TuS GW Allagen muss auf seine Neuzugänge verzichten

Martin Kemper (li., hier mit Co-Trainer Elmar Kirsch).
Martin Kemper (li., hier mit Co-Trainer Elmar Kirsch).
Foto: Tim Cordes/WP
Was wir bereits wissen
Ein versäumter Termin wird den TuS GW Allagen nun zum Verhängnis. Der Bezirksligist hat vergessen, wichtige Unterlagen über die Wechsel seiner Winterzugänge an den Verband weiterzugeben. Abteilungsleiter Martin Kemper findet deutlicht Worte: „Das ist peinlich.“

Allagen..  Verletzungssorgen und Personalprobleme sind in der Hinrunde ein ständiger Begleiter des Fußball- Bezirksligisten TuS GW Allagen gewesen. Umso ärgerlicher ist da ein Faux Pas, der den Winter-Neuzugängen der Grün- Weißen nun zum Verhängnis wird.

„Das ist wirklich eine sehr peinliche Geschichte, die uns so nicht passieren darf“, nimmt auch TuS- Abteilungsleiter Martin Kemper im Gespräch mit der WESTFALENPOST kein Blatt vor dem Mund. Was ist passiert? Im Winter wechselten die Spieler Max Calles (SpVg Möhnesee), Thorsten Mühlhaus (SC Neuengeseke) und Michael Jedreizak (TuS Belecke) ins Waldstadion.

Alles lief völlig normal ab. Die Spieler meldeten sich fristgerecht bis zum 31. Dezember bei ihren alten Vereinen ab. Martin Kemper nahm Kontakt zu seinen Kollegen auf, um die Ablösesummen zu verhandeln. Auch diese Gespräche verliefen reibungslos. Die Anmeldungen für den TuS GW Allagen wurden ebenfalls fristgerecht unterschrieben. Alles schien seinen normalen Gang zu nehmen. Schien, denn eine Sache haben die Allagener vergessen. Bis zum 31. Januar hätten die Unterlagen für die Spielerwechsel bei der Passstelle des Fußball- und Leichtathletikverbandes in Duisburg vorliegen müssen. Lagen sie aber nicht. „Wir hatten ein kleines Kommunikationsproblem. Ich dachte, dass sich ein Mitarbeiter darum kümmert, der dachte wiederum, dass ich die Unterlagen wegschicke“, erklärte Kemper, dem die Situation sichtlich unangenehm war. „Seit 1926 gibt es den Verein TuS GW Allagen, aber sowas ist noch nie passiert“, zieht Kemper einen extremen Vergleich.

Ein Anruf beim Verband, um zu retten, was zu retten war, blieb erfolglos. „Man hätte uns bis zum 2. Februar einen Aufschub gewährt, aber das Datum war schon längst vorbei, als wir die Anfrage gestellt haben.“

Leidtragende der Geschichte sind die drei Spieler, die nun satzungsgemäß für sechs Monate gesperrt werden und erst am 1. Juni ihr Pflichtspieldebüt im Dress des TuS GW Allagen feiern dürfen. Kurios: Für Michael Jedreizak, der im Kader der ersten steht, wäre sein erstes Spiel nach der Rückkehr nach Allagen ausgerechnet das Derby beim TuS Warstein.

Bei den Trainern kam die Nachricht erwartungsgemäß nicht gut an. „Sie waren natürlich nicht begeistert. Ich nehme den Fehler aber auf meine Kappe. Sowas darf nicht passieren“, betont Kemper noch einmal. Dass diese Geschichte Einfluss auf die Gespräche mit den Trainern über deren Vertragsverlängerung Einfluss haben könnte, glaubt Kemper nicht. „Ich glaube, dass das keinen Einfluss haben wird, es wird ein konstruktives Gespräch mit den Senioren- und A-Jugendtrainern werden, um die kommende Saison zu planen“, betont Kemper abschließend.