TuS GW Allagen rechnerisch noch nicht gerettet

Viermal jubelte der BC Eslohe am Sonntag in Allagen.
Viermal jubelte der BC Eslohe am Sonntag in Allagen.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Fast mit Ansage verlor der TuS GW Allagen gegen den Tabellenführer BC Eslohe. Die Gäste sind derzeit in überragender Form und werden die Meisterschaft schon so gut wie in der Tasche haben.

Allagen..  1:8 gegen Arpe, 2:5 in Langenholthausen, 2:2 gegen Plettenberg, 1:7 in Brilon und nun ein 1:4 gegen Eslohe – macht in Summe 26 Gegentore in fünf Spielen. Das ist nicht die Bilanz des abgeschlagenen Tabellenschlusslichts FSV Werdohl II, sondern die des Tabellenzehnten TuS GW Allagen, der trotz dieser Negativserie den Klassenerhalt rein rechnerisch noch nicht in der Tasche hat, bei vier ausstehenden Spielen und elf Punkten Vorsprung sollten aber selbst die größen Pessimisten davon ausgehen, dass die Wessel-Elf auch in der nächsten Saison ihre Zelte in der „Bundesliga des Sauerlandes“ aufschlagen wird.

Es sind Kleinigkeiten, die momentan gegen die Grün-Weißen laufen. Diese Kleinigkeiten sind aber spielentscheidend. Trotz einer beherzten kämpferischen und läuferischen Leistung gegen den Bezirksliga-Tabellenführer standen die Allagener am Ende mal wieder mit leeren Händen da. Das letzte Erfolgserlebnis der Wessel-Elf liegt schon eine gefühlte Ewigkeit zurück: Ende März war das beim 3:2 gegen Dorlar-Sellinghausen.

Auch gestern Nachmittag waren die Gastgeber wieder relativ weit davon entfernt, einen dreifachen Punktgewinn einzufahren, obwohl man den Eslohern über weite Strecken durchaus die Stirn bot. Unglücklich fiel das 0:1 aus Allagener Sicht: Im Mittelfeld kombinierten sich die Gäste schön durch die grün-weiße Abwehrreihe, plötzlich stand Nils Feldmann frei vor dem wiedergenesenen Allagener Schlussmann Alex Flegler, der den Einschlag aus kurzer Distanz nicht verhindern konnte. Exakt neun Minuten ging die taktische Marschroute der Gastgeber, hinten zunächst sicher zu stehen, auf.

Doch das 0:1 war keineswegs ein Schock für die Wessel-Elf, die weiter mutig und schnörkellos ihre Angriffe vortrug. Jannik Lietz scheiterte mit einem Linksschuss am gut reagierenden Esloher Torwart Julian Bürger (15.), und auch Timo Wächter fand in Bürger seinen Meister (20.). In die Allagener Drangphase hinein fiel der zweite Treffer für die Gäste: Keeper Alex Flegler soll in der 22. Minute Eslohes Spielmacher Feldmann im Strafraum gefoult haben. Schiedsrichter Feldmann zeigte ohne zu Zögern direkt auf den Elfmeterpunkt. „Fragwürdig“, so der kurze, knappe Kommentar von Allagens Trainer Sebastian Wessel zu dieser Szene.

Sein Gegenüber Carsten Krämer meinte: „Eine kann, muss aber nicht Situation. Sogar über eine Rote Karte für den Torhüter hätte man diskutieren können, wenn er denn pfeift.“ Von all diesen Diskussionen ließ sich Philip Bürger nicht beeindrucken, der eiskalt zum 0:2 vollstreckte. Spätestens nach dem 0:3 durch ein Abstauber-Tor von Jan Bürger (44.) war die Partie aus Sicht der Gastgeber mehr oder weniger gelaufen, obwohl die Allagener im zweiten Durchgang ihr Herz in beide Hände nahmen und mit dem Anschluss-Tor von Aljoscha De Smet nach einer Dube-Ecke belohnt wurden (46.).

„Das ist momentan der größte Unterschied zwischen beiden Mannschaften: Eslohe macht die Chancen rein, die sie haben, wir kreieren uns kaum Möglichkeiten, weil der letzte oder vorletzte Pass einfach nicht ankommt“, so das nüchterne Fazit von Allagens Trainer Sebastian Wessel.

Der Rest der zweiten 45 Minuten ist schnell erzählt: Eslohe kontrollierte die Partie weitestgehend, kam durch Philip Bürgers zweiten Treffer an diesem Nachmittag (76.) zum 4:1-Endstand.