilt, dass er doch gerne zwischen Warstein und Köln pendeln möchte“, verrät Wennemann.

Ein kleines Saisonziel möchten die Warsteiner jedoch noch erreichen: Die Spielzeit vor dem TuS GW Allagen beenden. Wennmann: „Das wird in zwei Wochen noch ein schönes Derby werden.“