TuS Warstein lässt sich von Sieg nicht blenden

Alois Grafe, Vorsitzender des TuS Warstein vor dem Spiel in Arpe.
Alois Grafe, Vorsitzender des TuS Warstein vor dem Spiel in Arpe.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Groß war die Freude über den Sieg beim FC Arpe/Wormbach auf Seiten des TuS Warstein. Doch schnell wurden die Blicke wieder geschärft. Denn trotz der unerwarteten drei Punkte bleiben die Blicke am Herrenberg weiter fokussiert.

Arpe/Warstein..  Der Jubel war euphorisch, so als wäre der Klassenerhalt bereits in trockenen Tüchern. Doch noch ist es ein weiter Weg für den Fußball- Bezirksligisten TuS Warstein, um am Saisonende „über dem Strich“ zu stehen.

Vor gut einem Jahr nahm das Unglück seinen Lauf. Immer mehr Spieler verließen den TuS Warstein, ein Neustart musste her. Es folgte eine bescheidene Hinrunde. Die Mannschaft bildeten größtenteils Spieler, die gerade aus der Jugend oder der zweiten, dritten oder vierten Mannschaft kamen. In der Winterpause wurde der Reset-Knopf gedrückt. Vier Spieler wurden verpflichtet und plötzlich lief es. Stabiler in der Defensive und gefährlich nach vorne, so tritt der TuS Warstein bislang im Jahr 2015 auf. Gab es zunächst, auch spielplanbedingt, Rückschläge, scheint sich die Mannschaft nun gefangen zu haben. Höhepunkt war der Sieg beim Titelkandidaten FC Arpe/Wormbach am Sonntag. Nun stellt sich die Frage, wie geht es weiter beim TuS Warstein?

Die Antwort auf diese Frage wollen die Verantwortlichen noch nicht geben. Fest steht nur, dass bislang alle Spieler für die kommende Saison ihren Verbleib am Herrenberg zugesichert haben. Wackelkandidaten gibt es nur zwei. „Die Turan-Brüder haben sich noch nicht entschieden, alle anderen haben zugesagt“, betont Warsteins Vorsitzender Alois Grafe. Nachrichten, die die Planungssicherheit für die Verantwortlichen erhöhen. Doch noch verschwendet man keine Gedanken an die Zukunft, sondern will erst einmal in der Gegenwart für klare Verhältnisse sorgen. „Wir werden den Ball erst einmal flach halten, was Zielsetzungen für die kommende Saison angeht. Dafür ist es noch viel zu früh. Es warten noch ein paar schwierige Aufgaben auf uns“, betont Grafe im Gespräch mit der WESTFALENPOST.

Kurioser Spielplan

In der Tat hätte der Spielplan kaum kurioser gestaltet werden können aus Warsteiner Sicht. Fünf der sechs folgenden Spiele besitzen einen richtungsweisenden Charakter für die Wennemann- Elf und könnten den Verein endgültig in sicheres Fahrwasser manövrieren. „Wir sind noch lange nicht dem Abstieg entkommen. Gerade gegen die vermeintlich schwächeren Gegner kann man sich schnell schwer tun“, weiß Grafe. Doch derzeit scheint die Warsteiner Mannschaft wieder als homogene Einheit aufzutreten. Ein Verdienst, auch von Marco Wennemanns akribischer Trainingsarbeit.

„Wenn man Kraft und Kondition hat, dann kann man auch so Spiele wie am Sonntag in Arpe gewinnen. Die persönliche Fitness ist sehr wichtig. Läuft jeder noch für den anderen mit, dann kann man auch gegen die Mannschaften von oben besser aussehen“, bringt es der Vorsitzende auf den Punkt. Hinzu kommen die Neuzugänge Dominik Schwudke, Björn Rathke und André de Luca, die sofort ihre Plätze in der Stammformation fanden und zu Leistungsträgern wurden. „Spielerisch sind wir nicht so schlecht“, bringt es Grafe auf den Punkt.

Trend bestätigen

Jetzt ist es an den Warsteinern zu beweisen, dass ihre spielerischen Mittel nicht nur gegen Mannschaften funktionieren, die offensiv spielen und die Partie selbst gewinnen wollen, sondern auch gegen die Truppen im Tabellenkeller, gegen die der TuS Warstein selbst das Spiel gestalten muss. „Unser Ziel muss es sein, den aktuellen Trend aufrecht zu erhalten“, betont Grafe. Sollte das seiner Mannschaft gelingen, dann könnte nach dem Spiel gegen Aue- Wingeshausen (25. Mai) bereits die größte Not vorüber sein.