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Regionalliga-Relegation

SV Lippstadt verpasst nach 1:2 im Rückspiel Durchmarsch in die Regionalliga

10.06.2012 | 22:29 Uhr
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Der Traum ist aus. Die Fußballer des SV Lippstadt haben den Aufstieg in die Regionalliga verpasst. Foto: Hartwig Sellmann

Lippstadt.   Aus der Traum! Für die Fußballer vom SV Lippstadt bleibt die Regionalliga ein langfristiges Ziel. Die Chance zum Durchmarsch hat der souveräne Meister der Westfalenliga 1 verpasst. Wie im Hinspiel der Relegation musste sich das Team von Daniel Farke der SSVg Velbert mit 1:2 geschlagen geben. An Tagen wie diesen macht man als Trainer und Spieler am besten schnell die Kabinentür zu und einen Haken hinter das Trauma.

Unendlich groß war die Enttäuschung auf Seiten des SV 08. Marc Polder war nach 90 Minuten den Tränen nah: „Wir hatten uns soviel ausgerechnet, wir sind so gut angefangen, und am Ende verlieren wir so unglücklich. Das ist sehr bitter.“ 3500 Zuschauer im ausverkauften Stadion am Waldschlösschen erlebten eine stürmische Lippstädter Mannschaft. Die Hausherren agierten voller Elan, suchten schnell den Zug zum Tor.

Die aus dem Hinspiel gesperrten Leistungsträger Jevric und Traufetter fehlten zwar, aber zunächst machte sich deren Ausfall überhaupt nicht bemerkbar. Trainer Farke hatte seine Anfangself taktisch gut aufgestellt. Dominik Lausch rückte auf die rechte Abwehrseite. Kapitän Lasse Fischer Riepe übernahm die Sechser-Rolle im Mittelfeld und hinter den Spitzen durfte Marc Polder von Beginn an ran.

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Die Fußballer des SV Lippstadt 08 haben es nicht geschafft. Der Meister der Westfalenliga 1 verlor auch das zweite Relegationsspiel um den Aufstieg in die Regionalliga mit 1:2 gegen die Sport- und Spielvereinigung Velbert 02.

Es dauerte keine drei Minuten, da gab’s schon die erste Großchance für Lippstadt. Polder ging nach einem Foul zu Boden. Victor Maier zirkelte den Ball beim anschließenden Freistoß mit viel Effet in den gegnerischen Fünfmeterraum. SSV-Keeper Schmahl war zur Stelle.

Nur 120 Sekunden später prüfte Marc Polder den Schlussmann mit einem gezielten Schuss. Schmahl, der wie SV-Torwart Liesemann nach der Saison in die USA geht, erwischte den Ball im Nachfassen. Die dritte Topmöglichkeit bereitete Lars Schröder für Victor Maier vor. Der junge Stürmer zog sofort ab, scheiterte aber wieder an Schmahl. Gespielt waren das erst 20 Minuten. Velbert war schwer beeindruckt vom Lippstädter Angriffsdruck und igelte sich in der eigenen Hälfte ein.

Trauriger Tag für SV Lippstadt

Doch der NRW-Liga-Vierte lebt von der individuellen Klasse seiner Routiniers. Wie aus dem Nichts markierte Markus Kaya nach 27 Minuten den Führungstreffer. Das 0:1 nahmen die SV-Kicker als schwere Hypothek mit in die Halbzeitpause.

Im zweiten Durchgang ging es wie vor dem Seitenwechsel weiter: Erdogmus (50.) brachte den Ball per Heber nicht an Schmahl vorbei in Velbers Gehäuse unter. Polder (60.) forderte nach einem Foul Elfmeter Langsam aber ließ die Intensität auf Lippstädter Seite nach, auch weil Kapitän Fischer Riepe angeschlagen war und später verletzt vom Feld ging. Jetzt hätten dem SV ein Jevric und Traufetter gut getan.

SSVg Velbert feiert Aufstieg in die...

  So aber sorgte Onucka (69.) - schon zweifacher Torschütze im Hinspiel - für die Entscheidung. Lars Schröder gelang immerhin noch der Anschlusstreffer. „Ein sehr bitteres Ergebnis für uns. Velbert war nicht besser. Nur machen die wieder zum richtigen Zeitpunkt die Tore, wir treffen leider nicht“, sagte der Sichtigvorer nach Spielschluss. Ardian Jevric durchlebte als Zuschauer auf der Fantribüne die Hölle: „Grausam, wenn du nur zusehen kannst. Es war der schlimmste Moment in meinem Fußballerleben.“ So ging es am Ende auch den anderen Kollegen, die gespielt hatten.

SV Lippstadt: Liesemann, Engeln, Riemer (72. Henke), Fischer Riepe (64. Dyballa), Polder, Maier, Erdogmus, Pahlke, Schröder, Schulte, Lausch (80. Althoff). - Schiedsichter: Siewer (Drolshagen). - Tore: 0:1 Kaya 827.), 0:2 Onucka (69.), 1:2 Schröder (86.). - Zuschauer: 3500

Hartwig Sellmann

Kommentare
12.06.2012
13:56
SV Lippstadt verpasst nach 1:2 im Rückspiel Durchmarsch in die Regionalliga
von zackie | #1

Ich bin Velberter, habe das Spiel nicht gesehen, aber beide Lokalkommentare gelesen.Es scheint üblich zu sein, dass Spiele unterhalb der Bundesligen fast immer durch die lokalgefärbte Brille gesehen werden. Und der Leser immer denkt, seine Mannschaft habe besser gespielt. Dies habe ich auch früher bei anderen Berichten gespürt.

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